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Pertikau entdecken: Altstadt, Geschichte und Kultur

Unterkünfte in Pertikau

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pertikau, in den Fakten auch als Piotrków Trybunalski bezeichnet, verbindet eine geschichtsträchtige Altstadt mit Spuren des polnischen Staatslebens, Filmgeschichte und astronomischen Vorführungen. Welche dieser Themen Ihren Aufenthalt prägen soll, lässt sich schon bei der Auswahl Ihrer Besichtigungen berücksichtigen.

Kurzfakten zu Pertikau

Der Rynek Trybunalski bildet den zentralen Punkt des mittelalterlichen Stadtgrundrisses. Die Altstadt umfasst etwa 100 historische Gebäude. Zu den markanten Geschichtsthemen zählen das Königliche Schloss, frühere Stadtbefestigungen und die Rolle der Stadt im polnischen Staat. Dazu kommen ein Film-Piotrków-Weg durch das unmittelbare Stadtzentrum, ein Planetarium und Angebote rund um Marzipan und Eis.

Was können Sie in der Altstadt entdecken?

Das Königliche Schloss in Piotrków Trybunalski wurde von 1512 bis 1519 erbaut. Auftraggeber war Sigismund I. der Alte; als Baumeister wird Meister Benedykt aus Sandomierz genannt. Wer sich für die politische Geschichte interessiert, findet im Museum die Dauerausstellung „Die Rolle von Piotrków Trybunalski in der Geschichte des polnischen Staates“.

Am Rynek Trybunalski sind die Grundrisse des früheren Rathauses im Pflaster markiert. Dort erinnert außerdem eine Gedenktafel an den 400. Jahrestag der Gründung des Krontribunals, dessen Sitz das Rathaus von Piotrków war. Der Markt ist zugleich der zentrale Punkt des mittelalterlichen Stadtplans. Die Altstadt umfasst auch die Straßen Grodzka, Konarskiego, Szewska, Łazienna Mokra, Sieradzka, Rwańska, Pijarska, Farna und Rycerska sowie den plac Czarnieckiego. Krakowskie Przedmieście und die Wojska-Polskiego-Straße gehören teilweise dazu.

Auch die Geschichte der Befestigungen lässt sich an konkreten Zahlen einordnen: Die Stadtmauern wurden im 14. Jahrhundert begonnen und gegen Ende desselben Jahrhunderts dank der Stiftung von Königin Jadwiga fertiggestellt. Von den früheren Anlagen sind heute nur drei kurze Abschnitte erhalten. Das unterscheidet die überlieferte Stadtbefestigung von einer vollständig erhaltenen Maueranlage.

Welche Kultur- und Glaubensorte prägen Pertikau?

Die Jesuitenkirche des heiligen Franz Xaver ist zugleich das Sanktuarium Unserer Lieben Frau von Trybunalska. Diese gilt als Patronin der polnischen Parlamentarier; der Ort ist dem Gebet für politisch Verantwortliche gewidmet. Ein weiteres Sanktuarium, das der Muttergottes von Piotrków, befindet sich im Bernhardinerkloster zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes. Das dort verehrte Bild wurde 1625 gemalt und befindet sich seitdem im Seitenaltar der Bernhardinerkirche.

Damit stehen in Pertikau unterschiedliche religiöse Traditionen nebeneinander: das Sanktuarium in der Jesuitenkirche und das Bild im Bernhardinerkloster. Für kulturgeschichtlich Interessierte ergänzen diese Orte die weltliche Stadtgeschichte, die sich am Rynek, im Museum und am Schloss erschließt.

Wie lassen sich Filmgeschichte, Astronomie und Radfahren einordnen?

Seit 1957 war Pertikau über mehr als 50 Jahre hinweg wiederholt Drehort polnischer und ausländischer Filmproduktionen; in der Stadt entstanden Aufnahmen für mehr als 20 Filme. Der Film-Piotrków-Weg verläuft durch das unmittelbare Stadtzentrum und greift diesen Teil der Stadtgeschichte auf.

Das Planetarium am I. Allgemeinbildenden Gymnasium Bolesław Chrobry nahm am 10. Oktober 1981 den Betrieb auf und war das erste Amateurplanetarium in Polen. Es präsentiert populärwissenschaftliche astronomische Vorführungen. Wer neben historischen Themen auch Astronomie einplanen möchte, findet hier einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt. Für Radfahrende ist in Pertikau ein Schema des Radwegenetzes ausgewiesen.

Welche kulinarischen Angebote gibt es?

Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung des Biers von Piotrków Trybunalski stammt aus dem Jahr 1487. Damals bestätigte König Kasimir IV. Jagiellon die Rechte der Piotrkówer Kaufleute. Bier wird der Überlieferung nach seit der Gründung der Stadt gebraut; über Jahrhunderte entstanden dort sogar für polnische Verhältnisse außergewöhnlich große Mengen.

Wer selbst etwas herstellen möchte, findet im Muzeum Marcepanów am Rynek Trybunalski 2 etwa einstündige Workshops. Dabei stellen die Teilnehmenden Marzipan aus natürlichen Zutaten selbst her. Das Muzeum Lodów am Rynek Trybunalski 9 bietet Eis-Workshops an. Für den Eintritt gilt nach der dafür angegebenen Regelung von November bis April eine Beschränkung auf organisierte Gruppen. Diese saisonale Bedingung ist bei einem Besuch in diesem Zeitraum zu berücksichtigen.

Wie erreichen Sie Pertikau?

Pertikau wird von der Eisenbahnstrecke Warschau–Katowice–Wien bedient und ist außerdem ein wichtiger nationaler Straßenverkehrsknotenpunkt. Für die Wahl Ihrer Anreise können Sie daher sowohl die Eisenbahnverbindung als auch den Straßenverkehr in Ihre Überlegungen einbeziehen. Welche Unterkunft zu Ihrer Reise passt, hängt davon ab, welche der genannten Themen Sie in den Mittelpunkt stellen möchten; die historischen, religiösen und kulinarischen Aspekte bieten unterschiedliche Ansatzpunkte für die Planung.

Weitere Zielseiten zum Vergleichen: Łowicz, Kutno, Opoczno, Powiat Piotrkowski, Bełchatowski, Lodz, Radomsko und Zgierz.

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FAQ

Was zeigt das Museum in Pertikau?

Die Dauerausstellung behandelt die Rolle von Piotrków Trybunalski in der Geschichte des polnischen Staates.

Wann wurde das Königliche Schloss erbaut?

Der Bau erfolgte von 1512 bis 1519 im Auftrag Sigismund I. des Alten durch Meister Benedykt aus Sandomierz.

Wer darf von November bis April das Muzeum Lodów betreten?

Nach der angegebenen Eintrittsregel ist der Eintritt in diesem Zeitraum nur für organisierte Gruppen vorgesehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lodz.