Pilgern nach Arkaim
(Russland)
Die uralte Stadt Arkaim mit Stonehenge zu vergleichen und diese Stätte aus diesem Grund als das russische Stonehenge zu vergleichen, könnte vielleicht etwas weit hergeholt sein. Insbesondere wären die Menschen von Arkaim enttäuscht sein, die ähnlich wie in England noch viele Überreste dieser uralten Kultur erwarten.
Auf dem ersten Blick ist Arkaim still, fast tot und weit und breit befindet sich nichts weiter als die unendliche Weite einer faszinierenden Steppenlandschaft in Russland. Arkaim ist dennoch das neue Ziel vieler Esoteriker, Schamanen, an die Kraft des Universums glaubender Menschen und Seelensucher. Zwar finden in Arkaim immer noch wissenschaftliche Untersuchungen statt, jedoch wurde das rund 20.000 m² große Areal bereits für den Tourismus geöffnet. Auf den Landkarten findet man die als Spiralstadt bekannt gewordene Stadt nördlich von Kasachstan, auf dem Gebiet der heutigen Russischen Föderation, immer noch im Südural und in unmittelbarer Nähe der Stadt Tscheljabinsk. Bereits 1973 entdeckte man in dieser eher trostlosen und menschenleeren Steppe die Stadt „Sintashta“ und aufgrund einer Überschwemmung entdeckte man 1987 nachfolgend die Stadt Arkaim. Um beide Ausgrabungsorte Russlands zu entdecken, empfiehlt es sich in Tscheljabinsk nach Ferienwohnungen Ausschau zu halten und die Reise von dieser Ferienwohnung in Tscheljabinks zu beginnen. Man darf sich auch gern an wissenschaftliche Exkursionen beteiligen. Wenn man an die Kraft des Universums glaubt, kann man den Pilgerern folgen und bereits am frühen Morgen die ersten Sonnenstrahlen auf energetische Weise einfangen. Derzeit ordnen die Wissenschaftler die Stadt Arkaim der Bronzezeit zu und dort in den Zeitraum von 1900-1700 vor Christus. Man schätzt, dass diese Anlage aus sich ewig gleichenden Häusern in zwei Ringen angeordnet somit etwa 1000 Jahre älter ist wie Troja und vielleicht sogar die älteste Stadt nördlich des Kaukasus. Interessant ist die Formation der Häuser. Sie sind mit dicken Mauern, die bis zu 5 Metern dick wie auch hoch erschaffen und ausgerichtet wurden. Der Sinn und der Zweck dieser Stadt Arkaim in einer der dünn besiedelten Regionen der Welt ist jedoch noch spekulativ. Während einige Wissenschaftler die Theorie verfolgen, dass man die meterdicken Stadtmauern als Schutzraum für wertvolle Schätze des Urals am Grenzgebiet Europa und Asien verwandte, glauben andere auch in Arkaim eine Kultstätte entdeckt zu haben. So nimmt man beispielsweise an, dass es sich hier um die Sintashata Kultur oder auch Petrovka-Kultur mit Ursprung aus der Indo-arischen Kultur handelt. Die Arier kannten bereits Feuertempel und gelten bis heute als die ersten Feueranbeter.
Katja Elflein
Foto: Pixelio.de Martina Bohner
Datum: 08.03.2010
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