Kurevere: Natur- und Kulturlandschaft
Unterkünfte in Kurevere
Kurevere verbindet eine teilweise offene Kulturlandschaft mit Spuren bäuerlicher Geschichte, archäologischen Zeugnissen und geologischen Besonderheiten. Ein Teil des Dorfes liegt im Vilsandi-Nationalpark. Wer eine Reise mit Natur- und Kulturinteressen plant, findet hier unterschiedliche Themen für die Tagesgestaltung: historische Waldflächen, Steinmauern, alte Bauernhofstellen, Kultsteine und die Steinbrüche bei Jaagarahu.
Kurzfakten zu Kurevere
- Ein Teil von Kurevere gehört zum Vilsandi-Nationalpark; dort sind historische Waldflächen und Quellmoore erhalten.
- Im Nationalparkteil liegen drei historische Bauernhofstellen sowie Steinmauern rund um frühere Bauernhöfe und auf deren Feldern.
- Außerhalb des Nationalparkteils gibt es sieben Kurevere-Kultsteine. Die meisten besitzen eine oder zwei Vertiefungen, ein Stein weist 62 Vertiefungen auf.
- Zwischen dem Hafen Jaagarahu und Kurevere liegen die Jaagarahu-Steinbrüche mit einem geologischen Aufschluss.
Welche Landschaft prägt Kurevere?
Die Landschaft ist nicht durch ein einheitliches Bild geprägt. Neben historischen Waldflächen gibt es teilweise offene Bereiche, die als repräsentative Kulturlandschaft eingestuft werden. Steinmauern erinnern im Nationalparkteil vor allem an historische Bauernhöfe und die zugehörigen Felder. Alte Steinhaufen gelten als Hinweis auf die früheste Landwirtschaft in Kurevere.
Auch die Naturausstattung ist differenziert. Im Gebiet von Kurevere innerhalb des Vilsandi-Nationalparks kommen Quellmoore vor. Diese Landschaftselemente stehen neben den Spuren menschlicher Nutzung und machen den Ort besonders interessant für Reisende, die Natur nicht nur als unberührten Raum, sondern auch als historisch geprägte Kulturlandschaft kennenlernen möchten.
Welche historischen Spuren können Sie einordnen?
Ein historisch bedeutender und zu Fuß begehbarer Wegabschnitt von den Ländereien des Bauernhofs Ossi bis zum Bauernhof Harila ist in der Landschaft erhalten. Außerdem sind im Nationalparkteil drei historische Bauernhofstellen überliefert. Die größere Scheune auf dem Flurstück Harila wurde in einer Untersuchung als besonders wertvoll bewertet.
Zum ländlichen Erbe gehört auch der Bauernhof Maandli. Er zählt zu den gut erhaltenen, weiterhin genutzten Rauchstubenhäusern, die im ehemaligen Kirchspiel Kihelkonna kartiert wurden. Die Kurevere-Kultsteine außerhalb des Nationalparkteils dienten im 1. Jahrtausend v. Chr. als Kultobjekte. Es wird angenommen, dass sie von alten Feldern östlich ihrer heutigen Lage dorthin gebracht wurden.
Eine weitere historische Spur ist das Kurevere-Steingräberfeld. Bei Untersuchungen in den Jahren 1874, 1877 und 1965 wurden dort Funde aus dem 7. bis 12. Jahrhundert geborgen. Das Steingräberfeld war über einen sehr langen Zeitraum als Begräbnisstätte in Gebrauch. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein breites Spektrum: Sie können bäuerliche Landschaft, religiöse Zeugnisse und archäologische Geschichte als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Was sollten Sie bei Wegen und Tagesplanung beachten?
Die Wege in Kurevere unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit. Der historische Abschnitt zwischen Ossi und Harila ist zu Fuß begehbar. Kleinere Wege zu heute zerstörten Bauernhöfen sind dagegen für Autos schwierig oder überhaupt nicht befahrbar. Wenn Sie solche historischen Hofstellen berücksichtigen möchten, sollten Sie die Wegwahl deshalb gesondert in Ihre Planung aufnehmen und nicht von einer durchgehend mit dem Auto erreichbaren Landschaft ausgehen.
Auf der Straße zum Hafen Jaagarahu wird die spätere Brücke als Straßenbrücke genutzt. Dieser konkrete Verkehrsbezug steht neben den kleineren, schwer befahrbaren Wegen zu den zerstörten Höfen. Für die Wahl einer Unterkunft ist es daher sinnvoll, zuerst festzulegen, ob bei Ihrem Aufenthalt eher die Kulturlandschaft, die historischen Spuren oder die Umgebung von Jaagarahu im Mittelpunkt stehen soll.
Was gibt es bei Jaagarahu zu sehen?
Die Jaagarahu-Steinbrüche liegen zwischen dem Hafen Jaagarahu und dem Dorf Kurevere. An der über dem Wasser liegenden Wand tritt der untere Teil der Jaagarahu-Formation zutage. Der aufgeschlossene Kalkstein enthält Reste von Stromatoporen. Der geologische Aufschluss ist dauerhaft erhalten; dort wachsen Bäume und Sträucher.
Bei Jaagarahu befindet sich außerdem ein mit Wasser gefüllter, aufgegebener Kalksteinbruch. Am Anfang des Kais von Jaagarahu steht zwischen Wacholdern ein Gedenkstein für die Deportierten, der am 17. Juni 1989 errichtet wurde. Diese Orte stehen für unterschiedliche Ebenen der Landschaft: Geologie, die Nutzung ehemaliger Steinbrüche und Erinnerungskultur.
Welche weiteren Ziele können Sie vergleichen?
Wenn Sie Kurevere mit weiteren Zielen des Reiseführers vergleichen möchten, können Sie auch Mäebe, Abula, Tammese, Rootsiküla, Kihelkonna und Undva aufrufen. So können Sie die weitere Reiseplanung an Ihren gewünschten Schwerpunkten ausrichten.
FAQ
Welcher Teil von Kurevere liegt im Vilsandi-Nationalpark?
Ein Teil des Dorfes Kurevere liegt im Vilsandi-Nationalpark. In diesem Teil sind unter anderem historische Waldflächen, Quellmoore, drei historische Bauernhofstellen und Steinmauern erhalten.
Wie unterscheiden sich die Wege in Kurevere?
Der historisch bedeutende Wegabschnitt zwischen den Ländereien des Bauernhofs Ossi und dem Bauernhof Harila ist zu Fuß begehbar. Kleinere Wege zu heute zerstörten Bauernhöfen sind für Autos schwierig oder überhaupt nicht befahrbar.
Was ist an den Kurevere-Kultsteinen besonders?
Außerhalb des Nationalparkteils gibt es sieben Kultsteine. Die meisten haben eine oder zwei Vertiefungen, während ein Stein 62 Vertiefungen aufweist. Sie dienten im 1. Jahrtausend v. Chr. als Kultobjekte.
Welche historischen Funde wurden in Kurevere gemacht?
Auf dem Kurevere-Steingräberfeld wurden bei Untersuchungen in den Jahren 1874, 1877 und 1965 Funde aus dem 7. bis 12. Jahrhundert geborgen. Das Gräberfeld war über einen sehr langen Zeitraum als Begräbnisstätte in Gebrauch.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kihelkonna.