Museum der Steine
Eine einzigartige Sammlung einmaliger Steine ist das Museum der Steine in Minsk. Das Museum befindet sich in Urutschje, in einem der östlichen Bezirke der weißrussischen Hauptstadt. Die Ausstellung bilden riesengroße Steine, die unter freiem Himmel ausgestellt sind, und zwar auf dem Territorium, das etwa 10 Fußballfelder groß ist. Die weißrussischen Geologen erklären, das diese Steine (Findlinge) eine ziemlich seltene geologische Formationen darstellen. Die im Museum ausgestellten Steine sind Zeugen der letzten Eiszeit auf unserem Planeten. Um diese Ausstellung zu schaffen, hat man Findlinge aus ganz Weißrussland in das Museum nach Urutschje gebracht.
Das Gelände der Steine ist in einer malerischen Gegend gelegen, in einem Tal in dem einmal ein Fluß war. Jetzt ist von ihm nur ein kleines Bächlein übrig geblieben. Die Ausstellung selbst stellt nicht nur Aufhäufung großer Steine dar. Die Steine in diesem wunderschönen Museum sind absichtlich so ausgelegt, dass sie die geographische Karte von Weißrussland mit Grenzen und Städten bilden.
Im Museum gibt es seltene Exponate mit reicher Geschichte, «die Perlen» der Sammlung. So diente einmal einer der Steine als das Zentrum des heidischen Götzentempels, der bis auf 1927 in der Gegend der heutigen Krasnoarmejskaja-Strasse in Minsk existiert hat. Der Überlieferung zufolge besaß dieser große Stein wundertätige Kraft und konnte Unfruchtbarkeit heilen. Daneben gab es eine Quelle mit Heilwasser. Mit dem Machtantritt der Bolschewiki wurde die Quelle zugeschüttet und die Opferpriester wurden gemaßregelt. In den 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts, gerade als das Museum der Steine gegründet wurde, hat man diesen großen Stein hierher transportiert.
Die Gründer des Museums der Steine sagen im Spass, dass sich die Gelehrten der Zukunft in einigen Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden auch den Kopf darüber zerbrechen werden, was das für ein Ort war und welche Aufgabe er hatte. Etwa genau so, wie sich die heutigen Archäologen den Kopf über die Rätsel von Stonehenge oder von der Osterinsel zerbrechen.
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Kommentar
| Lutz (31.08.2008) |
| Poezdka (31.08.2008) |
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