Ökosystem der Wolga
Das Ökosystem der Wolga. Mit dem Ausbau der Wolga (Staudämme, Wasserwerke) wurde die Landschaft verändert, aber auch natürlich das ganze ökologische System. Es gibt keinen natürlichen Flusslauf mehr. Die Wolga besteht aus einer Kette von 200 großen und kleinen Stauseen. Durch die Staudämme wurden viele Laichplätze vernichtet, und die Nahrungsgrundlage der Fische ging verloren. Viele Betriebe haben keine zuverlässigen und modernen Kläranlagen.
Man schätzt, dass fast die Hälfte der Abwässer der Städte und der Industrie ungeklärt in den Fluss gelangt. Die größten Verschmutzer sind die petrolchemischen und buntmetallurgischen Werke. Manche Fische darunter der wertvolle Wolgastör sind vom Aussterben bedroht. Die intensive Landwirtschaft beeinträchtigt die Wasserqualität des Stromes. Heute fließt die Wolga 8 km pro Tag und benötigt von der Quelle bis zur Mündung fast 1,5 Jahre. Damit ist auch das Selbstreinigungsvermögen drastisch zurückgegangen.
Die Wolga war schon immer bekannt für ihren Fischreichtum. Hier werden gefangen: Rotauge, Hering, Blei, Wobla, Hecht, Zander, Brasse, Barsch, Kaulbarsch, Wels, Karpfen, Sterlet und natürlich Stör, dessen Laich den berühmten Kaviar liefert.
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