Astrachan entdecken
Unterkünfte in Astrachan
Astrachan verbindet die Geschichte seines Kremls mit Museen und öffentlichen Bereichen an der Uferpromenade.
Kurzfakten zu Astrachan
- Die erste hölzerne Festung des Astrachaner Kremls wurde 1558 im unteren Wolgagebiet angelegt.
- Das Heimatmuseum von Astrachan geht auf das Jahr 1837 zurück.
- Die B.-M.-Kustodijew-Kunstgalerie wurde 1918 gegründet; das Gebäude des Wintertheaters entstand 1883.
- Die Astrachaner Uferpromenade umfasst einen Spazier- und Spielbereich.
Was erzählt der Astrachaner Kreml?
Die erste hölzerne Festung entstand auf einer von Sümpfen und Mooren umgebenen Anhöhe. Angelegt wurde sie von I. G. Vyrodkov, einem Militäringenieur und Beamten. Über Jahrhunderte war der Astrachaner Kreml eine schwer einnehmbare Festung an der südöstlichen Staatsgrenze. Er gehörte zu den ersten steinernen Festungsanlagen und zu den mächtigsten Festungen des Moskauer Staates.
Auch die erhaltenen Türme geben einen konkreten Eindruck von der Anlage: Von den acht laut Plan vorgesehenen Türmen sind sieben erhalten, darunter drei Durchfahrtstürme und vier geschlossene Türme. Der Mariä-Entschlafens-Dom wurde von 1698 bis 1710 errichtet. Die Bauarbeiten leitete der russische Architekt D. Myakishev, ein ehemaliger Leibeigener.
Im Pulverkeller zeigt die Ausstellung „Otkrytie vystrela“ Rekonstruktionen von Regimentern verschiedener Epochen, die Ausrüstung der Strelitzen, Schutzwaffen, Fahnen und Wachsfiguren. Eine Multimedia-Installation behandelt die Geschichte der Feuerwaffen, den Mechanismus des Schusses und die begleitenden physikalischen Vorgänge. Ein Film veranschaulicht verschiedene Schussarten und den Schussvorgang bei unterschiedlichen Waffen im Schnitt. So lässt sich der Ausstellungsinhalt sowohl über historische Ausrüstung als auch über technische Abläufe erschließen.
Welche Museen und Bauwerke ergänzen den Kreml?
Das Heimatmuseum richtet den Blick auf den städtischen Alltag: Der Saal „Gorodskie interyery“ zeigt Gegenstände und Innenräume einer Stadtwohnung aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der Ausstellungsteil „Kabinet delovogo cheloveka“ widmet sich der Tätigkeit von Unternehmern aus Astrachan. Zusammen setzen diese Themen einen anderen Akzent als die Festungsgeschichte.
Das Astrachaner Stadtgeschichtsmuseum befindet sich in der Uliza Ulianowych 9 und war zuvor das Uljanow-Museum. Es eröffnete 1993 in einem früheren Haus der Familie Uljanow, das als Stammsitz der Vorfahren Wladimir Iljitsch Lenins bezeichnet wird. Die B.-M.-Kustodijew-Kunstgalerie zählt zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und wurde 1918 gegründet. Beim Wintertheater ist das Bauwerk selbst ein datierbarer Anknüpfungspunkt: Der Astrachaner Kaufmann Plotnikow finanzierte den 1883 errichteten Bau.
Wer unterschiedliche Kulturthemen abwägen möchte, findet hier mehrere Zugänge: Festungs- und Sakralarchitektur, Alltagsgeschichte, Unternehmertum und Kunst. Für konkrete Besuchszeiten prüfen Sie die aktuellen Angaben vorab.
Wo gibt es in Astrachan weitere öffentliche Akzente?
Die Uferpromenade umfasst einen Bereich zum Spazierengehen und Spielen. Der Park Arkadiya dient der kulturellen Freizeitgestaltung und Erholung; vorgesehen ist er als Ort der Erholung für Einwohner und für gemeinschaftliche Freizeit. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche Funktionen öffentlicher Bereiche, ohne sie zu einem einzigen Angebot zusammenzufassen.
Auch das Denkmal für Peter I. gehört zur Stadtgeschichte: Es wurde am 22. Mai 2007 enthüllt. Wenn Sie sich eher für historische Erinnerungsorte als für Museumsausstellungen interessieren, ist das Denkmal ein eigener Bezugspunkt. Für Ihre Tagesplanung können Sie deshalb zwischen Ausstellungen, Baugeschichte und öffentlichen Bereichen unterscheiden.
Welche Kontraste bietet die Oblast Astrachan?
Im übergeordneten Reiseziel Oblast Astrachan ergänzen weitere Landschafts- und Geschichtsthemen den Blick auf die Stadt. Das Astrachaner Naturschutzgebiet umfasst 67.920 Hektar und besteht aus drei weit voneinander entfernten Abschnitten im Unterlauf des Wolgadeltas: Damtschikski im Westen, Trehizbinski im Zentrum und Obschorowski im Osten. Alle drei liegen in der Oblast Astrachan.
Auch Sarai-Batu gehört zur regionalen Geschichte: Die archäologische Stätte liegt in Selitrennoje in der Oblast Astrachan. Sie wird als größtes Hauptstadtdenkmal mongolischer Nomaden bezeichnet, die sich nach dem Zerfall des Mongolischen Reiches unter Dschingis Khan vom späten 13. bis zum 14. Jahrhundert in den dünn besiedelten Steppen des unteren Wolgagebiets niederließen.
Ein weiterer Landschaftsbezug ist der Große Bogdo. Mit 149,6 Metern ist er der höchste Punkt des Kaspischen Tieflands; vom Gipfel bietet sich ein Panorama auf den Salzsee Baskuntschak und das Gebiet Scharb ulak. Diese regionalen Beispiele stehen für andere Themen als die Astrachaner Museen und Festungsanlagen.
Weitere Reiseziele entdecken: Akhtubinskiy rayon, Belgorodskiy rayon, Enotaevskiy rayon, Ikryaninskiy rayon, Ikryaninsky District, Starooskolskiy rayon, Privolzhskiy rayon.
FAQ
Wie viele Türme des Astrachaner Kremls sind erhalten?
Von den acht laut Plan vorgesehenen Türmen sind sieben erhalten: drei Durchfahrtstürme und vier geschlossene Türme.
Welche Themen zeigt das Heimatmuseum?
Ein Saal zeigt Alltagsgegenstände und Innenräume einer städtischen Wohnung aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein weiterer Ausstellungsteil widmet sich Astrachaner Unternehmern.
Welche Aussicht bietet der Große Bogdo?
Vom Gipfel reicht das Panorama zum Salzsee Baskuntschak und zum Gebiet Scharb ulak. Der Große Bogdo ist mit 149,6 Metern der höchste Punkt des Kaspischen Tieflands.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Astrachan.
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