Fântânele: Landschaft, Geschichte und sakrale Baukultur
Fântânele liegt am linken Hang des Donautals. Die Lage zwischen Hang, Tal und Ebene bildet den geografischen Rahmen für einen Ort, dessen Geschichte bis in das frühe Mittelalter zurückreicht. Im Ortsbild treffen dadurch Landschaftsbezüge und unterschiedliche historische Zeitstellungen aufeinander.
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Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Geografische Einordnung
Die Nationalstraße DN 51A zwischen Zimnicea und Turnu Măgurele durchquert Fântânele von Osten nach Westen. Auch die La-Tène-Nekropole von Fântânele steht in einem klaren räumlichen Bezug: Sie liegt östlich des Dorfes auf der rechten Seite der Straße von Turnu Măgurele nach Zimnicea. Die Straßenführung und die Lage der Nekropole beschreiben dabei zwei verschiedene räumliche Beziehungen rund um das Dorf.
Geschichte
Die mittelalterliche Siedlung von Fântânele wird in das frühe Mittelalter, genauer in das 10. Jahrhundert, datiert. Ein weiterer historischer Bezugspunkt liegt in der La-Tène-Nekropole, einer hügelartigen geto-dakischen Grabstätte aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Die Nekropole gehört damit einer deutlich älteren Zeit an als die mittelalterliche Siedlung und ergänzt deren historische Einordnung um einen archäologischen Bezug.
Kultur
Die heutige Kirche „Adormirea Maicii Domnului“ in Fântânele wurde 1987 errichtet und am 30. September 1990 geweiht. Sie hat einen kreuzförmigen Grundriss aus Ziegeln und eine Vorhalle im Brâncovenesc-Stil, die von vier Säulen getragen wird. Außerdem trägt sie das Patrozinium einer älteren, inzwischen verfallenen Kirche. Baujahr, Weihedatum und die architektonischen Merkmale gehören ebenso zur Geschichte des Gotteshauses wie der Bezug zu seinem älteren Vorgänger.
Ein Heldenmonument im Kirchhof von Fântânele erinnert an die Helden, die in den beiden Weltkriegen starben. Damit stehen neben der Kirche auch Baugeschichte und Gedenken im Ortsbild nebeneinander.
Landschaft
Der ursprüngliche Dorfkern lag bis 1930 am Nordufer der Balta Suhaia; danach begann die Siedlung, sich in die Ebene entlang der Straße von Zimnicea nach Turnu Măgurele zu verlagern. Der Name Fântânele wird mit zahlreichen Quellen in Verbindung gebracht, die am Fuß des Hangs am Donautal hervortraten. Die Entwicklung des Dorfes umfasst damit sowohl den früheren Bezug zum Nordufer als auch die spätere Ausrichtung auf die Ebene und die Straße.
Später wurden die Quellen durch Kanalisierungen und steinerne Becken gefasst und mit den Namen „La tuturca“ beziehungsweise „Fântâna lui Tudorcea“ bezeichnet. Ufer, Hang, Ebene und Tal gehören damit zu den prägenden geografischen Bezügen des Ortes. Die beiden Quellnamen bewahren dabei eine eigene lokale Bezeichnung innerhalb dieser Landschaftsgeschichte.
Lokale Tradition
Fântânele gehört zu den Dörfern im Kreis Teleorman, in denen die Bezeichnung „bradoși“ für diese Speisentradition verwendet wird. Die lokale kulinarische Benennung ergänzt die historischen, kirchlichen und landschaftlichen Bezüge des Dorfes um einen Ausdruck regionaler Alltagstradition.
Weitere Orte
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