Wladimir
Wollen Sie unvergessliche Eindrücke im Goldenen Ring von Russland gewinnen, so gibt es wenige Alternativen zu Wladimir. Kaum eine andere Stadt des Golden Ring ist so sehr mit dessen Geschichte verbunden. Die historische Bedeutung der alten Stadt Wladimir wurde dadurch bestimmt, dass sie in der Mitte des 12. Jahrhunderts, als Kiew seine dominierende Stellung in der Rus verlor, zum neuen Zentrum von Staat und Kultur in der Rus aufstieg. Das Wladimirer Land wurde zum Kern der Herausbildung der großrussischen Völkerschaft. Hier entstanden die Ideen zu einer neuen Vereinigung der russischen Länder. Und Moskau, einer der kleinen Städte dieses Gebiets, war es bestimmt, russische Hauptstadt zu werden.
In Wladimir erwarten Sie weißsteinerne Bauten aus dem 12. Jahrhundert, die nicht nur Meisterwerke der Architektur sind, sondern auch Zeugen des hauptstädtischen Glanzes der Stadt Wladimir, die damals am Kreuzungspunkt der Hauptwege der russischen Geschichte lag. Das Alte hat sich hier und da erhalten. Man muss sich nur ein wenig eingewöhnen und sich umsehen, und schon öffnen sich die Seiten seiner steinernen Chronik, bezaubernde Panoramen und anheimelnde, malerische Ecken. Schenken Sie sich eine Reise nach Wladimir.
Wladimir liegt im Zentrum der osteuropäischen Ebene, 190 Kilometer südöstlich von Moskau, am Fluss Kljasma. Die Stadt erstreckt sich über fast 60 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl beträgt 360000 Menschen. Sie ist ein bedeutendes Industriezentrum.
Das Leben Wladimir hat viele Seiten. Von morgens bis spät in den Abend eilen die Menschen ihren Geschäften nach: Die einen gehen zur Arbeit, die anderen machen nötige Einkäufe, dritte beeilen sich, ihren Zug nicht zu verpassen. Die studierende Jugend hat ihre eigenen Sorgen: Wladimir hat zwei Universitäten, eine pädagogische und eine polytechnische, einige Berufsschulen. Die wissenschaftliche Gebietsbibliothek hat festlich ihr hundertjähriges Jubiläum begangen, das Wladimirer Dramentheater, eines der ältesten im Land, wird 150 Jahre alt, seit Mitte des letzten Jahrhunderts gibt es ein Museum. In der Stadt erscheinen viele Zeitungen, arbeiten Schriftsteller, die Bekanntheit der Künstler hat längst nicht nur die Grenzen des Gebietes, sondern auch des Landes überschritten.
Die wichtigsten Architekturdenkmäler sind auf der Hochebene zwischen den Flüssen Kljasma und Lybedj gelegen, auf dem Territorium der alten Staat, das einst von den wellenförmigen Umrissen der Erdwälle begrenzt war, die sich über ca. sieben Kilometer hinzogen.
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