Tosno entdecken
Unterkünfte in Tosno
Tosno lässt sich über eine Museumsausstellung, die Geschichte einer Kirche und mehrere Denkmäler kulturhistorisch erschließen. Die Themen setzen unterschiedliche Akzente: von der Geschichte des Ammenwesens bis zu Erinnerungsorten für Menschen und Ereignisse. So können Sie einschätzen, ob diese Schwerpunkte zu Ihrer Reiseplanung passen.
Kurzfakten zu Tosno
Im Tosnenskiy istoriko-krayevedcheskiy muzey wurde am 17. Mai 2018 die Dauerausstellung „Dom tsarskoy kormilitsy“ eröffnet. Die Geschichte der Kirche der Ikone der Gottesmutter von Kasan umfasst wechselnde Betriebsphasen, eine Erweiterung und eine erneute Weihe. Tosnos Denkmäler erinnern unter anderem an Opfer von Strahlenkatastrophen, Teilnehmer bewaffneter Konflikte und den Dichter Musa Jalil. Der Reitsportclub „Status“ bietet Reitunterricht und Besuche auf einer Ponyfarm an; klären Sie die aktuellen Bedingungen vorab.
Was zeigt die Dauerausstellung des Museums?
Die Dauerausstellung befindet sich im ersten Stock des Tosnenskiy istoriko-krayevedcheskiy muzey und ist in drei Themenbereiche gegliedert. Einer davon behandelt das Ammenwesen im Gouvernement Sankt Petersburg und Maria Andrejewna Smolina. Sie war die junge Hausherrin und wurde als Amme des damals kleinen Zarewitsch in die kaiserlichen Gemächer berufen; der spätere russische Kaiser Nikolaus II. war das Kind, das sie betreute.
Ein Wohnraum des 19. Jahrhunderts ist mit authentischen Gegenständen aus dieser Zeit nachgestaltet. In diesem Themenbereich treffen also die Biografie Smolinas und die Geschichte des Ammenwesens auf eine gestaltete Wohnszene. Die Ausstellung wurde am 17. Mai 2018 eröffnet und als Dauerausstellung angelegt.
Auch die Geschichte des Museums lässt sich an zwei verschiedenen Daten ablesen: Die Sammlung erster Exponate begann 1984 unter der Schirmherrschaft des Tosnoer Stadtkomitees des Komsomol. Den offiziellen Status erhielt das Museum 1991. Der Beginn des Sammelns und die spätere formelle Anerkennung sind damit klar voneinander getrennte Stationen.
Welche historischen Phasen prägen die Kirche?
Die Kirche der Ikone der Gottesmutter von Kasan in Tosno wurde 1937 geschlossen. Von 1941 bis 1944 war sie in Betrieb, 1947 wurde sie wiedereröffnet. Die nächste bauliche Phase folgte 1951–1952: Nach Plänen des Architekten W. P. Zasorin wurde die Kirche erweitert. Am 4. Dezember 1952 weihte Roman, Erzbischof von Riga und Lettland, sie erneut.
Die zeitliche Abfolge hilft, zwei Aspekte auseinanderzuhalten: die Veränderungen des Kirchenbetriebs und die spätere bauliche Erweiterung mit erneuter Weihe. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, findet hier mehrere klar datierte Abschnitte, statt nur eines einzelnen Gründungs- oder Baujahrs.
Woran erinnern Tosnos Denkmäler?
Ein am 21. April 2001 enthülltes Denkmal gilt allen Einwohnern von Tosno, die Opfer von Strahlenunfällen und -katastrophen wurden. Ein weiteres Denkmal, am 8. Mai 2003 enthüllt, erinnert an Teilnehmer der Kampfhandlungen in Afghanistan, Tschetschenien und anderen bewaffneten Konflikten. Die Widmungen unterscheiden sich damit deutlich: Das eine richtet den Blick auf betroffene Einwohner, das andere auf Menschen, die an bewaffneten Konflikten teilnahmen.
Am 9. November 2012 wurde beim Haus der Kinder- und Jugendkunst ein Denkmal für Musa Jalil enthüllt, der auch Musa Mustafowitsch Salilow genannt wird. Jalil war ein tatarischer Dichter und Kriegskorrespondent. Er kämpfte 1942 auf Tosnoer Gebiet und wurde posthum zum Helden der Sowjetunion ernannt. So verbindet das Denkmal den Bezug zu Tosno mit seiner dichterischen und historischen Biografie.
Welche Aktivität bietet der Reitsportclub?
Der Tosnoer Reitsportclub „Status“ bietet Reitunterricht und Besuche auf einer Ponyfarm an. Wenn Sie eines dieser Angebote einplanen möchten, klären Sie vorab die aktuellen Buchungs- und Betriebsbedingungen für öffentliche Besuche.
Weitere Reiseziele entdecken: Slavyanka, Priosersk, Voznesenye, Schlüsselburg, Korobitsyno, Strugi, Luga, Syargi.
FAQ
Worum geht es in der Tosnoer Dauerausstellung „Dom tsarskoy kormilitsy“?
Ein Themenbereich behandelt das Ammenwesen im Gouvernement Sankt Petersburg und Maria Smolina. Außerdem ist ein Wohnraum des 19. Jahrhunderts mit authentischen Gegenständen aus dieser Zeit nachgestaltet.
Wann wurde die Kirche der Ikone der Gottesmutter von Kasan wiedereröffnet?
Nach ihrer Schließung 1937 war die Kirche von 1941 bis 1944 in Betrieb. Sie wurde 1947 wiedereröffnet und 1951–1952 erweitert; die erneute Weihe fand am 4. Dezember 1952 statt.
Was bietet der Reitsportclub „Status“?
Der Club bietet Reitunterricht und Besuche auf einer Ponyfarm an. Klären Sie vor einem Besuch die aktuellen öffentlichen Buchungs- und Betriebsbedingungen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Leningrad.