Goldene Statue des Turkmenbaschi
Goldene Statue des Turkmenbaschi

Turkmenistan

Was bedeutet für Sie Turkmenistan? Das Land des inzwischen verstorbenen großen Serdars, des ewigen Präsidenten Turkmenbaschi? Unzählige Erdöl- und Gasbodenschätze? Oder endlose Wanderdüne der Wüste Karakumy und einsame Jurten der Nomaden? Wunderschöne handgemachte Teppiche? Oder weltberühmte graziöse Achal Tekkiner Rennpferde, in denen Mähnen sich der Wind verwickelt?


Turkmenistan verfügt über eines der reichsten kulturellen Erbes in Mittelasien und ist wohl für meisten Touristen zwar exotisch aber spannend. Als Wiege der altertümlichen Zivilisationen und eines der wichtigsten Zentren des Großen Seidenweges hat Turkmenistan eigenartige jahrhundertealte Traditionen, zahlreiche historische und kulturelle Denkmäler geerbt. Zu den berühmtesten Denkmälern zählt man die Ruinen der mittelalterlichen Stadt Merwa (6. Jahrhundert), der unter Denkmalschutz stehende architektonische Denkmäler der Stadt Kunja-Urgentsch, die Höhlenstadt Butentau, die Ruinen der Stadt Amul. Interessant sind auch zahlreiche uralte Festungen wie z.B. Diar-Bekir, Schachsenem, Dowkesen, Kultbauten wie z.B. das Mausoleum des Sultans Sandzara, das Mausoleum Kys-Bibi, Madrasah von Jusuf Chemadani. Mitten in Turkmenistan, in der kleinen Siedlung Anau befindet sich ein der wertvollsten archäologischen Funde, nämlich eine Siedlung aus der Bronzezeit, die über Existenz einer entwickelten Zivilisation in diesem Gebiet vor über 4 000 Jahren zeugt.


Auch die einzigartigen Naturlandschaften von Turkmenistan lassen niemanden kalt. Hier können Sie sowohl riesige Bergspitzen als auch den größten See der Welt, die das Kaspische Meer, aber auch das Grün der Oasen und Leblosigkeit der heißen Wüste Karakumy bewundern. Ein der einzigartigen Eigentümern von Turkmenistan ist das „Plateau der Dinosaurier“, das sich im Naturschutzgebiet Kugitangski befindet und in die UNESCO-Liste des Welterbes eingetragen ist.


In Turkmenistan gibt es einen weltweit nicht vergleichbaren Personenkult um in 2006 verstorbenen Präsidenten des Landes, Turkmenbaschi. Dieser hatte den Bewohnern des reichen Turkmenistan neben „ideologischer Klarheit“, vor allem wirtschaftliche Vorteile zugeteilt: Kostenlose Elektrizität, Gas, Wasser und Salz bekommen die Turkmenen immer noch geschenkt. Preise für Brennstoffe wie Öl oder Lebensmittel sind unbeschreiblich gering. Der Ex-Präsendent hatte schon zu Lebzeiten seine Präsenz mit teilweise goldenen Standbildern für die nächste Zeit garantiert – und wird noch für lange Zeit nicht aus dem Straßenbild wegzudenken sein. Selbst seine eigenen Bücher und Gedichte hat er in den Schulen zum Lehrstoff gemacht. Bezahlt haben die Turkmenen mit eingeschränkten demokratischen und persönlichen Rechten.


Das orientalisch gastfreundliche Turkmenistan ist bereit, die Reichtümer des Landes mit seinen (Urlaubs-)Gästen zu teilen. Die Menschen sind herzlich und wissbegierig und haben von einer langen Geschichte zu berichten.


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