Krynki – historischer Stadtgrundriss und Kulturerbe
Unterkünfte in Krynki
Ein sechseckiger Markt, von dessen Ecken zwölf Straßen strahlenförmig ausgehen, prägt den historischen Stadtgrundriss von Krynki. Dazu kommen Kirchen und Synagogen mit unterschiedlichen Baugeschichten sowie ein Fahrradrundweg, der in Krynki beginnt und endet. So lässt sich der Ort besonders über seine Stadtanlage und sein kulturelles Erbe kennenlernen.
Kurzfakten zu Krynki
Der historische Stadtgrundriss stammt aus dem 18. Jahrhundert und gilt als landesweit einzigartig. Sein sechseckiger Markt ist heute als Park gestaltet; zwölf gerade Straßen führen strahlenförmig von seinen Ecken weg. Zu den seit Jahrhunderten genutzten Straßen gehören Sokólska, Kościelna, Cerkiewna und Garbarska.
In Krynki gibt es eine Touristeninformation beim Gminny Ośrodek Kultury. Eine Buslinie verbindet Szudziałowo, Krynki, Supraśl, Nowodworce und Białystok. Die Verbindung zwischen Sokółka und Kruszyniany führt über Szudziałowo und Krynki.
Was prägt den historischen Stadtgrundriss?
Der Markt und die von seinen Ecken ausgehenden Straßen geben der Stadtanlage eine klare geometrische Form. Heute ist der sechseckige Platz ein Park. Wer sich mit Krynki beschäftigt, kann deshalb sowohl die historische Anlage als auch ihre heutige Gestaltung als Park in den Blick nehmen. Die Straßen Sokólska, Kościelna, Cerkiewna und Garbarska gehören seit Jahrhunderten zum Straßenbild des Ortes.
Für Kulturinteressierte sind neben der Stadtanlage verschiedene religiöse Bauwerke und historische Spuren von Bedeutung. Die Gebäude unterscheiden sich in Material, Funktion und Entstehungszeit. Dadurch erzählen sie nicht eine einzelne Baugeschichte, sondern geben Einblicke in unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte.
Welche Kirchen und historischen Spuren gibt es?
Die gemauerte Pfarrkirche St. Anna in der Kościelna-Straße wurde 1907–1913 nach einem Entwurf von Stefan Szyller errichtet. Zum Kirchenkomplex gehört ein Tor-Glockenturm aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts; der Kirchhof stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Dort befinden sich Grabsteine der Familie de Virion, der früheren Besitzer von Krynki und mehreren Gütern in der Umgebung. Eine hölzerne St.-Anna-Kirche wird mit der Gründung durch König Sigismund I. im Jahr 1521 und ihrem Bau 1522 verbunden.
In der Cerkiewna-Straße 5 steht die gemauerte orthodoxe Pfarrkirche zur Geburt der Gottesmutter aus dem Jahr 1864. Zur religiösen Geschichte des Ortes gehört außerdem die orthodoxe Friedhofskapelle St. Antonius: Sie war ursprünglich eine griechisch-katholische Holzkirche aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde 1989–1991 rekonstruiert.
Auch jüdische Bau- und Erinnerungsgeschichte ist in Krynki präsent. Die gemauerte Synagogenruine in der Garbarska-Straße stammt aus dem 17. Jahrhundert, wurde im 19. Jahrhundert umgebaut und 1944 durch einen Brand zerstört. Sie war an der Stelle einer früheren hölzernen Synagoge errichtet worden. Eine weitere gemauerte Synagoge in der Piłsudskiego-Straße 5 stammt aus dem Jahr 1850; nach einer teilweisen Beschädigung durch Feuer während des Zweiten Weltkriegs wurde sie 1955 wiederaufgebaut. Die gemauerte chassidische Synagoge in der Czysta-Straße 10a stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der jüdische Friedhof aus dem 18. Jahrhundert liegt im nördlichen Teil der Stadt.
Wie können Sie Kultur und Bewegung verbinden?
Der Fahrradrundweg „Kresowe Wędrówki“ beginnt und endet in Krynki. Als ringförmige Route verläuft er zwischen dem östlichen und westlichen Rand des Knyszyńska-Urwalds. Wer Radfahren in die Reise einbeziehen möchte, kann Krynki damit auch als Start- und Endpunkt einer Rundtour betrachten; eine Streckenlänge ist hier nicht angegeben.
Für eine Beschäftigung mit der kulturellen Vielfalt des Ortes stellt die Öffentliche Bibliothek in Krynki das Geländespiel „Auf den Spuren vieler Kulturen“ als herunterladbares Archivmaterial zu Bildungs- und Werbezwecken bereit. Es entstand im Rahmen eines gemeinsamen Projekts einer Schule, einer Stiftung und lokaler Partner. Im Gutshofpark befinden sich zudem die Ruinen einer Scheune aus dem 18. Jahrhundert.
FAQ
Was ist das Besondere am Stadtgrundriss von Krynki?
Der historische Stadtgrundriss aus dem 18. Jahrhundert ist um einen sechseckigen Markt angelegt, der heute als Park gestaltet ist. Von den Ecken gehen zwölf gerade Straßen strahlenförmig aus.
Welche Busverbindungen führen über Krynki?
Eine Buslinie verbindet Szudziałowo, Krynki, Supraśl, Nowodworce und Białystok. Die Verbindung zwischen Sokółka und Kruszyniany führt ebenfalls über Krynki und Szudziałowo.
Wo beginnt der Fahrradrundweg „Kresowe Wędrówki“?
Der Rundweg beginnt und endet in Krynki. Er verläuft ringförmig zwischen dem östlichen und westlichen Rand des Knyszyńska-Urwalds.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sokółka.