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Anenii Noi zwischen Dnister, Wein und Erinnerung

Anenii Noi verbindet Flusslandschaft, Wein, Naturbeobachtung und sehr unterschiedliche Formen der Erinnerungskultur. Der Dnister, die Weinroute Codru, Fossilien bei Calfa, die Landschaftsreserve Pădurea Hîrbovăț und Museen in mehreren Orten ergeben ein Reiseziel, das sich besonders gut nach persönlichen Interessen erschließt.

File:Vineyard, Anenii Noi District.JPG File:Vineyard, Anenii Noi District.JPG Foto: Nixalsverdrus via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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Der Bezirk Anenii Noi liegt in der Region der Weinstraße Moldaus. Der Dnister ist in Moldau schiffbar; Flussfahrten ermöglichen den Blick auf geologische Schichten, alte Festungen und Obstgärten.

Zu den naturkundlichen Besonderheiten gehören die Landschaftsreserve Pădurea Hîrbovăț zwischen Hîrbovăț und Bulboaca sowie die paläontologische Stätte von Calfa im Bezirk Anenii Noi. In den Fossilablagerungen von Calfa sind Überreste von Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Fischen, Mollusken und verschiedenen Pflanzen erhalten, die sich vor 10 bis 12 Millionen Jahren am Fuß einer Felswand ansammelten. Zum Fossilkomplex gehören drei neu entdeckte Arten: Hipparion sarmaticum Lungu, Lagomerix flerovi Lungu und Cervavites bessarabiensis Lungu. Die Faunensammlung von Calfa gilt als eine der reichsten, vielfältigsten und ältesten Sammlungen aus dem Mittleren Sarmatium in Europa und umfasst mehr als 40 Wirbeltierarten.

Welche Natur- und Fotomotive prägen die Region?

Bei Cobusca Nouă liegt ein ein Kilometer langes Lavendelfeld. Es wird zum Betrachten der Landschaft und zum Fotografieren besucht; beim Weggang erhalten Besucher ein kleines aromatisches Blumensträußchen. In der Nähe von Troița Nouă liegt außerdem ein großes Feld mit roten Mohnblumen, das sich für Fotosessions eignet. Beide Orte stehen damit für kurze, stark visuell geprägte Naturerlebnisse, während Calfa und Pădurea Hîrbovăț stärker über ihre geologischen beziehungsweise botanischen Besonderheiten wahrgenommen werden.

In der Landschaftsreserve Pădurea Hîrbovăț wächst die Dobrudscha-Birne natürlich. In Mereni gibt es eine im Jahr 2010 gegründete Pferdezuchtfarm für belgische Pferde.

Was gibt es in Mereni zu sehen?

Das Museum für Geschichte und Ethnografie in Mereni befindet sich in einem ehemaligen Gebäude der Volksbank „Rejep“, das zwischen 1910 und 1911 errichtet wurde. Das Gebäude wurde aus einer markanten Mischung aus Lehm, Pferdehaar und Vogeleiern errichtet und besitzt einen mit Terrakotta aus Deutschland ausgelegten Boden. Die ungewöhnliche Bauweise und der historische Boden geben dem Museumsgebäude selbst ein deutliches architektonisches Profil. Das Museum ist akkreditiert; die Akkreditierung ist auf den 12. Juli 2023 datiert.

Zum kulturellen Angebot in Mereni gehört ein Freiluft-Museumskomplex, der den Opfern des Kommunismus gewidmet ist. Das Mereni-Denkmal „Trenurile Marii Dureri“ erinnert an die Deportationszüge, mit denen Zehntausende Menschen aus Bessarabien unter unmenschlichen Bedingungen nach Sibirien gebracht wurden. Die immersive Installation „Coridorul Morții“ ist ein 35 Meter langer Tunnel, der das Leiden und die Entmenschlichung der Verurteilten und Deportierten symbolisiert. Diese Orte behandeln Geschichte nicht nur über Texte oder Sammlungsstücke, sondern auch über räumliche Formen des Gedenkens.

Auf der Aleea Memoriei sind die Namen einheimischer Helden in Granit eingraviert, die im Krieg von 1941 bis 1945 auf den Schlachtfeldern geblieben sind. Ebenfalls in Mereni steht die hölzerne Windmühle von Dealul beziehungsweise Mahalaua Țiganilor. Sie ist über 8 Meter hoch und besitzt originale Mühlsteine. Das Metallkreuz auf dem Holm in Mereni ist 38 Meter hoch. Wer sich für regionale Geschichte, Gedenkorte und traditionelle Bauformen interessiert, findet hier daher mehrere klar voneinander unterschiedene Themen.

Im Museum für Geschichte und Ethnografie in Mereni wurde außerdem eine Ausstellung über das traditionelle Hemd mit Altiță und seine Sticktechniken gezeigt.

Welche weiteren Kulturorte gehören zur Reiseplanung?

Das Denkmal am Șerpeni-Brückenkopf erinnert an sowjetische Soldaten, die während der Operation Iași–Chișinău im Jahr 1944 gefallen sind. In Troița Nouă befindet sich der erzbischöfliche Klosterkomplex „Sfânta Treime“. In Varnița liegt außerdem die historische Stätte „Lager des schwedischen Königs Karl XII.“. Sie hat seit dem 15. September 1992 den Status eines Filialmuseums des Nationalen Geschichtsmuseums Moldaus.

Wie verbinden sich Wein und regionale Kultur?

Das Weingut Dionysos-Mereni bietet Besuchern Besichtigungen der Produktionsbereiche und Einblicke in die technologischen Abläufe der Weinherstellung. Außerdem zeigt das Weingut seltene Geräte und Ausstellungsstücke der Weinherstellung aus dem 19. Jahrhundert. Damit lässt sich die Weinregion sowohl über den Produktionsprozess als auch über historische Gerätschaften betrachten.

Castel Mimi in Bulboaca ist ein lokales Architekturdenkmal, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Der touristische Komplex umfasst ein Museum und eine Kunstgalerie für junge Künstler sowie mehrere Kreativwerkstätten, darunter Werkstätten für Volkskunst und Kochen. Wein, Architektur, Kunsthandwerk und Kulinarik stehen hier somit in einem gemeinsamen Komplex.

Die Weinroute Codru führt zum Castel Mimi. Dort können Besucher das Schloss besichtigen und im Restaurant Bufnița Albă zu Mittag oder zu Abend essen.

Wie wählen Sie eine Unterkunft für Anenii Noi?

Die Orte der Region verteilen sich auf Mereni, Bulboaca, Calfa, Hîrbovăț, Speia, Șerpeni, Troița Nouă und Varnița. Wenn Sie ein Hotel in Anenii Noi suchen, sollten Sie deshalb zuerst festlegen, ob der Schwerpunkt auf Dnister und Landschaft, Fossilien, Museen und Gedenkorten, Wein oder fotografischen Motiven liegt.

Für einen weiteren Vergleich regionaler Reiseziele können Sie außerdem Soldanesti, Drochia District, Rajon Glodeni, Făleşti, Straseni, Rezina, Sîngerei District und Rajon Cahul betrachten.

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FAQ

Welche Orte durchquert der Dnister in der Region Anenii Noi?

Der Dnister durchquert in der Region Anenii Noi die Gebiete von Delacău, Gura Bîcului, Puhăceni, Speia, Șerpeni und Telița.

Was bietet das Museum für Geschichte und Ethnografie in Hîrbovăț?

Das Museum umfasst einen ethnografisch gestalteten Raum im Stil einer traditionell geschmückten moldauischen Bauernstube. Es dient der Sammlung, Erforschung, Bewahrung und insbesondere Ausstellung des Kulturerbes zur Information, Bildung und Erholung der breiten Öffentlichkeit.

Wann wurde das Museum für Geschichte und Ethnografie in Speia gegründet?

Das Museum für Geschichte und Ethnografie in Speia wurde 1981 gegründet.

Welchen Status hat das Lager des schwedischen Königs Karl XII.?

Die historische Stätte in Varnița hat seit dem 15.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Moldawien.

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