Szekesfehervar
Hinter dem unaussprechbaren Stadtname Szekesfehervar verbirgt sich eine ganz interessante Geschichte von einer der hervorragenden Städte Ungarns. Einst befanden sich hier die königlichen Grüfte. Auch wurde hier zu Zeiten des ungarischen Königreichs die Krone des maygarischen Monarchen aufbewahrt.
Szekesfehervar wurde vom ungarischen Fürsten Géza im Jahre 970 zwischen den Sümpfen und Moräste im Raum zwischen Velencer- und Plattensee gegründet. Zu römischen Zeiten hieß die Stadt Alba Regia, was “die weiße königliche Stadt” bedeutet. Später hat der berühmte König Ishtvan, der Sohn von Géza, Szekesfehervar als seine Residenz gewählt. Damit zählt diese Stadt zu den historischen Hauptstädten Ungarns, unter denen auch Estregom und Vishegrad zu finden sind.
Es ist in der Stadt leider kein einziges Gebäude aus den Regierungszeiten des Heiligen Ishtavan erhalten geblieben. Erhalten geblieben ist die Kirche der Heiligen Anna aus dem Mittelalter. Diese wurde auf der Stelle des vorherigen Dom von Alba Regia gebaut.
Die Stadt Szekesfehervar und ihr heutiges historisches Zentrum sind die Werke der Architekten des 18. Jahrhunderts. Nach den zerstörerischen Kriegen, nach eineinhalb Jahrhunderten Herrschaft des Osmanischen Reiches, eben im Laufe von 1730 bis 1780, wurde die Stadt unter der Regentschaft der österreichischen Monarchen praktisch neu gebaut. In damaligen Zeiten gebaute Dome, Villen und Läden demonstrieren derzeitigen Gästen der Stadt die Anhänglichkeit ihrer Schöpfer an die charakteristischen Stile wie den Barockstil, den Rokokostil und den Neoklassizismus.
Das Schloss, das Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, gilt wohl als die hervorragende Sehenswürdigkeit in Szekesfehervar. Das am Stadtrand stehende Schloss trägt den Namen des Architekten Bori. Die Originalität dieses Schlosses besteht nicht nur in der bei seinem Bau verwendeten Stilvielfalt, sondern auch im Prozess des Baues. Bori war der einzige, der dieses Schloss aufbaute. Das Schloss von Bori ist das Resultat der Bemühungen von einem einzigen Mann.
Gemütliche Gassen und dieses bewundernswerte Schloss in Szekesfehervar ermöglichen der Stadt auch heute noch die Hauptstadt zu bleiben. Nur ist sie nicht die administrative Hauptstadt, sondern die Hauptstadt des romantischen Ungarn.
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