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Vale: Dorfgeschichte und Sarmale-Tradition in Mărginimea Sibiului

Vale gehört zu den 18 Dörfern von Mărginimea Sibiului, einem ethnografischen Gebiet in Rumänien. Im Ort verbinden sich ländliche Ortsstruktur, orthodoxe Sakralbauten, ein historischer Straßenverlauf und überlieferte regionale Küche. Die einzelnen Bezüge reichen dabei vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart der kulinarischen Tradition.

File:Biserica Sfânta Treime din Vale 2021 (1).jpg File:Biserica Sfânta Treime din Vale 2021 (1).jpg Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Kultur

Als Denkmal ist das ländliche Ensemble „Centrul istoric al localității“ in Vale, Stadt Săliște, unter dem Code SB-II-a-B-12578 geführt. Zu ihm gehören die Bisericii-Straße, der Kirchhof und der orthodoxe Friedhof. Seine Entstehung reicht vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Der historische Ortsbereich umfasst somit einen benannten Straßenraum ebenso wie kirchliche Flächen und einen Friedhof.

Die Kirche „Sf. Treime“ in Vale ist als Denkmal unter dem Code SB-II-m-B-12579 an der Strada Mare 106 geführt. Die orthodoxe Kirche „Sfânta Treime“ wurde 1763 erbaut und 1783 ausgemalt. Bau und Ausmalung liegen damit in unterschiedlichen Jahren und markieren zwei zeitlich getrennte Abschnitte ihrer Geschichte.

Neben der orthodoxen Kirche „Sf. Treime“ steht das Grabdenkmal von Ioan Băilă. Das Denkmal stammt aus dem 19. Jahrhundert. Kirche und Grabdenkmal bilden an diesem Ort zwei eigenständige Zeugnisse mit jeweils eigener Datierung.

Eine Glasikone von Nicolae Oancea ist einer ländlichen Werkstatt aus Vale in der Region Mărginimea Sibiului, Siebenbürgen, zugeordnet. In diesem Werk verbinden sich der Name des Künstlers, der Werkstattbezug und die regionale Herkunft zu einem weiteren kulturellen Bezug des Ortes.

Region und Wege

Eine alte Straßenverbindung führt über Cristian, Orlat und Sibiel nach Vale sowie weiter nach Săliște und Tilișca. Vale liegt in diesem beschriebenen Verlauf zwischen den drei zuvor genannten Orten und den beiden anschließenden Stationen. Die Verbindung stellt den Ort in einen klar benannten Zusammenhang mit mehreren Dörfern und Siedlungen der Umgebung. Die Abfolge macht Vale zu einem Abschnitt innerhalb einer längeren Verbindung: Cristian, Orlat und Sibiel liegen davor, Săliște und Tilișca danach. Für die regionale Einordnung ist damit nicht nur der einzelne Ort relevant, sondern auch seine Stellung zwischen den genannten Stationen. Der alte Straßenverlauf ordnet Vale zugleich in den Zusammenhang der Umgebung ein.

Kulinarische Tradition

„Gusturi și Tradiții din Săliște“ findet jährlich an wechselnden Orten der neun zu Săliște gehörenden Dörfer statt, darunter Vale. Der Veranstaltungsort ist daher nicht jedes Jahr derselbe; Vale gehört zu den genannten Dörfern, an denen die Veranstaltung stattfinden kann.

Zu den überlieferten regionalen Speisen gehören Sarmale. Sie werden nach einem besonderen, von Generation zu Generation überlieferten Rezept zubereitet: fein gerollt, auf einem gewürzten Kohlbett und langsam in Tontöpfen bei geringer Hitze gegart. Die Zubereitung verbindet die gerollte Form mit dem Kohlbett, dem Tontopf und dem langsamen Garen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hermannstadt.

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