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Bran: Burgengeschichte, Museum und Karpatenlandschaft

File:Ansamblul vămii Branului, sat Bran; comuna Bran.jpg File:Ansamblul vămii Branului, sat Bran; comuna Bran.jpg Foto: Prymasal via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 ro
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Bran zwischen Burgengeschichte und Karpaten

Bran verbindet Burggeschichte, königliche Erinnerung, regionale Kultur und die Landschaft der Südkarpaten. Die Bran Fortress wurde am Ende des 14. Jahrhunderts erbaut und beherrscht strategisch den Pass zwischen Siebenbürgen und der Walachei. Am 1. Dezember 1920 wurde das Bran Castle zur bevorzugten Residenz von Königin Marie, nachdem die Einwohner von Brașov es ihr angeboten hatten. So stehen in Bran mittelalterliche Baugeschichte und die Erinnerung an die rumänische Königszeit in unmittelbarem Zusammenhang.

Königliche Sammlungen und Museumsräume

Aus den königlichen Sammlungen des Bran Castle stammen die Kernsammlungen des Bran National Museum. Das Museum präsentiert seine Sammlungen in der Geschichtsabteilung „Regina Maria“ und in einer ethnografischen Abteilung unter freiem Himmel. Die Museumsstruktur trennt dabei den geschichtlichen Bereich von der ethnografischen Präsentation im Außenraum. Die beiden Abteilungen verbinden damit unterschiedliche Formen der Darstellung: Innenräume widmen sich der Geschichte, während die ethnografische Sammlung im Freien gezeigt wird. Das Bran Castle wird weltweit als „Dracula's Castle“ bezeichnet, weil es Bram Stokers Beschreibung entspricht.

Geschichte im Time Tunnel

Der Time Tunnel gilt als ehemaliger Geheimgang und ist heute eine Galerie der Geschichte und Fantasie. Moderne Multimedia-Technologie erzählt dort Besuchern Geschichten über die Menschen und Mythen des Bran Castle. Seine bauliche Vorgeschichte reicht in das Jahr 1937 zurück: Der tschechische Architekt Karel Liman verband den Brunnenschacht mit einer waagerechten Galerie, um einen vertikalen Aufzug zu errichten. Dieser ermöglichte den direkten Zugang vom Königlichen Park in das Bran Castle. Damit umfasst der Time Tunnel sowohl die Darstellung eines früheren Durchgangs als auch die Erinnerung an eine konkrete technische Lösung aus der Schlossgeschichte. Historische Erzählung, technische Konstruktion und Multimedia bleiben dabei als getrennte Blickwinkel erkennbar.

Berglandschaft der Südkarpaten

Der Nationalpark Piatra Craiului liegt in den Südkarpaten. Er umfasst den gesamten Piatra-Craiului-Kamm sowie Teile der benachbarten Korridore Rucăr–Bran und Rucăr–Zărnești. Zur geografischen Einordnung gehören damit sowohl der vollständig einbezogene Kamm als auch die genannten Abschnitte der beiden Korridore. Die Landschaft steht im Artikel neben den historischen und kulturellen Orten von Bran, ohne mit ihnen zu einem einzigen Ausstellungs- oder Ortsbereich zusammenzufallen.

Anreise und Ortsbezug

Für die Verbindung aus Brașov bietet der Busbahnhof Nr. 2 regelmäßige Verbindungen nach Bran–Moieciu an. Werktags verkehren die Busse alle 30 Minuten, am Wochenende stündlich. Der Busbahnhof in Bran liegt im Ortszentrum nahe dem Haupteingang des Bran Castle. Damit sind sowohl der Ausgangspunkt in Brașov als auch der Ankunftsort in Bran mit ihren jeweiligen Takt- und Ortsangaben benannt.

Weitere Ortsziele: Für den Vergleich können Sie auch Prejmer, Holtesdorf, Ghimbav, Honigberg, Codlea, Recea, Cheia und Kálbor einbeziehen.

Traditionen im Dorf Bran

Das Folkloreensemble „Zestrea Branului“ bewahrt Bran-Traditionen durch authentische Kleidung, Lieder und Tänze. Die Kirche Adormirea Maicii Domnului im Dorf Bran stammt aus dem Jahr 1826. Beide Hinweise erweitern den historischen Rahmen des Ortes um lebendige Kultur und ein konkretes sakrales Bauwerk im Dorf Bran.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brasov.

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