Birobidschan: Kultur und Stadtgeschichte entdecken
Unterkünfte in Birobidschan
Birobidschan lässt sich über seine Kulturorte und markanten Plätze einordnen: Dazu gehören Museen mit unterschiedlichen historischen Bezügen, ein Konzertsaal und Erinnerungszeichen auf dem Bahnhofsvorplatz. Für Ihre Planung lohnt sich außerdem die Unterscheidung zwischen den Orten in der Stadt und Naturzielen im übergeordneten Reiseziel Jüdische Autonome Oblast.
Kurzfakten zu Birobidschan
- Das Judaica-Museum der jüdischen Religionsgemeinschaft „Freyd“ befindet sich in der Schalom-Alejchem-Straße 14a.
- Das Museum für Gegenwartskunst der Jüdischen Autonomen Oblast wurde 1989 als Zweigstelle des Fernöstlichen Kunstmuseums in Chabarowsk eröffnet.
- Auf dem Bahnhofsvorplatz stehen ein Brunnen mit einer siebenarmigen Menora und die Skulpturengruppe „Pervye pereselentsy EAO“.
- Das Gebäude der Gebietphilharmonie ging im Juni 1984 in Betrieb; der Konzertsaal hatte damals 700 Plätze.
Welche Kulturgeschichte erzählen die Museen?
Die Museen setzen unterschiedliche zeitliche Akzente. Das Regionalmuseum für Heimatkunde der Jüdischen Autonomen Oblast öffnete am 10. Juni 1945 erstmals für Besucher. Das Judaica-Museum ist mit der Religionsgemeinschaft „Freyd“ verbunden und hat eine konkrete Adresse in der Schalom-Alejchem-Straße. Damit stehen ein regionalgeschichtliches Museum und ein Museum jüdischer Religionskultur als unterschiedliche Themen im Stadtbild.
Das Museum für Gegenwartskunst der Jüdischen Autonomen Oblast wurde am 22. April 1989 in Birobidschan eröffnet, zunächst als Zweigstelle des Fernöstlichen Kunstmuseums in Chabarowsk. Im übergeordneten Reiseziel Jüdische Autonome Oblast ist das Museum seit 1996 eine eigenständige Organisation. Diese Daten zeichnen einen Wechsel von der ursprünglichen institutionellen Anbindung zur Eigenständigkeit nach.
Auch die Geschichte der ersten Synagoge lässt sich zeitlich einordnen: Sie wurde 1947 eröffnet und befand sich zunächst in einem Privathaus in der Tschapajew-Straße.
Was erinnern die Zeichen am Bahnhofsvorplatz?
Der Brunnen mit der siebenarmigen Menora und die Skulpturengruppe „Pervye pereselentsy EAO“ stehen beide auf dem Bahnhofsvorplatz. Der russische Name der Gruppe bedeutet „Die ersten Siedler der Jüdischen Autonomen Oblast“. Zusammen verweisen die beiden Werke auf unterschiedliche Themen: die Menora auf jüdische Religionskultur, die Skulptur auf die ersten Siedler der Oblast.
Ein weiterer Kulturbezug ist das Gebäude der Gebietphilharmonie. Es wurde im Juni 1984 in Betrieb genommen; der Konzertsaal verfügte zu diesem Zeitpunkt über 700 Plätze. Die Zahl beschreibt die damalige Kapazität und ist Teil der Baugeschichte des Hauses.
Welche Naturziele liegen im übergeordneten Reiseziel Jüdische Autonome Oblast?
Das Naturschutzgebiet Bastak umfasst im übergeordneten Reiseziel Jüdische Autonome Oblast zwei Teilflächen: den 91.771 Hektar großen Zentral-Cluster nördlich von Birobidschan und den 36.284 Hektar großen Zabelovsky-Cluster südöstlich der Siedlung Smidovich. Die Ortsangaben unterscheiden die beiden Bereiche, ohne sie mit den Kulturadressen in der Stadt gleichzusetzen.
Der ökologische Tigerpfad des Naturschutzgebiets Bastak ist zwei Kilometer lang und dauert zweieinhalb Stunden. Er führt durch Lebensräume des Amurtigers und macht mit Zedern-Laubmischwäldern und Eichenwäldern vertraut, die als typische Tigerlebensräume gelten. Außerdem erläutert der Pfad die erste erfolgreiche Auswilderung der rehabilitierten Tigerin Zolushka. Der Weg ist ganzjährig besuchbar, außer in Zeiten besonders hoher Waldbrandgefahr.
Ein weiterer ökologischer Lehrpfad im übergeordneten Reiseziel Jüdische Autonome Oblast ist in der warmen Jahreszeit als Besucher-Exkursionsroute geöffnet. Er ist 1,5 Kilometer lang; für die Strecke sind etwa zwei Stunden angegeben. Der Vergleich der beiden Wege zeigt, dass die längere Strecke nicht automatisch mit der längeren angegebenen Dauer einhergeht: Für den zwei Kilometer langen Tigerpfad sind zweieinhalb Stunden, für den kürzeren Lehrpfad ungefähr zwei Stunden angesetzt.
Auch die Jahreszeit verändert den Schwerpunkt der Naturbeobachtung im Zabelovsky-Cluster des Naturschutzgebiets Bastak. In den Lotusseen blüht der Komarov-Lotus im Juli. Im Frühling und Herbst lassen sich dort große Ansammlungen ziehender Vögel beobachten. Wer diese Eindrücke gegeneinander abwägt, kann den saisonalen Charakter der jeweiligen Reisezeit berücksichtigen.
Eine regionale Flussroute beginnt in Birobidschan und führt mit dem Schlauchboot über das Dorf Dvurechye bis zur Siedlung Birakan. Danach geht es auf dem Fluss Bidzhan bis zur Siedlung Teplye Klyuchi, wo Reisenden eine Besichtigung einer Fischzuchtanlage angeboten wird. Die Abfolge macht deutlich, dass es sich um eine Route im übergeordneten Reiseziel Jüdische Autonome Oblast handelt und nicht um eine Folge von Stationen innerhalb Birobidschans.
FAQ
Wann blüht der Komarov-Lotus?
In den Lotusseen des Zabelovsky-Clusters im Naturschutzgebiet Bastak blüht er im Juli. Große Ansammlungen ziehender Vögel lassen sich dort im Frühling und Herbst beobachten.
Wie unterscheiden sich die angegebenen Wegzeiten?
Der ökologische Tigerpfad ist zwei Kilometer lang und dauert zweieinhalb Stunden. Der 1,5 Kilometer lange ökologische Lehrpfad ist in der warmen Jahreszeit als Besucher-Exkursionsroute geöffnet; für ihn sind etwa zwei Stunden angegeben.
Wo befand sich die erste Synagoge Birobidschans?
Die 1947 eröffnete erste Synagoge befand sich zunächst in einem Privathaus in der Tschapajew-Straße.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jüdische Autonome Oblast.