Merghindeal: Basilika, Befestigung und Hârtibaciu-Route
Merghindeal bewahrt mit seiner romanischen Basilika einen Kirchenbau, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Die Siebenbürger Sachsen errichteten um 1260 eine dreischiffige Basilika. Der romanische Baukörper aus dem 13. Jahrhundert ist weitgehend erhalten.
Geschichte
Im Jahr 1500 wurde die Kirche durch eine Umfassungsmauer und Wehrtürme befestigt. Die Mauer besitzt vier Ecken und war mit zwei Wehrtürmen, Schießscharten und einem Wehrgang versehen. Im Torturm lag die Unterkunft des Burgenwächters. Die Befestigung war somit nicht nur eine Begrenzung des Kirchenareals, sondern umgab den Sakralbau mit mehreren klar benennbaren Teilen einer Verteidigungsanlage.
Während dieser Befestigungsarbeiten entstand über dem Chor ein Wehrturm. Er verfügte ursprünglich über einen Wehrgang. Ein weiterer Wehrgang ist im Glockenturm auf der Wehrgeschoss-Ebene erhalten; dort gehört er zu einer Fachwerkbrüstung. Die beiden Wehrgänge liegen folglich an unterschiedlichen Türmen derselben Kirchenanlage und zeigen verschiedene bauliche Bereiche ihrer Sicherung.
Kirchenanlage und Ausstattung
Unter der Kirche befindet sich ein geheimnisvoller Raum, der wahrscheinlich um 1500 während der Befestigungsarbeiten errichtet wurde. Unter dem Kirchenboden liegt außerdem ein Brunnen. Er diente früher der Versorgung der Einwohner, die während von Invasionen in der Kirche Schutz suchten. Der unterirdische Bereich umfasst daher sowohl einen wahrscheinlich aus der Zeit um 1500 stammenden Raum als auch eine historische Versorgungseinrichtung.
Auch die Ausstattung erzählt von Veränderungen über die Jahrhunderte. Der barocke Altar hatte ursprünglich sieben geschnitzte Statuen; heute ist nur noch eine erhalten. Sie stellt den Erlöser dar. Im Kirchturm sind drei Glocken erhalten. Die größte scheint aus dem 15. Jahrhundert zu stammen und trägt eine Inschrift in Großbuchstaben. Altar, Glocken, Wehrgänge und die unterirdischen Bereiche gehören zu unterschiedlichen Teilen der Anlage und eröffnen jeweils einen eigenen Blick auf ihre Bau- und Nutzungsgeschichte.
Natur
Merghindeal gehört zu den Orten in der Siebenbürgischen Senke, an denen ausgedehnte Glimee-Rutschungen vorkommen. Dieser Landschaftsbezug ergänzt die historische Kirchenanlage um ein geologisches Merkmal der Senke.
Veranstaltungen und Route
Im Veranstaltungskalender des Kreises Sibiu war für den 23. August 2026 ein Jahrmarkt in Merghindeal aufgeführt. Der Termin bezieht sich auf einen einzelnen Kalendertag und sollte bei einer Reiseplanung anhand der aktuellen Veranstaltungsdaten überprüft werden.
Die Route „The greenway of Hârtibaciu Valley“ verläuft über Agnita, Dealu Frumos, Merghindeal, Cincu, Bruiu, Şomartin, Nou Român, Săsăuş, Chirpăr, Marpod und Sibiu. Als benannte Station steht Merghindeal auf dieser Route zwischen weiteren Orten des Hârtibaciu-Tals. Für eine Fahrt entlang der Strecke empfiehlt es sich, die aktuellen Routenbedingungen und Verkehrspläne vor der Abreise zu prüfen. Vor der Abreise gehören Verkehrspläne und Routenbedingungen zu unterschiedlichen Vorbereitungsschritten für eine Fahrt entlang dieser Route.
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