Kyustendil
Unterkünfte in Kyustendil
Kyustendil verbindet Thermalwasser mit einem vielseitigen kulturellen Angebot: Antike Badeanlagen, Museen, historische Gebäude und ein touristischer Fußweg durch das Stadtzentrum geben der Reise unterschiedliche Schwerpunkte.
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Foto: Камен Ханджиев via Source, CC BY-SA 4.0
Kurzfakten zu Kyustendil
- Das Mineralwasservorkommen liefert Thermalwasser mit Temperaturen von 26 bis 76 °C.
- Der touristische Fußweg durch das Stadtzentrum ist ungefähr 2 Kilometer lang und dauert etwa 2 bis 3 Stunden.
- Das Nationale Maskenspielfestival „Dschamala“ findet jedes Jahr im Februar statt.
- Das Touristeninformationszentrum stellt Stadtpläne und Reiseführer bereit und informiert über Verkehr und Kommunikation.
Welche Kulturangebote prägen Kyustendil?
Die Antike Badeanlage „Asklepion“, auch Römische Thermen genannt, verbindet ein konkretes Baudenkmal mit der Thermalgeschichte der Stadt. Sie stammt aus dem Beginn des 2. Jahrhunderts. Der Komplex erstreckt sich über mehr als 3.000 Quadratmeter; neun untersuchte Räume verfügen jeweils über eine römische Hypokaustenheizung. Wer sich für antike Bau- und Heiztechnik interessiert, findet hier einen anderen Zugang zur Geschichte als in den Sammlungen der Museen.
Das Regionale Historische Museum „Akad. Jordan Iwanow“ bewahrt mehr als 100.000 bewegliche Kulturgüter aus Archäologie, Numismatik, Ethnografie sowie älterer und neuerer Geschichte. In seinem Hof befindet sich das Lapidarium „Pautalia“ mit Steinskulpturen und Architekturelementen aus dem 2. und 3. Jahrhundert. Für einen Kunstschwerpunkt bietet sich die Kunstgalerie „Wladimir Dimitrow – Maistora“ an: Sie besitzt 1.359 Werke des Künstlers, von denen etwa 100 in der Dauerausstellung zu sehen sind.
Mehrere weitere Orte eröffnen unterschiedliche historische Themen. Das Dimitar-Peshev-Hausmuseum zeigt in einer Dauerausstellung die Ereignisse vom März 1943 und die Rolle von Dimitar Peshev und seinen Mitbürgern bei der Rettung bulgarischer Juden während des Zweiten Weltkriegs. Im Iljo-Wojwoda-Hausmuseum widmet sich eine Ausstellung in sechs Sälen den nationalen Befreiungskämpfen der Bevölkerung der Region Kyustendil. Der Museumskomplex „St. Georgi“ umfasst eine erhaltene Kirche aus dem 11. bis 12. Jahrhundert mit fünf Freskenschichten.
Welche historischen Gebäude können Sie entdecken?
Das Prokopiewa-Haus gilt als ältestes erhaltenes Gebäude aus der bulgarischen Wiedergeburtszeit in Kyustendil. Es wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Viertel Gradets (Varosha) errichtet, im Herzen der Altstadt nahe dem Velbazhd-Platz und der Kirche „Mariä Himmelfahrt“. Die Ahmed-Bey-Moschee, auch Indzhili – die Christliche – genannt, stammt aus dem Jahr 1575; 1734 wurde sie umgebaut und erweitert. Heute dient sie als Ausstellungshalle des Regionalen Historischen Museums und ist ein Architekturdenkmal von nationaler Bedeutung. Auch die Festung Hisarlaka ist als Architektur- und Baudenkmal von nationaler Bedeutung ausgewiesen.
Das Gegenseitige Schulhaus „Hl. Kyrill und Methodius“ wurde restauriert und als Kulturdenkmal ausgewiesen. Heute ist es ein Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen. Das Dervish-Bad wurde 2005 restauriert und ist ebenfalls als Architekturdenkmal ausgewiesen.
Was bietet Kyustendil neben Museen und Baugeschichte?
Das Mineralwasser ist auch für die Einordnung der Badeangebote wichtig. Das Chifte-Bad ist ein öffentliches Bad aus dem Jahr 1913 und wird mit heißem Mineralwasser versorgt. Vorgesehen sind Balneotherapie einschließlich therapeutischer Anwendungen, Kinesiotherapie und Massagen.
Wer sich für traditionelles Handwerk interessiert, kann im Handwerkszentrum Meister regionaler Handwerke persönlich treffen und mehr über Messerherstellung, Imkerei, Holzschnitzerei, Töpferei, Schuhmacherei, Trachten, Stickereien und Glasmalerei erfahren. Einen anderen Ausflugsschwerpunkt bietet der Ökopark „Ezerata“: Zwei künstliche Seen sind durch eine Tunnelbrücke verbunden. Um sie herum verlaufen ein Fußweg und ein dekorativer Bach; außerdem gibt es Grünflächen und Ruheplätze.
Die Kartbahn Pautalia liegt im Südwesten der Stadt, umgeben von einem Kiefernwald. Sie verfügt über vier Streckenvarianten; die längste ist 1.050 Meter lang. Im Februar bringt das jährlich stattfindende Nationale Maskenspielfestival „Dschamala“ einen weiteren kulturellen Anlass. Im „Dschamaldschijsko selo“ präsentieren lokale Handwerker und Künstler handgefertigte Masken, Kukeri-Zubehör und traditionelle Erzeugnisse.
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Für Informationen zu weiteren Orten können Sie auch die Seiten zu [[Lomnitsa]], [[Kopilovtsi]] und [[Ranentsi]] aufrufen. Weitere Reiseziele im Katalog sind [[Rila]], [[Kocherinovo]], [[Treklyano]] und [[Boboshevo]].
FAQ
Wie lang ist der touristische Fußweg durch Kyustendils Zentrum?
Der Fußweg ist ungefähr 2 Kilometer lang; die Dauer beträgt etwa 2 bis 3 Stunden.
Wann findet das Maskenspielfestival „Dschamala“ statt?
Das Nationale Maskenspielfestival findet jedes Jahr im Februar statt.
Wie groß ist die Dauerausstellung der Kunstgalerie „Wladimir Dimitrow – Maistora“?
Die Galerie besitzt 1.359 Werke des Künstlers; etwa 100 davon sind in der Dauerausstellung zu sehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Kjustendil.
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