Dobeles Novads: Hotels zwischen Natur und Kultur
Im Dobeles Novads treffen markante Naturformen und eine vielschichtige Kulturgeschichte aufeinander. Krievkalni ist ein bewaldeter, langer Wall, der als einzigartige Reliefform gilt; seine höchste Stelle liegt 149 Meter über dem Meeresspiegel. Auf Krievkalni führt ein Wanderweg zu einem Rastplatz mit Bänken und einer Feuerstelle.
File:Aizaudzis dīķis, Jaunbērzes pagasts, Dobeles novads, Latvia - panoramio.jpg
Foto: M.Strīķis via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Natur
Der Wald von Pokaiņi weist steile Hügel, tiefe Täler und Quellen auf. Es wurden dort nur die notwendigsten Einrichtungen geschaffen, um seinen weitgehend unberührten Charakter zu erhalten. Auch die Ķeveles-Quellen prägen die Landschaft: Sie bestehen aus sieben Quellen, die aus einer Schlucht austreten und zu einem einzigen Bach zusammenfließen. Neben den Quellen befindet sich ein Rastplatz mit Feuerstelle, Schaukeln, Tisch und Bänken.
Der Flieder-Garten von Pētera Upīšis erstreckt sich über fünf Hektar und umfasst mehr als 300 Fliedersorten und -hybriden. Mit dem Garten sind außerdem eine Süßkirschverkostung und -ernte Anfang Juli sowie ein Apfelfestival Anfang Oktober verbunden.
Wege und Wasser
Am linken Ufer der Bērze in Dobele führen Wege und Holzstege durch das sumpfige Flussufer. Eine Aussichtsplattform am Wasser eröffnet den Blick auf die Fontänen im Fluss und die Burgruinen von Dobele. Im Naturpark der lettischen Staatsforsten in Tērvete führt ein Netz kleiner und großer Wege durch den Park. Die Wege sind zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit einem Kinderwagen nutzbar; ein Aussichtsturm ragt über die Kiefernkronen hinaus.
Der Naturpark umfasst Holzskulpturen und „lebende“ Märchenfiguren, die mit der lettischen Schriftstellerin Anna Brigadere verbunden sind. In den Tērvetes Gaisa takas befinden sich Seil-, Tau- und Holzkonstruktionen, die sich mehrere Meter über dem Boden befinden. Der Tērvetes-Tarzāna-Park verfügt über neun Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und mehr als 100 Hindernissen.
Kultur und Geschichte
Der Livländische Orden begann 1335 an der Stelle einer niedergebrannten semgallischen Holzburg mit dem Bau der steinernen Burg in Dobele. Die Kapelle des Livländischen Ordens in der Burg Dobele wurde 2020 in Betrieb genommen; die Anlage ist zu einem multifunktionalen Kultur- und Tourismusentwicklungszentrum geworden.
Die Dauerausstellung „Reiz Dobelē…“ im Regionalmuseum Dobele erzählt von Dobele und seiner Umgebung von der Vorgeschichte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Regionalmuseum bewahrt mehr als 23.000 Objekte, die mit der Geschichte und den Persönlichkeiten der Stadt Dobele und des Dobeles novads verbunden sind. Das Museum „Pikšas“ befindet sich in einem alten Bauernhof in Zemgale, in dem Kārlis Ulmanis seine Kindheit verbrachte.
Die Bērze-Wassermühlen sind ein 1863 errichtetes technisches Denkmal. Ihr Komplex mit Umleitungskanal und Wehr ist der einzige noch betriebene Komplex in Lettland, in dem mit Wasserkraft Getreide verarbeitet wird. Nach vorheriger Anmeldung können Gruppen die Bērze-Wassermühlen besichtigen und historische Gebäude, die traditionelle Getreideverarbeitung sowie Aufbau und Betrieb des kleinen Wasserkraftwerks kennenlernen.
Regionale Eindrücke
Bei Rūķīšu tējas können Besucher bei Führungen den Anbau, die Ernte und das Trocknen von Heilpflanzen kennenlernen, Kräutertees verkosten und ausgewählte Tees kaufen.
Im Bahnhof Dobele halten seit dem 15. August 1927 Züge. Historisch bestand eine direkte Bahnverbindung nach Liepāja, Jelgava und Riga.
Weitere Orte
Weitere Teilgebiete des Dobeles Novads sind Prinči, Auri, Biksti, Aizstrautnieki, Zebras Muiža und Dobele. Weitere Ziele im Katalog sind Engures Novads und Mazsalaca.
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