Solkan: Brücke, Soča und Kultur

File:Nova Goriza Solkan-Brücke 3.JPG File:Nova Goriza Solkan-Brücke 3.JPG Foto: Zairon via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Solkan verbindet ein außergewöhnliches Eisenbahn-Bauwerk mit Wassersport an der Soča, Kultur und lokalen Traditionen. Die Solkan-Brücke besitzt einen 85 Meter weit gespannten steinernen Bogen, den größten steinernen Bogen auf Eisenbahnstrecken weltweit.

Kultur

Zur Baukultur gehört die Villa Bartolomei, ein zweigeschossiges spätbarockes Gebäude mit einem steinernen Portal im Erdgeschoss und einem eisernen Balkon im ersten Stock. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten kann sie nach vorheriger Reservierung besichtigt werden. Auch die Solkan-Brücke hat einen geschützten Status: Seit 1985 ist sie ein technisches Denkmal.

Die heutige St.-Stephans-Kirche in Solkan wurde 1566 erbaut und 1657 barockisiert. Damit stehen an einem Ort unterschiedliche Epochen nebeneinander, von der spätbarocken Architektur der Villa bis zur älteren, später barockisierten Kirche.

Wasser

Das Kajakzentrum Solkan an der Soča ist das nationale Zentrum Sloweniens für Wildwasserkajak. Angeboten werden Kajakkurse, Rafting, geführte Touren und der Verleih von Ausrüstung. Außerdem veranstaltet das Kajakzentrum nationale und internationale Wettbewerbe. Die Bandbreite reicht damit von Kursen und geführten Aktivitäten bis zu sportlichen Veranstaltungen mit nationaler und internationaler Beteiligung.

Der Soča Fun Park ist ein Abenteuerpark am rechten Ufer der Soča in Solkan. Er umfasst fünf Parcours und 55 verschiedene Elemente. Für Kinder von fünf bis neun Jahren gibt es einen eigenen Bereich. Daneben steht ein zentraler Bereich in drei bis zwölf Metern Höhe für Jugendliche und Erwachsene zur Verfügung.

Am linken Ufer der Soča in Solkan gibt es einen leicht zugänglichen und hergerichteten Bereich, der im Sommer zur Erfrischung einlädt. Eine weitere besondere Aktivität sind Bungee-Sprünge von der Straßenbrücke in Solkan, die seit 1993 angeboten werden.

Natur

Oberhalb von Solkan führt die Wanderroute zur Sveta Gora durch Tunnel und Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg. Der Weg verbindet damit eine Wanderroute mit erhaltenen Spuren der Kriegsgeschichte, ohne dass die historischen Elemente vom Verlauf der Strecke zu trennen sind.

Lokale Traditionen

Eine kulinarische Besonderheit des Umfelds ist der Goriški radič, auch „sukénski régut“ genannt. Er ist eine lokale Spezialität, deren Anbau besonders in der Umgebung von Solkan erhalten geblieben ist. Bei seiner Herstellung werden die Pflanzen im Spätherbst ausgegraben und in warmen Innenräumen zur Ausbildung von Köpfen gebracht.

Die ethnologische Sammlung „Stara solkanska mizarska delavnica“ erinnert an die alte Tischlertradition von Solkan. Sie ergänzt die historischen Bauwerke um einen Einblick in ein traditionelles Handwerk, das mit dem Ort verbunden ist.

Für die Fortbewegung wurde in Solkan an einem Wendeplatz ein Mobilitätshub mit Ladestationen für Elektroautos und Fahrräder sowie einer smarten Bank eingerichtet.

Weitere Ziele: Šempas, Renče, Kambreško, Podsabotin, Miren, Kanal, Plave, Kojsko

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nova Gorica.

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