Wasserfälle von Kiwatsch
Wasserfälle von Kiwatsch

Kiwatsch

Das Naturschutzgebiet Kiwatsch in Karelien wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts gegründet. Damals gehörte zur Hauptfunktion des Naturschutzgebietes die Entwicklung der Landwirtschaft von Karelien. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden der Schutz und die Forschung der Pflanzen- und Tierwelt von Karelien zur Hauptfunktionen des Naturschutzgebietes.


Die Hauptsehenswürdigkeit des Naturschutzgebietes ist der Wasserfall Kiwatsch. Das ist ein der höchsten Flachwasserfälle von Europa, höher ist nur der Wasserfall vom Rhein.

Kiwatsch ist über 10 Meter hoch. Der Wasserfall selbst ist eine wunderschöne Naturerscheinung. Der von Basaltfelsen umgebene Wasserstrom stürzt die Steinstufen hinab und bildet Wasserwirbel und Trichter. Kein Wunder, dass dieses natürliches Wunder auch der russische Zar Alexander der Zweite besucht hatte.


In letzter Zeit verlor der Wasserfall die Hälfte seiner früheren Kraft. Im 20. Jahrhundert herrschte in Karelien die für diese Zeitperiode typische Vernachlässigung der natürlichen Harmonie. Der Bau des Dammes am Fluss Suna, der den Wasserfall mit dem Wasser versorgt, hatte Kiwatsch beinahe trocken gelegt. Der Wasserfall ist durch ein Wunder erhalten geblieben. Doch die wahre Kraft des Wasserfalles kann man nur zu Beginn des Frühlingshochwassers betrachten. Leider sind zwei andere schöne Wasserfälle, Girwas und Pon-Porog, für immer von der Karte der natürlichen Schönheiten von Karelien verschwunden.


Nicht weit vom Naturschutzgebiet am Ufer der See Oneschskoe befindet sich das Sanatorium Kiwatsch. Das ist wohl das berühmteste Sanatorium von Karelien. Hier bietet man eine reiche Palette verschiedener Dienste an: Aromatherapie, Moorbehandlung und sogar Blutegelbehandlung. In Westeuropa würde man es wohl „Wellness-Oase“ nennen. Dabei geben auch die Betreiber des Kiwatsch eindeutig zu, dass das Hauptkriterium der erfolgreichen Behandlung das örtliche kristalreine Wasser und die Luft seien. Das Sanatorium sowie seine Angestellte wurden mehrmals Preisträger für aussichtsreiche wissenschaftliche Entwicklungsarbeiten in Medizin.


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