Hybrálec: Kapelle und Bergbaugeschichte im Jihlavaer Erzrevier
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Foto: MartinVeselka via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Hybrálec liegt im historischen Jihlavaer Erzrevier und entstand durch deutsche Besiedlung im mittleren Teil der damaligen Českomoravská vrchovina. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1315; damals trug der Ort den Namen Eberharsdorf. Gegründet wurde Hybrálec zur Bewachung der wichtigen Handelsroute von Jihlava nach Humpolec. Diese historischen Bezüge geben dem Ort einen klaren Rahmen zwischen Siedlungsgeschichte, Handelswegen und Bergbau.
Geschichte
Ein markantes Zeugnis der Ortsgeschichte ist die Kapelle sv. Václava. Der spätbarocke Sakralbau volkstümlicher Prägung wurde 1828–1829 als dominantes Gebäude auf dem Dorfplatz errichtet. Seine Fassade ist durch Pilaster gegliedert und besitzt einen Volutengiebel sowie einen kleinen Dachreiter. Die Kapelle sv. Václava steht einschließlich des Grundstücks unter Denkmalschutz.
Baukultur und Bergbau
Zur Geschichte des Bergbaus gehört die Štola sv. Jana Nepomuckého, die auch Trpasličí jeskyně heißt. Sie wurde 1776 geöffnet und erreichte nach einigen Jahren Betrieb eine Länge von 330 Metern. Heute ist die Štola sv. Jana Nepomuckého derzeit unzugänglich und überflutet.
Wege
Zur Štola sv. Jana Nepomuckého gelangt man vom Parkplatz nahe dem Teich Borovinka über die Abzweigung Hybrálec von der Straße Nr. 38. Der Weg führt über den Damm des Teichs und am Wald entlang. Eine weitere Verbindung zum Thema Bergbau bietet die Hornická naučná stezka. Sie verläuft über Orte mit deutlich sichtbaren Überresten des Bergbaus und macht Besuchern die vergangene Geschichte des Jihlavaer Silberbergbaus näher.
Auch der Große touristische Rundweg um Jihlava führt durch Hybrálec. Sein Verlauf reicht von Rantířov über Plandry und Hybrálec bis nach Zborná. Für die eigene Planung lassen sich die verschiedenen Wegtypen getrennt betrachten: Eine Strecke führt zu einem einzelnen historischen Ort, während der Rundweg mehrere Stationen miteinander verbindet. Die Namen der Orte und Wege helfen, diese Verläufe gedanklich auseinanderzuhalten. So stehen ein auf die Štola bezogener Weg, eine Route mit Bergbauresten an mehreren Orten und ein größerer Rundweg als unterschiedliche Wegverläufe nebeneinander.
Die beschriebene Strecke zur Štola, die Hornická naučná stezka und der Große touristische Rundweg unterscheiden sich damit in ihrer Form: Im ersten Fall steht ein einzelnes Ziel im Vordergrund, im zweiten mehrere Orte mit Bergbauresten und im dritten eine fest benannte Abfolge von Ortschaften.
Termin
Für den 29. August 2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr ist der Memoriál Františka Škorpíka auf dem Fußballplatz von Hybrálec angekündigt.
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