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Varniţa – Kulturgeschichte am Dnister

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Varniţa verbindet die Lage am Dnister mit einer Geschichte, in der archäologische Spuren, Erinnerungsorte und die Geschichte des schwedischen Königs Karl XII. zusammenkommen. Wenn Sie eine Unterkunft in Varniţa suchen, können Sie den Ort nach seinem Schwerpunkt auf Kulturgeschichte und Ortsgeschichte auswählen.

Kurzfakten zu Varniţa

Varniţa liegt am Ufer des Dnisters. Zu den prägenden Orten gehören die historische Stätte „Camp of King Charles XII of Sweden“, die Ruinen des Hauses von Karl XII., die Capela Memoriei und das Denkmal mit der Büste von König Ferdinand I. Auch der archäologische Fundplatz „Calfa I – Cetățuie“ gehört zum historischen Profil des Ortes. Ergänzt wird dieses Bild durch den Flusshafen, der 1871–1872 errichtet wurde, sowie durch die kurativen Mineralwässer, für die Varniţa bekannt ist.

Welche historischen Spuren können Sie in Varniţa entdecken?

Die Geschichte von Karl XII. ist in Varniţa an mehrere konkrete Orte gebunden. Nach der Überschwemmung seines Lagers am Fuß der Festung Tighina (Bender) verlegte der König sein Lager nach dem 25. Juli 1711 flussaufwärts am Dnister nach Varniţa. Dort blieb es bis Februar 1713. In Varniţa befinden sich außerdem die Ruinen des Hauses von Karl XII. Von diesem Haus führte ein Tunnel zum gegenüberliegenden Ufer des Dnisters. Damit ist die Geschichte von Karl XII. in Varniţa an konkrete Schauplätze und nicht nur an Jahreszahlen gebunden.

Auch der archäologische Fundplatz „Calfa I – Cetățuie“ bei Varniţa erweitert den Blick weit über die Zeit Karls XII. hinaus. Für Besucher ist dabei vor allem die zeitliche Spannweite bemerkenswert: Am Platz wurden Siedlungsspuren aus der späten Bronzezeit, der Eisenzeit, der späten römischen Zeit und dem frühen Mittelalter festgestellt.

Das Denkmal mit der Büste von König Ferdinand I. wurde 2018 fertiggestellt und am 15. September desselben Jahres eingeweiht. Auf seinem Sockel stehen die Namen von 19 Helden aus Varniţa, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Damit gehört auch die Erinnerungskultur des 20. Jahrhunderts zum Ortsbild. Die örtliche Kirche mit dem Patrozinium „Schutz der Gottesmutter“ wird ebenfalls dem kulturellen Erbe von Varniţa zugerechnet.

Was bedeutet die Dnisterlage für die Ortsgeschichte?

Der Dnister ist in Varniţa nicht nur ein Landschaftsmerkmal, sondern steht auch in direktem Zusammenhang mit der historischen Entwicklung des Ortes. Die Verlegung des Lagers von Karl XII. erfolgte flussaufwärts am Dnister, und der Tunnel vom Haus des Königs führte zum gegenüberliegenden Ufer. Auch der 1871–1872 errichtete Flusshafen gehört zu dieser flussbezogenen Ortsgeschichte.

Varniţa ist außerdem für kurative Mineralwässer bekannt. Diese werden als sulfidhaltige, hydrogencarbonathaltige, natrium-, calcium- und magnesiumhaltige sowie alkalische Wässer mit Silizium beschrieben.

Welche Rolle spielt die Ortsgeschichte bei der Unterkunftssuche?

Für die Suche nach einem Hotel oder einer anderen Unterkunft in Varniţa ist der historische Ortscharakter ein sinnvoller Ausgangspunkt: Sie wählen den Ort vor allem dann bewusst, wenn Sie sich für historische Schauplätze, Archäologie, Erinnerungsorte und die Dnistergeschichte interessieren.

Wenn Sie Varniţa mit weiteren Reisezielen vergleichen möchten, können Sie neben Bender auch Ocniţa, Ungheni, Budesti und Butuceni betrachten.

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FAQ

Welchen Status hat das „Camp of King Charles XII of Sweden“?

Die historische Stätte hat seit dem 15. September 1992 den Status einer Zweigstelle des Nationalen Geschichtsmuseums der Republik Moldau.

Welche Epochen sind auf „Calfa I – Cetățuie“ belegt?

Festgestellt wurden Siedlungsspuren aus der späten Bronzezeit im 15.–12. Jahrhundert v. Chr., aus der Eisenzeit im 10.–9. und 6.–3. Jahrhundert v. Chr., aus der späten römischen Zeit im 4. Jahrhundert n. Chr. sowie aus dem frühen Mittelalter im 8.–10. Jahrhundert. Der Fundplatz gilt bislang als einzige frühmittelalterliche befestigte Siedlung in der zentralen Region Moldaus.

Woran erinnert die Capela Memoriei?

Die Capela Memoriei befindet sich im Zentrum von Varniţa. Sie erinnert an die Menschen, die im bewaffneten Konflikt am Dnister im Jahr 1992 ums Leben kamen.

Welches religiöse Bauwerk gehört zum kulturellen Erbe von Varniţa?

Es handelt sich um die örtliche Kirche mit dem Patrozinium „Schutz der Gottesmutter“.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Moldawien.

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