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Pirdop entdecken: Kultur, Natur und historische Orte

Unterkünfte in Pirdop

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pirdop verbindet geschützte Landschaften mit frühchristlichen Ruinen, Kirchen und lokalen Bräuchen. Für Ihre Reiseentscheidung ist auch die Vielfalt der Wege interessant: Ein touristischer Weg zur Pavel-Deliradev-Hütte dauert ungefähr fünf Stunden, während weitere Routen und Ausflugsziele im Gemeindegebiet eigene Schwerpunkte setzen.

File:Sofia Province - Pirdop Municipality - Town of Pirdop - Elenska Basilica (2).jpg File:Sofia Province - Pirdop Municipality - Town of Pirdop - Elenska Basilica (2).jpg Foto: Камен Ханджиев via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kurzfakten zu Pirdop

  • Die Gemeinde Pirdop liegt im östlichen Teil des Zlatishko-Pirdop-Beckens; ihre wichtigste Verkehrsachse ist die Fernstraße I-6 Sofia–Burgas.
  • Das Gemeindegebiet liegt in den Natura-2000-Schutzgebieten BG0001389 „Sredna Gora“ nach der Habitat-Richtlinie 92/43/EWG und BG0002054 „Sredna Gora“ nach der Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG.
  • Zu den kulturellen Zielen zählen die Ruinen der Elenska-Basilika, die Kirche „Mariä Himmelfahrt“ und das Museum „Lukanova House“.
  • Ein touristischer Weg führt von Pirdop über die Landschaft Bobyovitsa zur Pavel-Deliradev-Hütte und dauert ungefähr fünf Stunden.

Was prägt Landschaft und Wege rund um Pirdop?

Das Zlatishko-Pirdop-Becken wird im Norden vom Balkangebirge und im Süden von Sredna Gora begrenzt. Im Westen und Osten liegen die Gebirgsschwellen Koznitsa und Galabets. Diese Lage beschreibt den landschaftlichen Rahmen der Gemeinde; zugleich ist die I-6 Sofia–Burgas ihre wichtigste Verkehrsachse. Im Oberlauf des Flusses Bobyovitsa befinden sich sieben Wasserfälle.

Für Wanderinteressierte gibt es mehrere benannte Ziele. Der Weg über Bobyovitsa zur Pavel-Deliradev-Hütte ist mit ungefähr fünf Stunden angegeben. Pirdop ist außerdem Ausgangspunkt für touristische Routen zur Paskal-Hütte. Am Dushantsi-Stausee beginnen Wanderungen zum Bahnhof Koprivshtitsa, zum Gipfel Klimash und nach Koprivshtitsa. Der Gipfel Klimash ist 1342 m hoch. Die genannten Ziele geben Ihnen verschiedene Anlässe, Ihre Tage nach Natur- und Wanderinteressen auszurichten; weitere Angaben zu Streckenlängen sind damit nicht verbunden.

Welche historischen Orte können Sie kennenlernen?

Die Ruinen der frühchristlichen befestigten Elenska-Basilika stammen aus dem späten 5. oder der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts und gelten als Denkmal von nationaler Bedeutung. Die Elenska-Kirche war während des Zweiten Bulgarischen Reiches ein aktiv genutztes literarisches Zentrum. Mit ihr wird der Pirdop-Apostel verbunden: ein mittelbulgarisches Denkmal vom Beginn des 13. Jahrhunderts, von dem überliefert ist, dass es im 19. Jahrhundert in einer Nische der Kirche gefunden wurde.

Im Ort Pirdop wurde die Kirche „Mariä Himmelfahrt“ 1819 erbaut; sie gilt als ältestes Denkmal der bulgarischen Wiedergeburtszeit in der Umgebung. Besonders hervorzuheben ist ihre geschnitzte Ikonostase aus Walnussholz, geschaffen von Meistern der Debar-Schnitzschule. Sie gehört zu den vier bis heute erhaltenen Arbeiten dieser Schule. Das Museum „Lukanova House“ ist ein Baudenkmal von lokaler Bedeutung und wurde 1870–1872 errichtet.

Eine weitere Perspektive auf die Geschichte bietet die Gedenkschule „Todor Genchov Vlaykov“. Sie erinnert an Einwohner von Pirdop, die in den Kriegen von 1912–1913 und 1915–1918 für ihr Land gefallen sind. Ihr Bau begann am 11. März 1932; sie gilt als einzige Gedenkschule Bulgariens. Für den engeren Blick auf den Ort selbst finden Sie weitere Informationen zu Pirdop.

Welche Bräuche und Feste prägen den Jahreslauf?

Am Neujahrstag veranstalten die Gemeinde Pirdop und der örtliche Club „Rodolyubie“ auf dem Platz „Skalata“ jedes Jahr den Brauch „Peene na Prastenite“. Frauen und Mädchen in Trachten singen Brauchlieder um einen festlich geschmückten Hartriegelzweig. Kinder und Mädchen legen Ringe und andere Gegenstände in einen Kupferkessel mit Wasser und Weizenkörnern. So verbindet der Brauch Lieder und symbolische Gegenstände mit dem Beginn des neuen Jahres.

Die Maikulturfesttage „Vlaykovi Days“ finden jedes Jahr in der zweiten und dritten Maiwoche statt. Traditionell enden sie am 24. Mai mit einem Festkonzert vor dem Kulturzentrum „Napredak“. Das Sommerfest von Pirdop ist ein Volksfest bei der Elenska-Basilika in der Landschaft „Elensko“ und steht unter der Schirmherrschaft der Gemeinde. Seit 2017 findet es gemäß einem Gemeinderatsbeschluss am ersten Samstag nach dem 20. Juli statt. Auch das christliche Ilinden-Fest wird in „Elensko“ zwischen den Basilika-Ruinen veranstaltet und vom Kirchenvorstand der Kirche „Mariä Himmelfahrt“ organisiert.

In der Landschaft „Borova Gora“ veranstalten die Gemeinde und der Tourismusverein „Paskal“ am letzten Samstag im Februar ein jährliches Wintersport- und Tourismusfest. Zum Programm gehören Pferderennen für Jugendliche, Tauziehen und weitere Wettbewerbe für Kinder.

Was bietet der Dushantsi-Stausee für einen Aufenthalt im Freien?

Die Umgebung des Dushantsi-Stausees mit ihren ausgedehnten Wiesen wird im Sommer zur Erholung genutzt. Im Juli und August sind dort gelegentlich kleine Zeltlager von Touristen aus Sofia und nahe gelegenen Siedlungen zu sehen. An den Südufern ist ein freier Campingplatz eingerichtet.

Der Stausee dient außerdem als Trainingsstützpunkt der bulgarischen Nationalmannschaft im Kanusport. Ein weiteres saisonales Ereignis in Dushantsi ist das Petrovden-Volksfest. Es findet gewöhnlich am ersten Samstag nach dem christlichen Fest Peter und Paul auf der Wiese oberhalb des Stausees statt. Zum Programm gehören ein Konzert und ein gesegnetes Opfermahl; traditionell kommen Gäste aus dem ganzen Land. Im Dorf Dushantsi befindet sich zudem die Kufarita-Brücke, ein architektonisches und historisches Denkmal aus der Zeit der osmanischen Herrschaft, errichtet auf den Fundamenten einer Brücke aus der Römerzeit.

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FAQ

Wie lange dauert der Weg zur Pavel-Deliradev-Hütte?

Der touristische Weg von Pirdop über die Landschaft Bobyovitsa zur Hütte dauert ungefähr fünf Stunden.

Wann finden die „Vlaykovi Days“ statt?

Die Maikulturfesttage finden jedes Jahr in der zweiten und dritten Maiwoche statt. Traditionell gibt es am 24. Mai ein abschließendes Festkonzert vor dem Kulturzentrum „Napredak“.

Gibt es am Dushantsi-Stausee einen Campingplatz?

An den Südufern des Stausees ist ein freier Campingplatz eingerichtet. Im Juli und August sind in der Umgebung gelegentlich kleine Zeltlager zu sehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Sofia / Sofia.