Ostafjewo
Das Gutshaus Ostafjewo ist zusammen mit dem Gutshaus Archangelskoe ein der schönsten Orte in der Moskauer Region. Außerdem ist das Gutshaus als ein der Zentren russischen Kultur des 19. Jahrhunderts bekannt. Literaturgenies waren häufige Gäste des Gutshauses Ostafjewo: Puschkin, Gogol, Griboedow, Mizkewitsch. Puschkin nannte hiesigen Ort das „russische Parnass“.
Die Geschichte von Ostafjewo ist eng mit dem Namen des russischen Adligen und Dichters Petr Wjasemski verbunden. Gerade ihm gehörte die Idee, berühmte Maler und Dichter ins Gutshaus einzuladen. Dabei nahm und nimmt Wjasemski bei weitem nicht den letzten Platz in der russischen klassischen Poesie ein.
Nach Petr wurde zum Besitzer des Gutshauses sein Sohn Pawel. Ihm, einem begeisterten Sammler, gelang es, in Ostafjewo eine der besten Bilder-, Manuskript- und Ikonensammlungen seiner Zeit zu schaffen. Die Pawels Leidenschaft für Sammeln hat Ostafjewo fast Pleite gemacht. Das Gutshaus wurde von Ekaterina, die Tochter von Wjasemski, gerettet, die rechtzeitig den Fürsten Scheremetjew, den Vertreter eines der altertümlichsten aristokratischen Geschlechter des Russlands, heiratete.
Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Säle des Gutshauses für öffentlichen Besuch geöffnet. Alle Interessenten konnten die Sammlung der Kunstwerke besichtigen, die im Laufe eines Jahrhunderts gesammelt wurde. In Ostafjewo wurden auch Gedenkzimmer von Puschkin und Karamsin geöffnet.
Später stieß das Gutshaus Ostafjewo auf tragische Ereignisse. Nach der Revolution existierte hier eine Zeit lang das Museum der adligen Lebensweise. Doch das Leben des Museums war kurz – es wurde unverschämt ausgeraubt und sein Hüter, der Vertreter des aristokratischen Geschlechts Scheremetjew, wurde verbannt. Während der Sowjetzeiten befand sich im Gutshaus ein Sanatorium.
Heutzutage findet das Gutshaus Ostafjewo allmählich die verlorene Vergangenheit wieder. Im Gebäude des Gutshauses hat man wieder das Museum geöffnet, das den Namen „Das russische Parnass“ trägt.
Während des vergangenen Jahrhunderts wurden viele Bauten von Ostafjewo wesentlich geschädigt. Die meisten Innenräume der Hauptvilla sind baufällig geworden oder wurden so umgebaut, dass sie nicht mehr zu erkennen sind. Die Zeit hat auch die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit nicht verschont, die sich auf dem Territorium des Gutshauses befindet.
Doch die äußere Gestalt der Villa ist in früherem Zustand erhalten geblieben, auch einige Säle, unter anderem der zentrale Ovalsaal mit Chören für Musikanten haben „überlebt“. In der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit finden heute Gottesdienste statt. Die Parkanlage des Gutshauses, die einst geometrisch aufgebaut war, hat sich heute ausgebreitet und ist mit dem nächstliegenden Wäldchen verschmelzt. Doch die Spuren der früheren Pracht sind noch merkbar: der große Parkteich, Alleen, Denkmäler russischen Dichtern.
Der Gutshauspark ist von 9.00 bis 21.00 für Besuch geöffnet.
In der Umgebung von Ostafjewo befindet sich der kleine Flughafen Ostrafjewo der Fa. „Gazprom“, der hauptsächlich Charterflüge von und nach Moskau bedient.
| Tweet |
Kommentar
Keine Kommentare
News
24.08.2011
Fußball in Russland mit Rekordtransfer
Man darf gespannt sein, welche Topspieler noch in das Visier Kerimows geraten werden. Bereits jetzt kann sich der Kader von Anschi Machatschkala durchaus sehen lassen.
31.07.2011
Danzig in Polen feiert 750 Jahre Jahrmarkt des Heiligen Dominikus
Mit einem Fischmarkt, Märchenparadies, einer Meereskirmes und vielen weiteren kleineren Events wird der 750. Jahrmarkt des Heiligen Dominikus in Danzig bekleidet.
24.07.2011
Sommerkarneval in Kroatien 2011
In Pag findet der älteste, jedoch nicht der einzige Karneval in Kroatien statt. Mehrere tausend Touristen nehmen am Sommerkarneval in Kroatien teil.
