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Ropsha: Schlossensemble, Museum und Geschichte

Unterkünfte in Ropsha

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Das Schloss- und Parkensemble prägt Ropsha; Museum, Papierfabrik und Gedenkorte ergänzen den Ort um unterschiedliche historische Themen. Baujahre, Flächenangaben und überlieferte Ereignisse geben Ihnen klare Anhaltspunkte, um die Spuren des Ortes voneinander zu unterscheiden.

Kurzfakten zu Ropsha

  • Das Schloss- und Parkensemble ist mit einer Fläche von 102,3 Hektar als Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Historisches Zentrum von Sankt Petersburg und zugehörige Ensembles“ verzeichnet.
  • Teiche unterschiedlicher Größe sowie Kaskaden, Kanäle und Wasserläufe nehmen etwa 40 % der Fläche des Guts Ropsha ein.
  • Der Museumskomplex „Ropsha — nasha malenkaya Rus“ wurde 1948 eröffnet; seine ethnografischen und militärhistorischen Exponate sind in zwei Sälen untergebracht.
  • Die Papierfabrik wurde von 1788 bis 1794 nach dem Entwurf des Architekten Yu.M. Felten errichtet.

Wie sind Schloss und Park angelegt?

Die Geschichte des Guts Ropsha beginnt mit Peter I. Auf seine Anordnung wurden ein Schloss und eine Kirche errichtet, im Park Kanäle angelegt und ein niedriger Verteidigungswall aufgeschüttet. Auch die örtlichen Hydrogencarbonat-Mineralquellen gehören zur historischen Verbindung des Guts mit Peter I.

Das Schloss- und Parkensemble wurde als große Anlage mit einem zentralen Schlosskomplex sowie dem Oberen und dem Unteren Garten entworfen. Wasser ist ein prägnanter Bestandteil dieses Landschaftskonzepts: Teiche verschiedener Größe, Kaskaden, Kanäle und Wasserläufe nehmen ungefähr 40 Prozent der Fläche des Guts ein. Die UNESCO-Verzeichnung mit 102,3 Hektar gibt zugleich einen Eindruck vom Umfang des Ensembles.

Welche Bau- und Kulturgeschichte erzählen die Orte?

Die Sammlung des 1948 eröffneten Museumskomplexes umfasst ethnografische und militärhistorische Exponate, die in zwei Sälen untergebracht sind. Daneben steht die Papierfabrik für ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte: Sie gilt als Denkmal der russischen Industriearchitektur aus dem späten 18. Jahrhundert. Ihre Bauzeit von 1788 bis 1794 und der Entwurf von Yu.M. Felten ordnen sie zeitlich genau ein.

Eine ältere schriftliche Spur führt zur Kirche der Verkündigung der Allerheiligsten Gottesmutter. Sie wird bereits im Katasterbuch von 1500 erwähnt; 1939 wurde die Kirche geschlossen. Damit reichen die überlieferten Bau- und Kulturthemen Ropshas von diesem frühen Eintrag bis zur Industriearchitektur des späten 18. Jahrhunderts.

Welche Ereignisse prägen die Erinnerung an Ropsha?

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schloss Ropsha wiederhergestellt; später verfiel es nach einer Reihe von Bränden. Diese Abfolge gehört zur Geschichte des Schlosses und unterscheidet die frühere Wiederherstellung von der späteren Entwicklung.

Auf einer Stele in Ropsha befindet sich eine Gedenktafel. Sie hält fest, dass sowjetische Truppen Ropsha am 19. Januar 1944 befreiten. Ebenfalls für diesen Tag ist die Episode eines Panzers überliefert: Er fuhr als Erster nach Ropsha hinein und wurde von deutscher Panzerabwehrartillerie getroffen.

Welche weiteren Perspektiven bietet die Oblast Leningrad?

Im äußersten Osten der Oblast Leningrad liegt der Naturpark Wepser Wald mit sieben Reservaten und besonders strengen Schutzbestimmungen. Zahlreiche Seen prägen den Park; der größte ist der Lerinskoje-See im gleichnamigen Reservat. In den Reservaten „Vepsskiy les“ und „Ashchozyorskiy“ sind alte Fichten- und Kiefernwälder erhalten. Sie sind für zahlreiche Organismen wichtig, die nur in Wäldern überleben können, die nicht durch wirtschaftliche Nutzung gestört wurden.

Traditionell leben im Naturpark die Wepser, ein kleines Volk Russlands mit eigener Kultur und eigenen Traditionen. Auch die Tierwelt ist Teil dieser regionalen Perspektive: Braunbären kommen in größerer Zahl vor; außerdem wurde der in der Region äußerst seltene Vielfraß festgestellt.

Ein weiteres regionales Kulturerbe ist die Festung Koporje, ein Museum und Denkmal altrussischer Steinarchitektur. In ihrer heutigen Form ist sie seit dem 16. Jahrhundert erhalten, Teile des Mauerwerks stammen aus dem 13. Jahrhundert. Wegen ihres Notzustands dürfen Mauern und Türme nicht bestiegen werden. Ein Besuch ohne Führung ist mit dem Multimediaführer „Koporskaya krepost 2.0“ möglich; prüfen Sie vor der Planung, ob diese Möglichkeit verfügbar ist.

Eine regionale Beschreibung vom 24. Dezember 2019 nennt ökologische Routen in sieben regional bedeutenden Schutzgebieten, die für selbstständige Besuche bestimmt und mit Informationsmaterial sowie verschiedenen Besuchereinrichtungen ausgestattet sind. Ein 2019 beschriebener ringförmiger ökologischer Weg am Naturdenkmal Toksovskiye vysoty führt über Sandhügel und Senken sowie durch alte Fichten- und Kiefernwälder. Ebenfalls 2019 beschrieben wurde ein ökologischer Radweg im Schutzgebiet „Gryada Varyamyansel'kya“, der durch eine Landschaft mit Seen, Mooren und trockenem, altem Kiefernwald führt. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Bedingungen dieser Routen.

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FAQ

Welche Bereiche gehören zum Schloss- und Parkensemble?

Zum Entwurf gehören ein zentraler Schlosskomplex sowie der Obere und der Untere Garten. Teiche, Kaskaden, Kanäle und Wasserläufe nehmen etwa 40 % der Fläche des Guts ein.

Was umfasst die Sammlung des Museumskomplexes?

Die Sammlung enthält ethnografische und militärhistorische Exponate, die in zwei Sälen untergebracht sind. Der Museumskomplex wurde 1948 eröffnet.

Was ist über die Papierfabrik in Ropsha bekannt?

Sie ist ein Denkmal der russischen Industriearchitektur des späten 18. Jahrhunderts und wurde von 1788 bis 1794 nach dem Entwurf von Yu.M. Felten errichtet.

Was erinnert an den 19. Januar 1944?

Eine Gedenktafel auf einer Stele hält die Befreiung Ropshas durch sowjetische Truppen an diesem Tag fest. Für denselben Tag ist außerdem überliefert, dass ein als Erster nach Ropsha hineinfahrender Panzer von deutscher Panzerabwehrartillerie getroffen wurde.

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