Apahida – Archäologische Spuren und Landschaft
Apahida: 1889, 1968 und 1978 wurden hier drei fürstliche Gräber entdeckt, die den Gepiden zugeschrieben werden. Die Bestattungen werden in die zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts n. Chr. datiert. Archäologische Untersuchungen aus dem Jahr 2016 deuteten die Funde als isolierte Bestattungen und nicht als ausgedehnte ebenerdige gepidische Nekropole.
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Archäologie und Kultur
Die archäologischen Komplexe von Apahida liegen am rechten Ufer des Someșul Mic. Südöstlich des Dorfes liegt im Tal des Baches Tarcea die prähistorische Siedlung Apahida–Fața Merezii. Nordöstlich des Dorfes befindet sich die römische Landsiedlung Apahida–Dealul Pădurița auf dem Hügel Pădurița nahe dem Chibaia-Plateau.
Die römische Landsiedlung Apahida–Tarcea Mică umfasste ein Hauptgebäude und einen Anbau; beide wurden durch archäologische Untersuchungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts identifiziert. Das Hauptgebäude war 21,80 × 22,60 Meter groß und verfügte über zwei Räume mit Hypokaustum-Anlagen. In der Siedlung wurden Keramikfragmente, Architekturteile und einige Münzen aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts n. gefunden. Eine archäologische Stätte bei Kilometer 3,0–3,1 der Bahnstrecke Apahida–Dej liegt nord-nordöstlich des Dorfes nahe einem ehemaligen Kiessteinbruch.
Der römische Münzschatz von Apahida aus dem Valea Mărăloiu umfasste 1.068 Münzen, darunter zwei Bronzemünzen und silberne römische Denare. Er enthielt Münzen aus der Regierungszeit Neros bis zur Regierungszeit des Balbius und wurde um 240 n. vergraben.
Die Holzkirche „Heilige Erzengel Michael und Gabriel“ in Apahida ist als historisches Denkmal eingetragen. Erbaut wurde sie 1806 von dem Zimmermann Ioan Ghiran aus Nadăș; 1808 malte Ioan Pop aus Ungurași sie aus.
Landschaft
Apahida liegt auf der Aue und der rechtsufrigen Terrasse des Someșul Mic sowie am nordöstlich ausgerichteten Hang des 387 Meter hohen Hügels Maeru. Im Gebiet von Apahida gibt es ein Massiv aus Steinsalz und salzhaltige Quellen; deren Sole wurde von den Einheimischen seit alter Zeit genutzt. Apahida verfügt über starke Traditionen im Obstbau und Gemüseanbau und ist für die „ridichi de Apahida“, die Radieschen von Apahida, bekannt.
Bei der Planung können Sie die Schwerpunkte nach Interesse ordnen: Die archäologischen Angaben, die Baugeschichte, die Landschaft und die regionalen Traditionen eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf denselben Ort. Wer verschiedene Interessen verbindet, kann kulturelle Themen und landschaftliche Aspekte getrennt betrachten und danach die eigenen Reiseschwerpunkte festlegen.
Weitere Eindrücke
Im näheren Umfeld, in der Gemeinde Apahida, umfasst die Fischereianlage Câmpenești sechs Seen und bietet sportliches Freizeitangeln nach dem Catch-and-release-Prinzip sowie nach den örtlichen Angelregeln. Das nahe gelegene Dorfmuseum Sf. Nicolae Sânnicoară in der Gemeinde Apahida zeigt eine Sammlung von 200 traditionellen Exponaten, darunter Trachten, Webstühle, Keramik, eine Wollspinnmaschine und ein Bauernbett.
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