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Valka zwischen Lettland und Estland

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Valka verbindet die lettisch-estnische Grenze mit einer Flusslandschaft und zahlreichen historischen Spuren. Wenn Sie ein Reiseziel mit kurzen thematischen Wegen zwischen Natur, Kultur und Grenzgeschichte vergleichen, finden Sie hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte.

Der Naturlehrpfad Pedele verläuft durch Valka und Valga an beiden Ufern des Flusses Pedele nahe der lettisch-estnischen Grenze. Einen kulturellen Schwerpunkt bildet das Valkas novadpētniecības muzejs. Es befindet sich in einem Gebäude, das von 1850 bis 1853 eigens für das Seminar der Lehrkräfte an den Gemeindeschulen von Vidzeme errichtet wurde, und widmet sich dem kulturellen Erbe von Jānis Cimze und seinen Schülern.

Kurzfakten zu Valka

Der Pedele-Naturlehrpfad lässt sich über seine unterschiedlichen Abschnitte betrachten. Auf der Seite von Valka verläuft der Weg 350 Meter an einem Ufer entlang. Dort gibt es Spazierwege, Sitzbänke und eine Laube. Das macht den Abschnitt zu einem klar umrissenen Ziel für einen Spaziergang, ohne dass Sie dafür eine längere Route voraussetzen müssen.

Von der Laube auf dem Putraskalns reicht der Blick auf den Fluss Pedele in zwei Ländern sowie auf Valka und Valga. Die Aussicht verbindet damit die Flusslandschaft direkt mit der besonderen Lage der beiden Städte. Für die Orientierung vor Ort ist außerdem hilfreich, dass der Pedele-Pfad beide Ufer und beide Stadtgebiete einbezieht.

Welche Geschichte prägt die Stadt?

Die heutige Grenzlage geht auf den 1. Juli 1920 zurück. An diesem Tag wurde Valka geteilt, als die Grenze zwischen den unabhängigen Staaten Lettland und Estland gezogen wurde. Nach der Ziehung der Staatsgrenze wurde der Bahnhof Valka II zu einem Grenzbahnhof. Die Valkas vecā stacija, also Valka II, war bereits etwa 1896/97 für die 750-mm-Schmalspurbahnlinie Valka–Rūjiena–Pērnava errichtet worden.

Auch ältere Bauwerke gehören zum historischen Bild. Die Schrader-Kapelle auf dem Cimze-Friedhof stammt aus dem Jahr 1773 und gilt als eines der ältesten Gebäude in Valka. An der lettisch-estnischen Grenze stehen außerdem ein Grenzpfosten und EU-Schilder mit den Hinweisen „Hier beginnt Lettland“ und „Hier beginnt Estland“. Sie eignen sich als konkretes Fotomotiv, das die politische Teilung des Ortes sichtbar macht.

Welche Gedenk- und Kulturorte können Sie einplanen?

Das Brāļu-kapu-Memorial in Valka ist den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Sowjetarmee gewidmet. Auf seinen Granittafeln sind die Namen von 414 gefallenen Kämpfern eingetragen. Der Ort ergänzt die allgemeine Stadtgeschichte um eine konkrete Erinnerung an die Kriegstoten.

Für einen regionalen Vergleich können Sie außerdem die Seiten zu Zaķi, Ērģeme, Turna und Omuļi aufrufen.

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FAQ

Kann man im Stadtzentrum von Valka gleichzeitig in zwei Ländern stehen?

Ja. Im Stadtzentrum ermöglicht die lettisch-estnische Grenze, gleichzeitig in zwei Ländern zu stehen. Damit wird die besondere Lage von Valka unmittelbar im Stadtbild erfahrbar.

Was ist an der Lugažu-Kirche bemerkenswert?

Der Turm der Lugažu-Kirche dient auch als Aussichtsturm. Von dort gibt es Ausblicke auf Valka und Valga, eine Stadt in zwei Ländern. Der Name der Kirche erscheint erstmals 1477 in historischen Quellen. Am Bau finden sich Merkmale der Gotik, des Klassizismus und der Nationalromantik.

Was können Sie im Valkas novadpētniecības muzejs sehen?

Das Museum bietet Einzel- und Gruppenbesuche seiner Ausstellungen und Expositionen an. Die Ausstellung „Valkas slimnīcas vēsture“ zeigt das medizinische Leben des Krankenhauses anhand von Fotografien und Exponaten. Dazu gehören medizinische Geräte und Instrumente, Möbel sowie Kleidung des Personals.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valkas Novads.

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