Ganja: Kultur, Parks und regionale Küche
Unterkünfte in Ganja
Ganja verbindet historische Bauwerke und Museen mit Parks, Radwegen und einer eigenständigen Esskultur.
Kurzfakten zu Ganja
Ganja liegt an der Bahnstrecke und der Fernstraße zwischen Baku und Tiflis und verfügt über einen internationalen Flughafen. Zu den prägenden historischen Bauwerken zählen Moscheen, Kirchen und Mausoleen; Museen, Parks und Angebote für Freizeit und Handwerk ergänzen das Bild. Auch die Küche hat regionale Besonderheiten: Ganja-Pakhlava und die joghurtbasierte Suppe Dovga sind zwei Beispiele.
Welche historischen Orte können Sie entdecken?
Die Shah-Abbas-Moschee, auch Juma-Moschee genannt, wurde 1606 im Auftrag des Safawidenherrschers Shah Abbas erbaut. Sie entstand nach dem Entwurf des Architekten Sheikh Baha' al-Din al-Amili aus roten Ziegeln im Stil der Aran-Architekturschule. Im Zentrum von Ganja steht daneben das Chokek Hamam, ebenfalls von 1606 und ebenfalls im Auftrag Shah Abbas I. erbaut. Es liegt neben der Shah-Abbas-Moschee. Das Hamam bietet Ganzkörperpeelings, Massagen, Besenbehandlungen, ein Dampfbad, eine Sauna und türkische Bäder an.
Eine andere Baugeschichte erzählt das Bottle House: Das ungewöhnliche zweigeschossige Gebäude wurde 1967 von Ibrahim Jafarov als Schrein für seinen im Zweiten Weltkrieg vermissten Bruder fertiggestellt. Es gilt als sehenswert und als Motiv zum Fotografieren. Die Alexander-Newski-Kirche wurde 1887 auf dem Gelände eines alten Friedhofs aus Spenden für örtliche orthodoxe Christen und Muslime errichtet. Ihr rotes Ziegelmauerwerk und der byzantinische Stil prägen das Bauwerk; sie gilt als eine der ältesten erhaltenen orthodoxen Kirchen Aserbaidschans.
Auch die Mausoleen zeigen unterschiedliche historische Schichten. Der Imamzadeh-Komplex wurde ab dem 14. Jahrhundert in mehreren Bauphasen um das Grab eines Sohnes des fünften schiitischen Imams Muhammed al-Baqir errichtet. Das Javad-Khan-Mausoleum entstand 2005 über dem Grab von Javad Khan aus gebrannten roten Ziegeln im Stil der Aran-Architektur. Das Nizami-Ganjavi-Mausoleum wurde 1990–1991 restauriert und besitzt den Status eines geschützten Komplexes.
Welche Museen, Parks und Aktivitäten passen zu Ihren Interessen?
Vor dem Nizami-Ganjavi-Mausoleum zeigt das Nizami-Ganjavi-Museum seltene Handschriften und Miniaturen aus Nizamis Khamsa. Zum Museum gehört außerdem ein Konferenzsaal, der Besuchern mit Interesse an kulturellen und wissenschaftlichen Aktivitäten in Ganja offensteht. Das Mahsati-Ganjavi-Zentrum enthält Bücher über Leben und Werk der Dichterin sowie elektronische Materialien zu ihrem literarischen Erbe auf Aserbaidschanisch, Russisch und Englisch. Hinzu kommen Veröffentlichungen zu nationaler Musik und Volkskunst.
Für Zeit im Grünen bieten sich unterschiedliche Parkangebote an. Der Khan-Baghi-Park gilt als einer der ersten Parks im Kaukasus und dient den Einwohnern Ganjas als Erholungsort. In diesem Park befindet sich das Freilufttheater Yashil Theatre, das als Veranstaltungsort für verschiedene kulturelle Veranstaltungen dient. Der moderne innerstädtische Ganjachay-Park- und Boulevardkomplex verbindet Erholung und verschiedene Aktivitäten; sein Radweg ist 1,7 Kilometer lang. Im Heydar-Aliyev-Parkkomplex gibt es Spaziergänge im Grünen und einen 7 Kilometer langen Radweg. Die dortigen Attraktionen sprechen Kinder und Erwachsene an.
Der GanjLand-Freizeit- und Unterhaltungskomplex umfasst Attraktionen aus verschiedenen Ländern, ein riesiges Schachbrett sowie 7D- und 8D-Kinos. Zum Angebot gehören außerdem der Reitclub „Mustang“ und Fußballplätze, die den AFFA-Standards entsprechen. Damit lassen sich bei der Reiseplanung ganz unterschiedliche Interessen berücksichtigen, von Radfahren und Parkbesuchen bis zu Unterhaltung und Sport.
Was prägt die lokale Küche und das Kunsthandwerk?
Ganja-Pakhlava unterscheidet sich von der Variante aus Baku: Sie ist heller und wird auf einem Kupferblech über Kohlen gebacken. Ganja-Dovga ist eine joghurtbasierte Suppe mit mindestens sieben verschiedenen Kräutern. An der zentralen, langen Javad-Khan-Straße gibt es Geschäfte, Cafés, Restaurants und traditionelle Teehäuser. Dort befinden sich auch Vereinigungen für Teppichweberei und Malerei; traditionell zubereiteter Tee und Ganja-Pakhlava gehören ebenfalls zu den dort angebotenen Genüssen.
Eine weitere Gelegenheit, Handwerk kennenzulernen, ist Ganjasenet, eine monatliche Kunsthandwerksmesse. Besucher können Handarbeiten ansehen und kaufen sowie direkt mit örtlichen Künstlern und Kunsthandwerkern sprechen. Die Messe findet am ersten Samstag jedes Monats von 11:00 bis 18:00 Uhr im Urban Centre der Ganja State Philharmonic Hall statt; der Eintritt ist frei.
Wie erreichen Sie Ganja und welche Ziele können Sie vergleichen?
Ein Expresszug verkehrt täglich zwischen Baku und Ganja. Im weiteren regionalen Umfeld fahren außerdem regelmäßig Busse vom Internationalen Busbahnhof in Baku in Städte und Orte der Region.
Ergänzende Informationen zum Teilbereich finden Sie unter Ganja. Wenn Sie weitere Reiseziele vergleichen möchten, gibt es auch Übersichten zu Baku, Siazan, Shaki, Oghuz, Masally und Lankaran City.
FAQ
Wann findet Ganjasenet statt?
Die Kunsthandwerksmesse findet am ersten Samstag jedes Monats von 11:00 bis 18:00 Uhr im Urban Centre der Ganja State Philharmonic Hall statt. Der Eintritt ist frei.
Wie lang sind die Radwege in den Parkkomplexen?
Der Radweg im Ganjachay-Park- und Boulevardkomplex ist 1,7 Kilometer lang; der Radweg im Heydar-Aliyev-Parkkomplex ist 7 Kilometer lang.
Welche Zutaten kennzeichnen Ganja-Dovga?
Ganja-Dovga ist eine joghurtbasierte Suppe mit mindestens sieben verschiedenen Kräutern.
Wie kommen Sie mit dem Zug nach Ganja?
Ein Expresszug verbindet Baku und Ganja täglich.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aserbaidschan.
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