Mordanga entdecken: Seen, Route und historische Spuren
Kurzfakten zu Mordanga
Die Mordangas-Seen sind eine Seengruppe in der Ugāle-Ebene des Kurländischen Tieflands. Sie liegen in den Einzugsgebieten von Irbe und Venta. Damit gehören die Seen sowohl zu einem klar benennbaren Landschaftsraum als auch zu einem größeren regionalen Zusammenhang von Flussgebieten.
Ein Einzugsgebiet bezeichnet den Bereich, aus dem Wasser einem Fluss oder Gewässer zufließt. Eine Wasserscheide teilt die Mordangas-Seen in zwei Teile: Die nördliche Gruppe entwässert zum Usma-See und in das Irbe-Einzugsgebiet, die südliche zur Abava. Die beiden Gruppen unterscheiden sich dadurch in ihrer Abflussrichtung.
Die Mordangas-Seen sind ungefähr in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Der Mordangas-See ist 45 Hektar groß und 2 km lang. Seine maximale Breite beträgt ungefähr 0,4 km. Länge und Breite sind damit für denselben See getrennt dokumentiert und sollten nicht zu einer einzigen Maßangabe zusammengezogen werden.
Der Mordangas-Kāņu-See entstand in den Vertiefungen alter Täler. In der Ugāle-Ebene liegt außerdem die Mordanga-Subglazialsenke, eine talförmige Vertiefung. Beide Angaben beschreiben Geländeformen, die mit dem regionalen Seenraum verbunden sind.
Die Mordangas-Seen haben hohe Ufer und sind von bewaldeten Binnendünen umgeben. Binnendünen sind Dünen im Landesinneren und liegen damit nicht an einer Küste. Zum Landschaftsbild gehören folglich sowohl die Wasserflächen als auch bewaldete Geländeformen in ihrem Umfeld.
Wie ist Mordanga in die touristische Route eingebunden?
Die dokumentierte touristische Route Talsi–Pastende–Ģibuļi–Mordanga–Spāre–Usma führt über Mordanga. In der genannten Reihenfolge liegt Mordanga nach Ģibuļi und vor Spāre. Talsi steht am Anfang der sechsteiligen Abfolge, Usma am Ende.
Die Route verbindet damit mehrere Stationen in einer festgelegten Reihenfolge. Mordanga ist dabei als eigener Ort zwischen Ģibuļi und Spāre aufgeführt, während die Seenlandschaft den örtlichen Charakter des Abschnitts prägt.
Welche historischen Spuren gibt es?
In Mordanga wurde 1868 eine Glasfabrik gegründet. Die Gründung gehört zu den belegten historischen Angaben über den Ort und verweist auf eine industrielle Nutzung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Das Gebäude der Mordangas-Mühle wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Damit sind für Mordanga sowohl die Glasfabrik aus dem Jahr 1868 als auch ein Mühlengebäude aus einer späteren historischen Phase dokumentiert.
Was ist bei einer Wanderung in der Umgebung zu beachten?
Bei einer Wanderung in der Umgebung von Mordanga wurden verschiedene sumpfige Wege begangen. Neben den hohen Ufern und bewaldeten Binnendünen gehört damit auch sumpfiger Untergrund zu den dokumentierten Landschaftsmerkmalen der Umgebung.
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Was umfasst der Mordangas-Kāņu-See?
Die Bezeichnung umfasst den Mordangas-See und den mit ihm verbundenen Mežezers, der auch als Kāņu-See bezeichnet wird.
Wohin fließt die Kāņupe?
Aus dem Mordangas-See fließt die Kāņupe zum Usma-See.
Ist die Mordangas-Mühle noch in Betrieb?
Nein. Die Mordangas-Mühle ist seit 1960 nicht mehr in Betrieb.
Wie groß ist der Mühlensee der Mordanga-Mühle?
Der Mühlensee der Mordanga-Mühle ist ungefähr 2 Hektar groß. Die aus ihm fließende Kāņupe ist 14 km lang.
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