Piedruja – Kirchen, Museum und Daugava-Weg
Piedruja verbindet den Daugava-Fluss, ein geschütztes Landschaftsgebiet, Kirchen und ein Gemeindemuseum. Wer eine Unterkunft in Piedruja sucht, kann den Ort daher nach unterschiedlichen Interessen einordnen: Der Piedruja-Weg liegt im alten Tal der oberen Daugava im geschützten Landschaftsgebiet Augšdaugava, während Kirchen und Gemeindemuseum Einblicke in Architektur und Ortsgeschichte geben. Auch Pastari und Krāslava gehören zum Krāslavas Novads.
- Bei Piedruja bildet die Daugava zugleich die Grenze zwischen Lettland und Belarus; die Staatsgrenze verläuft in der Mitte des Flusses.
Kurzfakten zu Piedruja
Das geschützte Landschaftsgebiet Augšdaugava bei Piedruja ist reich an seltenen und geschützten Pflanzen- und Tierarten.
Beim Begehen des Piedruja-Wegs können Sie den Daugava-Stein sehen. Für Reisende, die neben Landschaft auch regionale Zeichen und Kulturgeschichte beachten, ist dieses einzelne Objekt ein eigenständiger Anhaltspunkt. Auch Kombuļi gehört zum Krāslavas Novads.
Welche Kulturdenkmäler prägen Piedruja?
In Piedruja stehen zwei Kirchen mit deutlich unterschiedlicher architektonischer Prägung. Die katholische Kirche von Piedruja und ihr Innenraum gehören zu den herausragenden Architekturdenkmälern des späten Barock in Lettland. In der Kirche befindet sich außerdem ein Illusionsaltar. Die orthodoxe St.-Nikolaus-Kirche wurde 1883 bis 1885 an der Stelle einer älteren Holzkirche errichtet. Ihre Gestaltung folgt altrussischen Architekturformen aus der Stadt Wladimir sowie byzantinischen Architekturformen.
Zwischen den beiden Kirchen wurde ein Landschaftsgarten angelegt. Dadurch lassen sich die sakralen Bauwerke nicht nur getrennt betrachten; der Garten bildet auch einen eigenen Bestandteil des Ortsbildes. Wenn Sie kulturelle Orte miteinander vergleichen, gehört Rimšāni ebenfalls zum Krāslavas Novads.
Was zeigt das Gemeindemuseum?
Das Gemeindemuseum von Piedruja verfügt über vier Ausstellungssäle; seine Sammlung deckt mehrere Themen und Zeitabschnitte ab: Zu sehen sind Fragmente alter Karten vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart, außerdem Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Maschinen aus verschiedenen Zeitabschnitten. Diese Objekte spiegeln das Leben der örtlichen Bevölkerung wider. Thematische Fotoausstellungen ergänzen die Präsentation.
Das Museum ist damit keine reine Einzelausstellung, sondern verbindet Karten, Alltagsgegenstände, Landwirtschaft und Fotografien. Im Krāslavas Novads liegt außerdem Miglāni.
Welche Ortsbilder sehen Sie an der Daugava?
Von Piedrujas Ufer aus sind die niedrige Bebauung Drujas und die dortige verlassene Kirche gut zu sehen. Das Ortsbild von Piedruja und seiner Umgebung ist teilweise von niedrigen Holzbauten geprägt, die an Ansichten aus ethnografischen Freilichtmuseen erinnern.
Im Krāslavas Novads liegen außerdem Kaplava und Robežnieki.
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Wann wurde die heutige katholische Kirche von Piedruja errichtet?
Die heutige gemauerte katholische Kirche wurde 1759 errichtet, nachdem die vorherige Kirche abgebrannt war.
Was steht auf dem Daugava-Stein?
Auf dem Daugava-Stein ist das Wort Daugava in sieben Sprachen eingemeißelt: Estnisch, Finnisch, Russisch, Polnisch, Deutsch, Livisch und Lettisch.
Wie können Sie den Besuch des Gemeindemuseums vorbereiten?
Vor dem Besuch des Gemeindemuseums werden Besucher gebeten, unter +371 28703566 Kontakt aufzunehmen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krāslavas Novads.