Swjato-Uspenski Sobor
In der Nähe der Stadt Slonim bei Grodno, am Ufer des Flusses Schtschara im Dorf Zhirowitschi befindet sich ein der für weißrussische Christen sehr wichtigster und hochgeschätzter Ort – das Swjato-Uspenski Kloster. Während seiner 500-jährigen Geschichte wurde das Kloster Swjato-Uspenski von Zhirowitschi zum größten geistlichen Zentrum, das historisch sehr eng mit orthodoxer, katholischer und uniatischer Kirche verbunden ist. Die Swjato-Uspenski Kathedrale, wo sich seit der Gründung des Gotteshauses eine der Hauptheiligtümer von Belarus, die wundertätige Ikone der Mutter Gottes, befindet, ist „das Herz“ des Kirchenkomplexes von Zhirowitschi.
Die Geschichte der Errichtung der Kathedrale „Swjato-Uspenski Sobor“ begann im Jahre 1470 (nach anderen Quellen im Jahre 1494), als die Figur der Mutter Gottes erschien, die das göttliche Licht strahlte. Genau auf dieser Stelle ließ der Schatzmeister des Fürstentums Litauen, Bojar Alexander Soltan, eine Holzkirche der Mutter Gottes zu Ehre bauen. Doch 1520 wegen eines starken Brandes verbrannte die Kirche. 1613 wurde hier ein Steinbau, das Hauptgotteshaus des Klosters – die Mariä Himmelfahrt-Kathedrale gegründet. 1650 wurde die Kathedrale fertig gebaut.
Die Größe der monumentalen Kuppelkathedrale, die im Barockstil errichtet ist, versetzt in Staunen: Länge des Gebäudes ca. 55 m, Höhe ca. 40 m. Die Kathedrale hat drei zusätzliche Altäre für Gottesdienste: Mariä Schutz und Fürbitte-Altar im nördlichen Teil, Altar Swjato-Uspenski im zentralen Teil und Altar zu Ehre dem Johannes dem Täufer im südlichen Teil. An südlichen Teil der Kathedrale grenzt die Kirche des Heiligen Nikolaus des Wundertäters (die Kirche Swjato-Nikolskaja) an. Dank dem großen und gut beleuchteten inneren Raum, der Plastik der Dekorationen und einzigartigen Fresken hat die Innenausstattung der Kathedrale eine besondere Feierlichkeit. Nach der Rekonstruktion, die 1828 durchgeführt wurde, bekam die Fassade der Kathedrale einige Züge des Klassizismus indem der Barockstil in der Innenausstattung erhalten blieb.
Bis zum 19. Jahrhundert bewahrte man in der Kathedrale einzigartige weißrussische Handschrift des 15. Jahrhunderts „Evangelium von Zhirowitschi“ oder anders genannt „Evangelium von Sapega“ auf, das sich jetzt in der wissenschaftlichen Bibliothek der litauischen Akademie für Wissenschaft befindet. Doch das Hauptheiligtum der Kathedrale, die von Geistlichen der Kirche sorgfältig aufbewahrt wird, ist die heilige wundertätige Ikone der Mutter Gottes, die in die Liste der 100 nicht nur in Weißrussland sondern auch in der ganzen Welt hochgeschätzten orthodoxen Ikonen eingetragen ist.
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