Tatverdächtiger Anschlag Weißrussland verhaftet
(Weißrussland)
Zwei Tage nach dem schrecklichen Bombenattentat in Minsk in einer U-Bahn-Station, bei dem 12 Menschen starben und rund 190 Passanten zum Teil schwer verletzt wurden, haben die ermittelnden Behörden in Weißrussland einen Tatverdächtigen festnehmen können. Die Behörden in Minsk teilten der Presse mit, dass der Mann auf einem Überwachungsvideo zu sehen sei, wie er eine Tasche in der U-Bahn-Station abgestellt habe.
Wird das Attentat von Minsk nun aufgeklärt?
Außer dem Mann, der auf dem Video zu sehen ist, haben die ermittelnden Behörden zudem einen vermeintlichen Komplizen festgenommen. Die beiden Inhaftierten werden aktuell vom Geheimdienst einem gründlichen Verhör unterzogen, so die Generalstaatsanwaltschaft in der Hauptstadt von Weißrussland nach einer Meldung der unabhängigen Agentur Belapan. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen weißrussischen Staatsbürger handeln. Sollte der Mann der Tat überführt werden, könnte ihm die Todesstrafe drohen: Weißrussland ist das einzige Land in Europa, in dem die Todesstrafe noch als Strafmaß genutzt wird. Zum Tatmotiv gibt es bis dato noch keine offiziellen Verlautbarungen seitens der Behörden aus Minsk.
Staatstrauer in Weißrussland
Für den heutigen Mittwoch wurde in Weißrussland offiziell Staatstrauer verhängt worden, um den Opfern des Bombenattentats in der U-Bahn in Minsk zu gedenken. An sämtlichen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen hingen die Fahnen auf Halbmast. Zum Teil wurden im ganzen Land Feste und Events abgesagt. Während die beiden Verdächtigen vom Geheimdienst verhört werden, wird am Tatort in der Metro-Station weiterhin akribisch nach Spuren und Hinweisen gesucht. Zu den Untersuchungen in der U-Bahn-Station wurden sieben Experten aus Israel hinzugezogen, um die weißrussischen Fahnder bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Überall in der Welt äußerten sich die Staatsoberhäupter zu dem schrecklichen Attentat und sprachen der Bevölkerung in Weißrussland ihr Bedauern und ihr Mitgefühl aus. Der russische Botschafter legte am Ort des Geschehens in Minsk einen Kranz zum Gedenken für die Opfer des feigen Anschlags nieder.
Christian Bathen
Foto: Rike / pixelio.de
Datum: 13.04.2011
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