Kloster Dragomirna – Kirchen, Museum und Umgebung
File:Monestir de Dragomirna - Església.jpg
Foto: Josep Renalias Lohen11 via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Kloster Dragomirna: Die Große Kirche war 1609 fertiggestellt und wurde am 1. September 1609 geweiht. Sie ist 9,60 Meter breit, ihre Turmspitze erreicht 42 Meter Höhe.
Kultur
Die Große Kirche verwendet traditionelle architektonische Elemente des moldauischen Stils mit Einflüssen aus den Nachbarländern. Ihre Fassaden bestehen aus unbearbeitetem Stein; dekorative Pilaster wurden aus behauenen und polierten Steinblöcken gestaltet. Nur das Naos und der Altar bewahren originale byzantinische Fresken.
Die Inschrift über dem Eingang der ehemaligen Einsiedlerkirche, der Kleinen Kirche des Klosters Dragomirna, datiert den Beginn des Klosters auf das Jahr 1602. Die Kleine Kirche besitzt außerdem eine offene polygonale Vorhalle auf Säulen.
Die Befestigungsmauern des Klosters Dragomirna wurden 1627 vom Herrscher Miron Barnovschi errichtet. Die befestigte Anlage umfasst einen Glockenturm und vier Wehrtürme an den vier Ecken der Umfriedung. Die Mauern sind ungefähr 11 Meter hoch.
Das ehemalige Egumenia- beziehungsweise Refektoriumsgebäude beherbergt heute das Klostermuseum. Das Museum umfasst Manuskripte aus den Jahren 1609, 1610, 1611 und 1616. In Dragomirna bestand eine Schule für Kalligrafen und Miniaturmaler; Manuskripte aus dieser Schule werden im Klostermuseum aufbewahrt.
Die Psalterhandschrift von Dragomirna aus dem Jahr 1616 ist auf Pergament geschrieben und umfasst 25 Lagen. Die Malschule des Klosters fertigte nach ihrem Vorbild Reproduktionen der Illustrationen und Texte an. Zum Anastasie-Crimca-Museum im Kloster gehören ein gotischer Saal, die Zelle des Heiligen Paisius, ein Lapidarium, ein Raum für Faksimiles von Miniaturen und ein Raum für Pfarrsiegel.
Natur
Das Kloster Dragomirna liegt innerhalb von Befestigungsmauern und spiegelt sich in einem nahe gelegenen See. Im nahen Umfeld von Dragomirna umfasst das Buchenreservat ungefähr 134,80 Hektar und hat einen zu etwa 97 Prozent natürlichen Ursprung.
Über den als „Trei meri“ bekannten Waldweg ist das Buchenreservat auf einer Strecke von 1,6 Kilometern erreichbar. Fântâna Doamnei liegt im nahen Umfeld etwa einen Kilometer nördlich des Klosters am Bächlein Dragomirna und neben dem Weg, der vom Dorf Dragomirna in den Wald führt.
Wege
Die offizielle Anfahrt zum Kloster Dragomirna führt durch Mitocu Dragomirnei; etwa 3 Kilometer nach dem Ort erreicht man das Kloster.
Eine Fahrrad-Rundroute beginnt in der Nähe des Sees beim Kloster Dragomirna. Die Fahrradroute Dragomirna–Călinești–Dragomirna ist als mittelschwer eingestuft und 45,8 Kilometer lang. Sie verläuft über Wald- und Schotterwege und durchquert Wälder, Hügel und Dörfer der Umgebung.
Unterschiedliche Streckenlängen lassen sich für die eigene Planung getrennt einordnen.
Damit stehen am selben Zielpunkt eine kurze Waldverbindung, eine längere mittelschwere Fahrradrunde und die historischen Räume des Klosters nebeneinander. Für die Tagesplanung lassen sich Natur, Bewegung und Kultur als unterschiedliche Schwerpunkte getrennt betrachten und klar voneinander unterscheiden.
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