Hotel in Varakļānu pagasts zwischen Hochmooren und Kulturgeschichte
Varakļānu pagasts verbindet weitläufige Moorlandschaften mit historischen Zeugnissen rund um Stirniene. Das Naturschutzgebiet Teiču ist das größte Naturschutzgebiet Lettlands; das Teiču-Moor gehört zu den größten unberührten Hochmooren des Baltikums. Das Naturschutzgebiet Teiču umfasst auch das Gebiet von Varakļānu pagasts. Damit liegt ein Teil dieses bedeutenden Moorraums innerhalb der Gemeindegrenzen.
Natur
Teiču schützt seltene, für Moore typische Vogelarten, dient ziehenden Wasservögeln als Nahrungs- und Rastplatz und bewahrt für Feuchtgebiete typische Pflanzenarten und Lebensräume. Für den Besuch gelten dabei klare zeitliche und organisatorische Bedingungen: Das Naturschutzgebiet darf nur in Begleitung eines Mitarbeiters der Naturschutzbehörde und ausschließlich vom 1. Juni bis zum 31. Oktober besucht werden.
Ein weiterer Naturraum ist das Naturschutzgebiet Lielais Pelečāres purvs, das ebenfalls das Gebiet von Varakļānu pagasts umfasst. Das Gebiet Lielais Pelečāres purvs besteht aus einem Hochmoor, an dessen Rändern Wälder liegen, in denen verschiedene Spechtarten brüten. So stehen neben den offenen Moorflächen auch die angrenzenden Waldlebensräume mit ihrer besonderen Vogelwelt im Mittelpunkt.
Kultur
Die historische Prägung zeigt sich besonders in Stirniene. Die frühere Kirche in Stirniene wurde zwischen 1757 und 1767 errichtet, später abgetragen und nach Rudzāti verlegt. Von der Kirche ist ein Teil der historischen liturgischen Gewandsammlung erhalten geblieben. Die katholische Kirche St. Laurentius in Stirniene wurde 1907 als gemauerter Kirchenbau aus der Zeit errichtet, in der in Latgale ältere Holzkirchen ersetzt wurden.
In St. Laurentius befindet sich eine Gedenktafel für Bischof Boļeslavs Sloskāns (1893–1981). Die Kirche liegt in der Bīskapa-Sloskāna-Straße 9; als Kontakt ist die Telefonnummer des Pfarrers angegeben. Zusätzlich ist ein Architekturdenkmal mit regionaler Bedeutung in die staatliche Liste der geschützten Kulturdenkmäler aufgenommen.
Auch das Herrenhaus Stirniene gehört zu diesem historischen Umfeld. Es war zunächst Eigentum der Familie Borch und später der Familie Lappo. Das Herrenhaus Stirniene mit seinem Park ist als kulturhistorisches und naturräumliches Gebiet von lokaler Bedeutung ausgewiesen. Am Eingang des Stirniene-Parks ist eine Esche durch das Tor sichtbar. Das Herrenhaus ist außerdem eine Sehenswürdigkeit an der Route Historischer Weg nach Stirniene.
Geschichte
Die Route Historischer Weg nach Stirniene vermittelt Besuchern die Geschichte der Gemeinde Stirniene. Sie informiert über nahegelegene Grabhügel, das von der Familie Borch hinterlassene Kulturerbe, das Leben der Schule in Stirniene und die Geschichte der katholischen Gemeinde von Stirniene. Ebenfalls thematisiert werden der Beitrag zweier Persönlichkeiten des geistlichen Kulturlebens für Lettland sowie die historischen Zusammenhänge, die mit den Orten entlang dieser Route verbunden sind.
Auf dem Platz des Bahnhofs Stirniene befindet sich eine Gedenkstätte für die in den Jahren 1941 bis 1949 Repressierten. Sie ergänzt die kirchlichen und herrschaftlichen Zeugnisse um einen Ort des Gedenkens an die Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Lokaler Geschmack
Bei Cinīši steht die Verarbeitung eigener landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Vordergrund. Cinīši ist ein Familienbetrieb, der Ziegen hält und Ziegenmilch zu hausgemachtem Eis und Käse verarbeitet. Bei Cinīši werden vier Sorten Ziegenmilchkäse hergestellt. Für die Sommersaison wurden dort Ausflüge angeboten. Die Verbindung von Tierhaltung und Verarbeitung bleibt damit an einem konkreten Betrieb und seinen genannten Erzeugnissen sichtbar.
Ergänzend gehört Grozas als weiterer Ort zu dieser Unterregion.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Varakļāni Municipality.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comWeitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel: