Popeşti-Leordeni: Archäologie, Sakralgeschichte und Wasser
Am östlichen Rand von Leordeni liegt das archäologische Areal von Popești Leordeni – Conacul Costaforu am rechten Ufer der Dâmbovița auf einer hohen Terrasse. Seine Bestandteile verbinden einen prähistorischen Siedlungsplatz, bauliche Spuren des 19. Jahrhunderts und ein Denkmal der Erinnerungskultur.
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Foto: Daniele Napolitano via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Archäologie und Erinnerung
Das archäologische Areal umfasst eine bronzezeitliche Siedlung der Tei-Kultur. Zu ihm gehören außerdem die Ruinen eines Herrenhauses aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Säule des Denkmals für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Helden steht die Inschrift „Eroilor din Popești-Leordeni comuna recunoscătoare“. An seinen Seiten nennen zwei Marmortafeln die Namen der Helden.
Die drei historischen Ebenen sind vor Ort klar voneinander unterschieden: Die Siedlung verweist auf die Bronzezeit, die Herrenhausruinen auf das 19. Jahrhundert und die Säule mit den Marmortafeln auf das Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. So lassen sich die sichtbaren Elemente nach Siedlung, Baugeschichte und Erinnerung betrachten, ohne sie zu einem einzigen Zeitabschnitt zusammenzufassen.
Sakrale Geschichte
Die orthodoxe Biserica Sfinții Voievozi in Leordeni wurde 1807–1808 vom Großbojaren Mihail Manu errichtet. Am 26. März 1811, dem Palmsonntag, wurde sie geweiht. An der Westwand des Pronaos befinden sich die Gründerporträts, die Nicolae Polcovnicul 1825 in Öl auf Leinwand malte; die Leinwand wurde auf der Wand angebracht.
Das Kloster „Duminica Sfinților Români“ wurde zwischen 2003 und 2006 errichtet und vom rumänischen Patriarchen Teoctist gestiftet. Es liegt an der Grenze zwischen Bukarest und Popești-Leordeni. Damit stehen in diesem Themenbereich eine Kirche aus dem frühen 19. Jahrhundert, ihre Weihe und die erhaltene Wandmalerei neben einem deutlich jüngeren Klosterbau.
Für die Einordnung der sakralen Orte sind daher unterschiedliche Angaben maßgeblich: Bei der Biserica Sfinții Voievozi prägen Errichtungszeit, Weihe, Stifter und Porträts die Darstellung; beim Kloster sind Bauzeit, Stiftung durch Teoctist und die Lage an der Grenze zwischen Bukarest und Popești-Leordeni die bestimmenden Merkmale.
Wasser und Grün
Balta Floarea Popeștilor umfasst 5 Hektar und ist 1–6 Meter tief. In Popeşti-Leordeni ist Balta Floarea Popeștilor ein Gewässer für Sportfischerei. Die Größen- und Tiefenangaben beschreiben das Gewässer unabhängig von seiner erlaubten Nutzung und geben den Wasserbereich mit zwei unterschiedlichen Maßstäben an.
Der Parcul Erou Garian Alexandru umfasst mehr als 6.000 Quadratmeter. Er liegt im Herzen von Popești-Leordeni. Damit stehen bei den beiden grünen beziehungsweise wasserbezogenen Orten verschiedene Merkmale im Vordergrund: Bei der Balta sind Fläche, Tiefe und Sportfischerei genannt, beim Park Fläche und Lage im Herzen der Stadt.
Wer die Ortsinformationen nebeneinander betrachtet, kann zwischen vier klaren Themen unterscheiden: dem bronzezeitlichen und herrschaftlichen Erbe des archäologischen Areals, der orthodoxen Sakralgeschichte, dem Gewässer für Sportfischerei und dem zentral gelegenen Park. Diese Unterschiede ergeben sich aus den genannten Ortsarten, Datierungen, Maßen und geografischen Beziehungen.
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