Schitu Golești zwischen Hügellandschaft und Geschichte
Schitu Golești verbindet eine ausgeprägte Hügellandschaft mit historischen Zeugnissen, die von der Kirchengeschichte über die römische Epoche bis zur Erinnerung an Kriegstote reichen. Ein besonders konkreter Ausgangspunkt ist das Ensemble Schitul Golești in Valea Pechii: Das nationale historische Denkmal umfasst die Kirche „Sf. Trei Ierarhi“, Mönchszellen, einen Glockenturm und eine Umfassungsmauer.
Kultur und Geschichte
Der Bau der Kirche „Sf. Trei Ierarhi“ begann 1670 und wurde 1676 abgeschlossen. 1802 wurde sie zu einer Pfarrkirche und trägt dieses Patrozinium. In den Apsiden sind Fragmente der ursprünglichen Fresken erhalten. Zum kirchlichen Bestand gehören das Evangelium, zwölf Mineie und im 17. Jahrhundert auf Holz gemalte Ikonen.
Die Baugeschichte reicht damit vom Abschluss im 17. Jahrhundert bis zur Umwidmung als Pfarrkirche im Jahr 1802; erhaltene Freskenfragmente und die genannten liturgischen Bücher und Ikonen ergänzen die architektonischen Bestandteile um Zeugnisse der Ausstattung.
Die historischen Zeugnisse unterscheiden sich dabei deutlich in ihrer Form: Im Ensemble stehen sakrale Architektur und kirchliche Ausstattung, im Kastell archäologische Funde und restaurierte Militärbauten, am Denkmal schließlich Inschriften zur Erinnerung an Verstorbene. Diese Abfolge macht die verschiedenen historischen Schichten des Ortes als getrennte Themen sichtbar.
Geografische Einordnung
Die Gemeinde Schitu Golești liegt an der Nationalstraße DN 73 zwischen Pitești und Brașov und sieben Kilometer südlich von Câmpulung.
Landschaft
Das Gemeindegebiet ist durch hohe Hügel mit ausgedehnten kantigen Kämmen, terrassenförmig gegliederten Flächen, schmalen, wenig erodierten Wasserscheiden und steilen Hängen mit ausgeprägten Erosionsprozessen geprägt. Entlang des Râul Târgului verlaufen ebene Terrassen und schmale, 200 bis 300 Meter breite Auen; der Fluss nimmt das Wasser aus den Seitentälern auf. Die örtlichen Hügel haben glatte, parallel verlaufende, von Tälern getrennte Kämme, die als Muscele bezeichnet werden. Die Terrassen sind von Weiden und Obstgärten bedeckt.
Zwischen den höher gelegenen Kämmen und dem Flussraum zeigt sich ein Wechsel von geneigten Hängen, schmalen Wasserscheiden, ebenen Terrassen und von Weiden und Obstgärten bedeckten Flächen.
Archäologie
Die Ausstellung im römischen Kastell Jidava umfasst Keramik, beschriftete Ziegel- und Dachziegelfragmente, Amphoren, Mosaikstücke, Wasserleitungen, Waffen und Zubehör der militärischen Ausrüstung. Auf dem Gelände sind unter anderem die Principia, das Praetorium und das Horreum restauriert. Das Kastell wurde zwischen 190 und 211 n. Chr. während der Regierungszeiten der Kaiser Commodus und Septimius Severus errichtet und durch den Einfall der Karpen zwischen 244 und 245 n. zerstört.
Zu den baulichen Resten gehören damit sowohl zentrale und repräsentative Bereiche wie die Principia und das Praetorium als auch das Horreum; die Ausstellung bewahrt daneben bewegliche Funde und technische Bestandteile des Kastellbestands.
Erinnerung
Das Kriegerdenkmal von Schitu Golești wurde 1932 errichtet. Seine Inschriften gedenken örtlicher Kriegstoter des Ersten Weltkriegs und nennen außerdem Menschen, die im Dienst der Lignitmine starben.
Weitere Orte
Zur weiteren Erkundung: Piteşti, Lunca Corbului, Valea Uleiului, Bascov, Mioveni, Rucar, Argeșelu, Valea Mare-Bratia
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Argeş.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com