Hum, Kroatien
Hum, Kroatien

Hum

Aus jedem Kroatien-Fremdenführer erfahren Sie sofort, dass die Stadt Hum (dt: Cholm) als die kleinste Stadt in der Welt gilt. Nach unterschiedlichen Angaben beträgt die Einwohnerschaft von Hum ca. 17 bis 25 Menschen – genaues erfährt man wahrscheinlich, wenn man hinfährt und die Einwohner einfach durchzählt. Schon lange gilt dieses winzige Städtchen zusammen mit Dubrovnik, den Makarski- Stränden und dem Amphitheater in der Stadt Pula als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Kroatien.

Die Architektur der Stadt Hum ist der von vielen großen kroatischen Urlaubsorten wie Rovinj, Split und Porec ähnlich. Der Unterschied liegt darin, dass Hum mit allen seinen 20 Gebäuden leicht in ein der Stadtviertel von z.B. Porec passen könnte. Nach einer Sage wurden alle Gebäude in Hum von einem Riesen gebaut. Die Bewohner von Hum zweifeln nicht an dieser Sage.

Das mittelalterliche Hum empfängt seine Gäste mit einem Willkommensgruß auf dem schweren Stadttor aus Kupfer. Durchs Stadttor eingetreten mussman nicht stundenlang im Labyrinth der engen mittelalterlichen Straßen umherirren - man gelangt sofort auf den Hauptplatz der Stadt. Den Platz wird verziert durch eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert.

Außer der altertümlichen Mauer, dem Stadttor und der Kirche gibt es in Hum noch die Post, ein Restaurant mit kroatischer Küche und ein Museum. Im Museum werden Sie mit der kurzen Stadtgeschichte bekannt gemacht, man zeigt Ihnen die typische Lebensweise der mittelalterlichen Kroaten und es wird Ihnen angeboten, etwas von den zahlreichen Souvenirs zu kaufen, die in einem der zwei Säle des Museums ausgestellt sind.

Die Winzigkeit der Stadt wurde ein weiteres Mal ironisch betont, als Peking, eine der größten Städte der Welt, als Partnerstadt von Hum ausgewählt wurde.


Kommentar

Kommentar (1)
H. Fischer (17.02.2011)
Kommentar: Was man auf keinen Fall versäumen sollte beim Besuch von Hum: - In der Friedhofskapelle, die etwas außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe steht, gibt es mittelalterliche Fresken zu betrachten. - Am Spätnachmittag in der (immer irgendwie kühleren) Veranda der Gaststätte ("Konoba") speisen und den langen Schatten nachsinnen, die sich in der Abendsonne über das bewaldete Tal zu Füßen der Stadt ausbreiten: Von dort kamen sie einst, die Eroberer, die - meist erfolglos! - den kleinen Ort einzunehmen gedachten...

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