Zugverbindung Plauen - Tschechien in Kürze wieder passierbar
Zugverbindung Plauen - Tschechien in Kürze wieder passierbar
Die Eisenbahntrasse zwischen Plauen in Sachsen und der Tschechischen Republik ist derzeit noch unterbrochen und deshalb außer Betrieb, da dort ein in die Jahre gekommenes Brückenbauwerk ausgetauscht werden musste. Das bisherige Viadukt hatte nun schon über 130 Jahre alt, stammt also noch aus den Anfängen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert. Weil das Viadukt baufällig und marode geworden war und zudem den Anforderungen des modernen Zugverkehrs nicht mehr entsprochen hatte, entschied sich die Deutsche Bahn für die kostspielige Baumaßnahme im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Das Gesamtvolumen des Bauauftrags der von einer deutschen Firma ausgeführt wurde, liegt bei 5 Millionen Euro.
Dieser Tage wurde das 650 Tonnen schwere Brückendach vorinstalliert, so dass nun nur noch abschließende Schweiß- und Gussarbeiten zu erledigen sind, bevor die Bahnstrecke von Plauen bis nach Tschechien am 26. Oktober 2008 wieder für den regulären Eisenbahn-Betrieb freigegeben werden kann. Die über drei Stunden dauernde Montage des Stahlkolosses geriet zum Spektakel, das einige Dutzend Schaulustige aus der näheren Umgebung an die zukünftige Rosenbachtalbrücke lockte. Auch Bauarbeiten können zu einem lokalen Event werden.
Der Brückenaustausch wurde neben den bereits angesprochenen Sicherheitsgründen auch deshalb notwendig, um in Zukunft wieder einen reibungslosen Zugverkehr zwischen Plauen und Tschechien gewährleisten zu können. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters der bisherigen Brücke mussten Schnellzüge ihr Tempo deutlich drosseln, was nun wieder entfallen kann. Die Strecke ist ein wichtiger Weg für Urlauber nach Tschechien Geschwindigkeit ist sowohl für den Urlaubsreisenden alsauch für den Geschäftsreisenden ein wichtiger Faktor bei der Auswahl des Transportmittels.
Datum: 16.10.2008