Die Wolgadeutschen
Die ersten Wolgadeutschen kamen an die Wolga auf Einladung von Zarin Katharina II. 1762 unterschrieb sie 2 Manifeste, die die Deutschen zur Niederlassung in der Steppenzone Russlands aufriefen. Darin wurden bestimmte Privilegien bei der Ansiedlung garantiert. Bereits 1864 gab es an der Wolga 131 deutsche Kolonien. Wolgadeutsche sollten noch unbesiedelte Randgebiete an der Wolga erschließen und damit die Herrschaft Russlands sichern. Sie brachten natürlich nicht nur ihre fortgeschrittene Ackertechnik und ihre handwerklichen Fähigkeiten, sondern auch ihre Kultur mit.
Ihre Blütezeit erlebte die Wolgarepublik nach 1924. In 1924 wurde die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen ausgerufen. Sie umfasst eine Fläche von 30000 Quadratkilometer, war also größer als das heutige Bundesland Hessen und beherbergte eine Million Bewohner deutscher Abstammung in über 300 Dörfern und Kleinstädten. Diese Blütezeit der Selbstständigen Republik mit der deutschen Amtsprache war von kurzer Dauer. Im 1941 wurde das Staatsgebilde per Dekret durch Stalin aufgelöst. Die deutschen Bewohner wurden zwangsdeportiert.
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