Dănești: Schwarze Keramik, Kultur und Natur
Dănești verbindet die schwarze volkstümliche Keramik mit markanten Bauwerken und einer Landschaft zwischen Olt-Ebene und Bergen. Der Ort gilt als traditionelles Zentrum dieser Keramik in der Umgebung. Hinzu kommen handwerkliche Wolltextilien wie die Cerga, eine Museumssammlung zur lokalen Geschichte und Ethnografie sowie Bauwerke aus unterschiedlichen historischen Epochen. So treffen in Dănești handwerkliche, historische und landschaftliche Themen unmittelbar aufeinander.
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Foto: jeffwarder via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kultur und Handwerk
Die schwarze Keramik aus Dănești entsteht in einer besonderen Brenntradition. Die Gefäße werden einmalig unter Sauerstoffausschluss gebrannt und erhalten dadurch ihre schwarzmetallische Farbe. Der Brand erfolgt in einem geschlossenen Ofen; der Rauch verleiht den Gefäßen ihre schwarze Farbe. Neben den Keramikgefäßen gehören handwerkliche Wolltextilien wie die Cerga zu den Erzeugnissen, für die Dănești bekannt ist. Keramik und Cerga stehen dabei für unterschiedliche Materialien und Herstellungsformen innerhalb des örtlichen Handwerks.
Die Ausstellungsstücke der Dăneşti Village Museum Collection veranschaulichen die lokale Geschichte und Ethnografie. Das Kulturhaus von Dănești besitzt eine Fassade mit einem nichtfigurativen Mosaik, das der örtliche Maler und Grafiker Zsigmond Márton geschaffen hat. Keramik, Wolltextilien, Museumsstücke und das Mosaik stehen dabei für unterschiedliche Formen lokaler Handwerks- und Kulturgeschichte. Die Sammlung erweitert den Blick auf das Handwerk um historische und ethnografische Themen, während das Mosaik einen eigenen künstlerischen Bestandteil des Kulturhauses bildet.
Ortsbild und Geschichte
Die römisch-katholische Kirche Biserica Sfânta Maria Mare wurde im neugotischen Stil erbaut und am 8. Dezember 1935 übergeben. Das Gebäude des Liceul Tehnologic „Petőfi Sándor“ entstand zwischen 1935 und 1937. Beide Bauwerke gehören zu den historischen Stationen im Ortsbild von Dănești, während das Rathaus eine besondere Stellung einnimmt. Kirche, Schulgebäude und Rathaus verbinden damit religiöse, schulische und kommunale Architektur im Ortskern.
Das Rathaus von Dănești ist das älteste und markanteste Gebäude des Ortes. Ihm wird ein bedeutender historischer und architektonischer Wert zugeschrieben. Zusammen mit der Kirche, dem Schulgebäude und dem Kulturhaus zeigt es, wie verschieden die historischen und kulturellen Bezüge im Ortskern ausgeprägt sind.
Landschaft und Lage
Der Ortskern von Dănești liegt in der Überschwemmungsebene des Olt. In der Überschwemmungsebene des Baches Madicea wächst die geschützte Schachblume (Fritillaria meleagris). Im Westen wird das Dorf von den Harghita-Bergen umgeben, im Osten von den Ciuc-Bergen. Olt und Madicea prägen die Ebenen, Harghita und Ciuc begrenzen das Dorf an seinen westlichen und östlichen Seiten.
Dănești liegt an der Europastraße E578. Die Straße ergänzt die geografische Lage des Ortes zwischen der Olt-Ebene und den beiden genannten Berglandschaften. Für Kulturinteressierte verbinden sich in Dănești schwarze Keramik, Cerga, Museumssammlung und historische Gebäude zu einem klar erkennbaren örtlichen Schwerpunkt; Naturinteressierte finden mit Madicea, der Schachblume und den Bergzügen ebenso konkrete Landschaftsbezüge.
Mineralquelle
Băile „Dugás“ wurde 1929 rund um eine natürliche kohlensäurehaltige Mineralquelle eingerichtet. Die Quelle hat eine Temperatur von etwa 20 °C.
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