Jelgava entdecken
Jelgava verbindet Residenzgeschichte mit Museen, Webkunst, regionalen Süßigkeiten und einem ausgewiesenen Naturraum. Dadurch können Sie unterschiedliche Interessen miteinander vergleichen, ohne die Stadt auf ein einzelnes Thema zu reduzieren.
Kurzfakten zu Jelgava
Zu den konkreten Bezugspunkten gehören der Jelgava-Palast, das Geschichts- und Kunstmuseum Ģederts Eliass in der Academia Petrina, das Holzhaus in der Vecpilsētas-Straße 14 sowie die Lielupe-Auenwiesen hinter dem Palast.
Der Jelgava-Palast war die frühere Residenz der Herzöge von Kurland und Semgallen und gilt als größter Barockpalast des Baltikums. Seit 1968 gibt es dort ein Museum. Die Ausstellung behandelt die Geschichte der Burg des Livländischen Ordens aus dem 13. Jahrhundert, den Bau des Jelgava-Palasts sowie historische Forschungen und seine Erhaltung.
Das Geschichts- und Kunstmuseum Ģederts Eliass befindet sich im historischen Gebäude Academia Petrina, das 1775 errichtet wurde. Seine Dauerausstellung umfasst Werke des lettischen Malers Ģederts Eliass (1887–1975). Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist das Holzhaus in der Vecpilsētas-Straße 14. Es ist ein architektonisches Denkmal von nationaler Bedeutung, stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts und gehört zu den ältesten erhaltenen hölzernen Wohnhäusern Jelgavas.
In der Vecpilsētas-Straße begann die Bebauung im 18. Jahrhundert und dauerte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Erhalten sind dort eine Dichte alter Gebäude sowie ausdrucksstarke architektonische, künstlerische und historische Elemente.
Kultur und Handwerk in Jelgava
Führungen durch den Jelgava-Palast widmen sich seinem Bau, seiner Bedeutung im Herzogtum Kurland, seiner Architektur und seinen Innenräumen sowie historischen Bewohnern. Damit erhalten Sie neben der allgemeinen Museumsausstellung eine stärker thematisch geführte Annäherung an den Palast.
Im Haus der lettischen Traditionen und des Kunsthandwerks werden täglich Vorführungen der Webkunst gezeigt. Das Weben von gemustertem Semgallen-Twill sowie die Webkunst an den halbautomatischen Einbalkenwebstühlen von Pēteris Viļumsons sind in Lettlands Liste der immateriellen Kulturerbewerte aufgenommen. Dieser Schwerpunkt macht regionale Textiltraditionen als eigenständiges Kulturerbethema sichtbar.
Was lässt sich mit Natur und regionalem Geschmack verbinden?
Auf der Insel hinter dem Jelgava-Palast grasen in den Lielupe-Auenwiesen mehr als 80 Wildpferde. Ein anderer Besuchsschwerpunkt liegt in Jelgavas Candy Workshop: Dort können Sie Karamell und andere Süßigkeiten probieren sowie eigenes Karamell herstellen. Kultur, Handwerk, Natur und eine praktische kulinarische Aktivität bieten damit unterschiedliche Formen, Jelgava kennenzulernen.
Welche Ziele können Sie zusätzlich vergleichen?
Wenn Sie Jelgava mit weiteren Zielen vergleichen möchten, können Sie auch Mežciems, Zaļenieki, Valgunde, Platone, Vidusmuiža, Blankenfelde und Vilce aufrufen. So bleibt die Auswahl nicht auf die städtischen Sehenswürdigkeiten beschränkt.
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Welche Ausstellungen gibt es im Turm der Heilig-Dreifaltigkeitskirche?
Der Turm beherbergt interaktive historische Ausstellungen über die Nationaltracht in Semgallen sowie über die Geschichte Jelgavas und der Kirche.
Gibt es im Turm auch einen Aussichtspunkt?
Im neunten Stock bietet ein Glasboden-Panorama Ausblicke auf Jelgava. Der Aussichtspunkt ergänzt die historischen Ausstellungen um eine visuelle Perspektive auf die Stadt.
Warum sind die Lielupe-Auenwiesen besonders ausgewiesen?
Die Lielupe-Auenwiesen hinter dem Jelgava-Palast sind wegen der Vielfalt seltener Vogel- und Pflanzenarten als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jelgavas Novads.