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Hiiumaa zwischen Küste, Wanderwegen und Inselkultur

Unterkünfte in Hiiumaa

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hiiumaa verbindet markierte Wanderwege, Vogelbeobachtung, besondere Küstenlandschaften und eine ungewöhnlich dichte Kulturgeschichte.

File:Kaleste rand, Kaleste, ostrov Hiiumaa, Estonia.jpg File:Kaleste rand, Kaleste, ostrov Hiiumaa, Estonia.jpg Foto: Fry72, Karel Frydrýšek via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Hiiumaa verfügt über 324 Kilometer markierter Wanderwege. Ein anschauliches Beispiel ist der Vanajõe Valley Study Trail im Tihu-Landschaftsschutzgebiet. Er folgt den Ufern eines Flusses und den bis zu sechs Meter hohen Talhängen. Die Landschaft reicht dabei von bewachsenen Erhebungen bis zu besonderen Küstenformen: Sääretirp ist eine Esker-Landzunge, deren höher gelegene, bewachsene Bereiche in einen Kiesstrand übergehen.

Auch der Golf von Käina prägt die Naturwahrnehmung. Dort wurden 192 Vogelarten festgestellt; im Herbst rasten 10.000 bis 15.000 Wasser- und Küstenvögel. Am Strand von Kärdla ist der Meeresboden sandig, während der Strand flach ist und sanft abfällt.

Welche Naturorte und Wege gibt es auf Hiiumaa?

Der Tihu Study Trail führt zum größten See Hiiumaas. Eine Aussichtsplattform am Ende des Weges ist über einen 200 Meter langen Steg erreichbar. Sie eignet sich zur Beobachtung von Wasser- und Feuchtgebietsvögeln.

An den Ufern von Sääretirp wachsen Strandkohl und Heckenrosen.

Welche Küstenorte und Leuchttürme gibt es?

Am Strand von Ristna gibt es kleine Küstenwege. Auf der Halbinsel Ristna können Sie sich außerdem mit der Kriegsgeschichte auseinandersetzen. Der Ristna-Leuchtturm wurde in der Werkstatt des berühmten Ingenieurs Gustave Eiffel in Frankreich fertiggestellt. Vom Turm bietet sich ein Blick über die Kõpu-Wälder und das Meer.

Der Kõpu-Leuchtturm ist 36 Meter über dem Boden hoch; sein Licht befindet sich 102,6 Meter über dem Meeresspiegel. Seine Geschichte reicht etwa 500 Jahre zurück und steht mit der Schifffahrt und Navigation im Zusammenhang mit der Hansezeit. Der Tahkuna-Leuchtturm ist der höchste gusseiserne Leuchtturm an der estnischen Küste.

Welche Museen und historischen Orte gibt es?

Das Kassari Exhibition House präsentiert die Dauerausstellung „Leben auf der Insel. Feuer, Wasser, Luft, Erde.“ Das Long House des Hiiumaa-Museums befindet sich im ehemaligen Direktorenwohnsitz der Kärdla Broadcloth Factory. Das 60 Meter lange Holzgebäude wurde in den 1830er- und 1840er-Jahren errichtet. Beim Hiiumaa Military Museum ist die heutige Nutzung mit einer ehemaligen Grenzschutzstation von Tahkuna verbunden. Zu den bedeutendsten Exponaten gehört eine Sammlung von Küstenverteidigungsartillerie mit Geschützen von 180 mm, 130 mm und 100 mm.

Die steinerne Reigi-Kirche wurde am 24. August 1802 eingeweiht und ist für ihre Kunstsammlung bekannt. Das barocke Schloss Suuremõisa wurde zwischen 1755 und 1760 erbaut. Dort gibt es einen Museumsraum zur Geschichte des Gutshofs und einen englischen Park. Die Ruinen der Käina-Martinskirche stammen von einer gotischen Kirche, die um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert erbaut wurde.

Das Soera Farm Museum bewahrt einen typischen Hiiu-Haushalt des 19. Jahrhunderts mit archaischen Werkzeugen und Haushaltsgegenständen. Das Mihkli Farm Museum zeigt überwiegend Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sowie ein weitgehend intaktes archaisches ländliches Ensemble. Der Mihkli-Hof war bis zur Deportation von 1781 das Zuhause einer Hiiu-schwedischen Familie. Die Vaemla Wool Factory befindet sich in einer erhaltenen Scheune, die Mitte des 19. Jahrhunderts als Gutshof-Heuschober errichtet wurde.

In Sõru dokumentiert das Sõru Museum die traditionelle Kultur des Schiffbaus, der Seefahrt und der Fischerei in Hiiumaa. Das dort liegende dreimastige Schiff Alar gilt als einziges noch erhaltenes, vor dem Zweiten Weltkrieg in Estland gebautes Holzschiff. Der Hill of Crosses ist ein mit Kreuzen bedeckter Bereich an der Straße; seine Entstehung hängt mit der Vertreibung der Reigi-Schweden im August 1781 zusammen.

Was bieten Windtower und Ristna Visitor Centre?

Das Windtower Experience Centre verbindet ein Museum, ein Forschungszentrum und eine Erlebniswelt. Das Ristna Visitor Centre informiert über die von RMK angebotenen Freizeitmöglichkeiten an den Stränden und in den Wäldern Hiiumaas. Ganzjährig ist dort außerdem eine Fotoausstellung über die Natur der Kõpu-Halbinsel zu sehen.

Was prägt die regionale Küche?

Der Workshop „From catch to meal“ vermittelt die Verarbeitung von frischem Fisch durch Ausnehmen, Filetieren und Salzen. Im selben Fischworkshop werden Gerichte aus frischem, lokalem und saisonalem Fisch zubereitet. Die Hiiumaa Lavender Farm stellt Lavendelkonfitüre und Lavendelgewürz her.

Welche regionalen Bereiche gibt es auf Hiiumaa?

Zu den Orten und Bereichen auf Hiiumaa zählen Emmaste, Tubala, Pühalepa, Jõeranna, Orjaku, Kõrgessaare, Kassari Village, Emmaste, Käina, Kärdla und Otste.

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FAQ

Wie erreichen Sie Hiiumaa?

Hiiumaa ist mit der Fähre von Rohuküla oder Saaremaa sowie mit einem 30-minütigen Flug von Tallinn erreichbar.

Wo beginnen die Robbenbeobachtungstouren?

Robbenbeobachtungstouren starten am Hafen von Kärdla auf kleinen Booten für Gruppen von bis zu 10 Personen.

Welche Wassersportarten sind am Strand von Ristna möglich?

Der Strand von Ristna eignet sich zum Surfen und Kitesurfen und ist für kräftige Meereswellen bekannt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Estland.

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