Covasna zwischen Kurort, Technik und Kultur
File:RO CV Covasna Voinești schoolhouse.jpg
Foto: Andrei Stroe via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 ro
Covasna zwischen Kurort und Technikgeschichte
Covasna ist ein Kurort mit markanten Zeugnissen der Heilbad-, Technik- und Kulturgeschichte. Balta Dracului wurde 1881 als öffentliches Bad eröffnet und zunächst zur Behandlung von Rheuma eingesetzt. Der Ort bietet dadurch einen konkreten historischen Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit der Entwicklung von Covasna.
Im Gebiet des Valea Zânelor in der Stadt Covasna befindet sich der Planul Înclinat, ein in Europa einzigartiges technisches Denkmal. Die Anlage ist 1.236 Meter lang und weist zwischen ihren Stationen einen Höhenunterschied von 327 Metern auf. Der Planul Înclinat nutzt die Schwerkraft, um mit Holz beladene Wagen ohne andere Energiequellen über eine geneigte Strecke zu transportieren. Für Besucher, die technische Geschichte anschaulich nachvollziehen möchten, gehört dieses Bauwerk zu den besonders konkreten Zielen des Ortes.
Valea Zânelor und die dakische Festung
Zur Landschaft im Valea Zânelor gehört auch die Cascada de sub Șiclău. Der Wasserfall liegt in der Nähe des Planul Înclinat, etwa 100–150 Meter flussaufwärts von der Wasseraufbereitungsanlage von Covasna. Die ungefähre Entfernung beschreibt die Lage innerhalb dieses Bereichs, ohne eine exakte Wegstrecke durch das Gelände vorzugeben.
Cetatea Zânelor befindet sich auf dem 960 Meter hohen Muntele Cetății zwischen dem Pârâul Cetății und dem Pârâul Mișca. In den Fels geschnittene antike Terrassen prägen die Anlage. Cetatea Zânelor ist eine der größten und am besten erhaltenen dakischen Festungen außerhalb des Orăștie-Gebirges und gilt aufgrund ihres terrassenförmigen Befestigungssystems als einzigartig in der dakischen Welt.
Kunst, Erinnerung und regionale Geschichte
Neben den technischen Denkmälern gehören mehrere kulturelle Orte zum Bild von Covasna und seiner Umgebung. Bazarul ist eine Rekonstruktion des Basars, der bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts neben der Balta Dracului betrieben wurde. Die Kádár-László-Kunstgalerie in Covasna zeigt Ausstellungen aus den Bereichen Malerei, Grafik und bildende Kunst. Zu sehen sind Werke lokaler Künstler sowie etablierter Kunstschaffender aus Rumänien und dem Ausland.
In Chiuruș ist eine Statue Kőrösi Csoma Sándor gewidmet, einem Linguisten und Reisenden des 19. Jahrhunderts, der mit dem ersten tibetisch-englischen Wörterbuch verbunden ist. In Chiuruș befindet sich außerdem eine Nachbildung des imaginären Csoma-Hauses mit einem Gedenkraum und einer zeitgenössischen Szekler-Zimmerausstattung. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Statue erinnert an eine historische Persönlichkeit, während das Csoma-Haus einen Gedenkraum und eine regionale Innenraumgestaltung zeigt.
Bahn und Erlebnisse für unterschiedliche Generationen
Die lokale Bahnlinie 404 zwischen Sfântu Gheorghe und Brețcu führt durch den Kurort Covasna. Von der Bahnstation Covasna fahren Busse ins Zentrum des Kurorts. Für die weitere Orientierung rund um Valea Zânelor sind außerdem die Abschnitte der CFF zwischen Comandău und Valea Zânelor relevant, die derzeit touristisch genutzt werden.
Eine von einer Dampflokomotive gezogene Freizeiteisenbahn fährt durch das Valea Zânelor und bietet Kindern und Erwachsenen eine Fahrt. Besucher können Mineralwasser aus den Quellen im Valea Hankó–Horgász probieren. Diese beiden Angebote sprechen unterschiedliche Interessen an: Die Eisenbahnfahrt macht die industrielle Tradition als Ausflug erlebbar, während die Quellen den Kurortcharakter von Covasna um einen konkreten regionalen Bezug ergänzen.
Weitere Reiseziele neben Covasna sind Baraolt, Târgu Secuiesc, Bățanii Mici, Turia, Micfalău, Sfântu Gheorghe, Ilieni und Comandău.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Covasna.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com