Câmpeni: Kulturgeschichte im Apuseni-Gebirge
Câmpeni lässt sich über konkrete historische Schauplätze, Kirchen und die Landschaft des Apuseni-Gebirges erschließen. Zwischen Museen, Erinnerungsorten, Kulturstraßen und einer historischen Bahn ergeben sich dabei unterschiedliche Themen für die eigene Reiseplanung.
Kultur und Geschichte
Das Muzeul „Avram Iancu“ befindet sich in dem Gebäude, das Avram Iancu während der Revolution von 1848–1849 als Hauptquartier der Legion Auraria Gemina diente. Im ersten Saal präsentiert das Museum anhand von Ausstellungsstücken und Materialien die alte und uralte Geschichte der örtlichen Region. Auch die Reiterstatue von Avram Iancu gehört zum historischen Ortsbild: Sie wurde im Herbst 1940 von Târgu Mureș nach Câmpeni gebracht und dort auf einen vorbereiteten Steinsockel gestellt.
Câmpeni wurde zum Zentrum des Aufstands von 1784. Horea richtete im November 1784 sein Hauptquartier in Câmpeni ein und leitete von dort mit Cloșca, Crișan und weiteren Vertrauten die Kämpfe gegen die unterdrückenden Behörden. Das Muzeul „Beciul lui Horea“ erinnert an die Ereignisse, die zu diesem Aufstand führten, darunter den Frühjahrsmarkt von Câmpeni am 24. Mai 1782. In dem Museum befinden sich ein aus jener Zeit stammendes „POARTA“, sieben Vitrinen mit historischen Dokumenten und Gegenständen sowie ein Wandgemälde von Horea, Cloșca und Crișan. Auf diesem Frühjahrsmarkt wurde Mediu als traditionelles Getränk der Moți beschrieben.
Weitere historische Orte sind die Biserica din Deal und die Biserica din Vale. Die Biserica din Deal ist seit 1550 urkundlich erwähnt und vermutlich deutlich älter. Auf dem Friedhof hinter der Kirche befinden sich die Gräber der Gefolgsleute von Avram Iancu: Preotul Iosiv Gomboș, Nicolae Corches und Mihail Andreica. Die Biserica din Vale wurde von 1906 bis zum 1. März 1911 erbaut und im Stil siebenbürgischer Kirchen als einschiffiger Bau errichtet. Im Innenhof des Colegiul Național „Avram Iancu“ befindet sich außerdem eine Büste von Avram Iancu.
Kloster und religiöse Orte
Das Kloster Valea Bistrii liegt im Bistrii-Tal in Câmpeni im Apuseni-Gebirge und ist den Heiligen Hierarchen Ilie Iorest und Sava Brancovici geweiht. Zunächst war es ein Nonnen-Skete; am 28. September 2012 wurde es durch die Genehmigung der Metropolitansynode der Metropolie von Siebenbürgen zum Kloster erhoben. Von der DN 75, die von Câmpeni nach Bistra führt, biegt man links auf die DC 141 ab. Nach etwa 200 Metern weist ein Schild auf den Zugang zum Kloster Valea Bistrii hin.
Landschaft im Apuseni-Gebirge
Câmpeni liegt in einem von der Arieș durchquerten Senkungsbecken im mittleren Apuseni-Gebirge. Das Gebiet um Câmpeni reicht von 550 Metern an der Mündung des Arieș-Tals in das Bistra-Tal bis zu 1.597 Metern am Gipfel Runcului. Die Höhenangaben machen den geografischen Rahmen des Ortes ebenso greifbar wie die Fluss- und Talbezüge.
Kulturstraßen und Mocănița
Die Kulturroute Alba Regalis führt durch Câmpeni und umfasst die Podul „Regele Ferdinand“ in Câmpeni. Auch die Ruta Unității Naționale führt durch den Ort und ist Teil einer etwa 150 Kilometer langen Kulturroute durch den Kreis Alba. Die Mocănița Apusenilor ist ein historischer Touristenzug, der malerische Fahrten durch das Apuseni-Gebirge anbietet und Einblicke in die örtlichen Traditionen ermöglicht. Sie fährt vom Bahnhof Câmpeni nach Cărpiniș bei Abrud; die Hin- und Rückfahrt dauert etwa zwei Stunden. Unterschiedliche Strecken- und Zeitmaßstäbe helfen dabei, Kulturroute und Bahnfahrt getrennt in die eigene Tagesplanung einzuordnen.
Touristische Information
In Câmpeni gibt es ein nationales Zentrum für touristische Information und Werbung in der Strada Gării ohne Hausnummer.
Weitere Orte: Pleși, Ocna Mureș, Vințu de Jos, Blaj, Mesentea, Pleșcuța, Sălciua De Sus, Sohodol
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