Werbung in Minsk
Werbung in Minsk

Plakatwände in Minsk

Minsk ist vielleicht eine der wenigen Städte Europas mit solchem Reichtum an Sozialwerbung. Praktisch auf allen großen Verkehrsadern und Straßen der Stadt kann man Plakate mit der Werbung gegen AIDS treffen, über freiwillige Hilfe der Miliz sowie auch Bilder der Menschen aus allen Sozialschichten, von Schülern bis zum Rentner. Und sie alle werden von der Losung „Für Weißrussland“ begleitet.Die Plakate „Für Weißrussland“ blieben auch während der letzten Wahlkampagne hängen. Sie galten als inofizielle Werbung zur Unterstützung des Präsidenten Lukaschenko.


Außer Sozialwerbung gibt es in Minsk natürlich auch gewöhnliche kommerzielle Werbung. Es gibt hier nicht so viel davon, wie in anderen osteuropäischen Hauptstädten der Nachbarländer (Kiew, Warschau und Moskau). Die werbungsreichsten Bezirke in Minsk sind Nemiga und Bogdanowitschstraße sowie auch der Prospekt der Unabhängigkeit (früher trug er den Namen von Franzisk Skorina). Die Hauptwerbungsgeber sind koreanische Hersteller der Haushaltsgeräte und Tabakgesellschaften.


Das letzte Know-How auf dem Gebiet der Außenwerbung in Minsk sind große Plasmabildschirme. Sie hat man auf einigen großen Plätzen der Stadt aufgestellt: auf dem Jakub Kolas Platz, auf dem Platz der Unabhängigkeit, auf dem Oktiabrskaja Platz. Die kleineren Bildschirme  hat man an den Minsker U-Bahn-Stationen aufgestellt. Nach den offiziellen  Berechnungen werden sich diese Anlagen nicht früher als in 5 Jahren bezahlt machen.


Im verborgenen blüht aber in Minsk noch eine ganz andere Kunst – die des Plakatmalers. Für neue Kinoproduktionen zum Beispiel: Anstelle der im Westen millionenfach gedruckten riesigen Plakatwände werden die großen Kinoplakate in Minsk noch mit der Hand gemalt – kleine Kunstwerke vor den Lichtspielhäusern. Noch ist der Plakatmaler einfach viel billiger als der aufwendige Druck von kleinen Auflagen. Plakatmaler in Minsk haben noch viel Arbeit …


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