Putna: Klöster, Kirchen und Via Transilvanica

File:Romania Putna Putna River (Moldova) near Putna Village.jpg File:Romania Putna Putna River (Moldova) near Putna Village.jpg Foto: Alexander Klink via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Die Via Transilvanica beginnt in der Bukowina, genauer gesagt bei der Mănăstirea Putna; ihr Bukowina-Abschnitt ist 144 Kilometer lang und führt in Richtung der Senke von Sucevița.

Kultur

Die Mănăstirea Putna ist ein orthodoxes Kloster und eines der wichtigsten kulturellen, religiösen und künstlerischen Zentren Rumäniens. Ștefan cel Mare errichtete sie zwischen 1466 und 1469. Zu Ehren des Gründers findet am 2. Juli innerhalb ihrer Mauern eine besondere Militärzeremonie statt, die bereits zu einer Tradition geworden ist.

Das mittelalterliche Museum der Mănăstirea Putna bewahrt Manuskripte, Stickereien aus den Werkstätten des Klosters, Kirchen- und Lehrbücher, kirchliche Kostbarkeiten sowie Keramikobjekte auf. Das Verzieren von Eiern, „Închistritul ouălor“, ist in Putna ein seit ältester Zeit bekannter Brauch. Die Kunsthandwerkerinnen verwenden dabei ein einfaches Werkzeug, das jede Meisterin selbst anfertigt und das im Volksmund den Namen „chișiță“ trägt.

Die Biserica „Nașterea Maicii Domnului“ in Putna wurde zwischen 1900 und 1908 von rumänisch-orthodoxen Gläubigen aus dem Ort mit Unterstützung des Kirchlichen Fonds der Bukowina errichtet. Die Holzkirche „Intrarea Maicii Domnului în Biserică“, auch als Holzkirche „Dragoș Vodă“ oder Schitul Putna bekannt, ist der Überlieferung zufolge auf die Mitte des 14. Jahrhunderts zu datieren. Diese Holzkirche dient heute als Kapelle und Museum.

Sakrale Orte

Die ursprüngliche Biserica „Bunavestire“ der Mănăstirea Sihăstria Putnei wurde zwischen 1754 und 1758 errichtet. Im Zuge von Restaurierungsarbeiten wurde sie von 1990 bis 1996 von Grund auf wiederaufgebaut und am 29. September 1996 geweiht. In der Biserica „Bunavestire“ befindet sich ein Reliquienschrein mit den Reliquien der ehrwürdigen Äbte Sila, Natan und Paisie.

Die Mănăstirea Sihăstria Putnei umfasst vier Gotteshäuser: zwei kleine Kapellen mit den Patrozinien „Sfântul Ioan Evanghelistul“ und „Acoperământul Maicii Domnului“, die Biserica „Buna Vestire“ sowie die große Kirche „Izvorul Tămăduirii“. Das Kloster wird von Pilgern wegen der dort gefeierten Gottesdienste aufgesucht.

Die Biserica „Acoperământul Maicii Domnului“, auch „Biserica de la izvor“ genannt, liegt auf der linken Seite 200 Meter vor dem Eingang zur Mănăstirea Sihăstria Putnei. Neben ihr befindet sich der Izvorul Starețului Sila, den viele Gläubige aufsuchen, um gesegnetes Wasser zu holen.

Wege und Landschaft

Die Mănăstirea Putna liegt etwa 1,5 Kilometer vom Bahnhof Putna entfernt. Zwischen Mănăstirea Putna und Mănăstirea Sihăstria Putnei liegen 3,7 Kilometer, die zu Fuß zurückgelegt werden können. Die unterschiedlichen Distanzen helfen, kurze Wege und längere Vorhaben bei der Planung auseinanderzuhalten.

Die Chilia lui Daniil Sihastrul ist eine in einen Felsen gehauene Grotte im Tal des Baches Vițău, etwa 1 Kilometer von der Mănăstirea Putna entfernt. In ihr sind noch Pronaos, Naos und Altar einer in den Felsen gehauenen Kapelle sichtbar; darunter befindet sich eine ebenfalls in den Stein gehauene Zelle. Poiana Sihăstriei ist eine breite, helle Lichtung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Comuna Putna.

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