Eșelnița am Donau-Defilee: Natur, Geschichte und Wasser
Eșelnița liegt im Donau-Defilee zwischen Moldova Veche und Gura Văii. Das Cazanele-Naturschutzgebiet ist Teil des Naturparks Porțile de Fier; Wälder bedecken 86 % des Verwaltungsgebiets von Eșelnița. Als Orientierungspunkt im Cazanele-Naturschutzgebiet verbindet der Ort damit eine klar bestimmbare Lage mit einem großflächig bewaldeten Umfeld.
Natur und Wege
Das Zentrum für die Überwachung von Lebensräumen und Arten in Eșelnița unterstützt ökologische Bildungsangebote für Touristen im Naturpark Porțile de Fier. Der Dealul Bisericii ist über einen unbefestigten Weg erreichbar, der links am alten Friedhof hinaufführt. An der ersten Kreuzung biegt man rechts ab und geht in Richtung der Bucht von Eșelnița. Der Dealul Bisericii bietet einen Ausblick auf den Ausgang des Donau-Defilees. Gemeinsam mit dem alten Friedhof bewahrt er die verbliebenen Reste der alten Siedlungsstätte von Eșelnița aus der Zeit vor 1966, bevor der Stausee Porțile de Fier I entstand. Wegbeschreibung, Aussicht und Siedlungsgeschichte bilden dabei unterschiedliche Schwerpunkte für die eigene Planung.
Im Abenteuerpark von Eșelnița können Höhenparcours in einem durch Seile gesicherten Klettergurt absolviert werden.
Donau und Ortsgeschichte
Eșelnița ist über die DN57 auf der Strecke Drobeta Turnu Severin–Orșova–Dubova erreichbar. Der heutige Siedlungsstandort wurde 1967–1970 errichtet, nachdem die alte Siedlungsstätte unter den Wassern des Stausees Porțile de Fier I versunken war. Vom Anleger KM 13 in Eșelnița werden auf Anfrage täglich Donauschifffahrten organisiert.
Im Umfeld von Eșelnița ist das Kloster Mraconia vom Wasser aus sichtbar und über die Nationalstraße DN57 erreichbar. Es liegt zwischen Orșova und Moldova Nouă an der Mündung des Flusses Mraconia in die Donau und wurde auf dem Gelände eines früheren Beobachtungs- und Leitpunkts für die Schifffahrt auf der Donau errichtet. Die Mauern des alten Klosters Mracunea werden sichtbar, wenn der Wasserstand der Donau und der Bucht im Mracunea-Tal sinkt.
Kultur und historische Zeugnisse
Am Eingang zur Bucht von Mraconia ist die Büste Decebalus Rex in einen mehrere Dutzend Tonnen schweren Kalksteinblock gemeißelt. Die Büste ist 40 Meter hoch und 25 Meter breit. Der Anleger in der Bucht von Mraconia, an dem sich die Skulptur Decebalus Rex befindet, ist nur mit dem Boot erreichbar.
Die heutige Kirche von Eșelnița wurde 1972–1973 im Wiener Barockstil aus wiederverwendetem Material der abgerissenen früheren Kirche errichtet. Die Tabula Traiana ist ein in den Fels am rechten Donauufer gemeißeltes Monument und vom rumänischen Donauufer im Bereich von Flusskilometer 17 aus sichtbar. Sie wurde von den Römern errichtet, um an die Hindernisse zu erinnern, auf die das römische Heer bei der Überquerung der Donau im Jahr 101 n. Chr. stieß.
Das Ethnografische Museum Doina und Teodor Grigore beherbergt mehr als 1.000 Stücke traditioneller Trachten aus allen Regionen des Landes. Außerdem zeigt es Möbelstücke, Darstellungen traditioneller Tätigkeiten, Keramik, Ikonen sowie Fotografien aus Eșelnița, Dubova und Ogradena. Das Pfarrmuseum von Eșelnița bewahrt Kulturgüter aus den Dörfern und Kirchen entlang des Donau-Defilees, darunter aus den von den Fluten verschlungenen Orten Tișovița, Plavișevița und Ogradena sowie aus den im Zuge des Porțile-de-Fier-Systems umgesiedelten Orten Dubova und Eșelnița.
Zu den Beständen des Pfarrmuseums gehört eine aus der Kirche von Ogradena stammende Ikone, die auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert ist. Ebenfalls bewahrt das Museum die Königstüren und eine Lampe aus dem alten Kloster Mraconia.
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