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Tsarevo: Gutsgeschichte und Kirchenruinen

Unterkünfte in Tsarevo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Tsarevo verbindet die Geschichte eines Guts mit einer Kapelle aus dem Jahr 1882 und einer Kirche, deren Bau 1883 begann. Für die Ortsgeschichte ergeben sich daraus verschiedene Blickwinkel: die Abfolge der Besitzer, eine Sammlungsgeschichte und religiöse Bauwerke. Im übergeordneten Reiseziel Oblast Tula kommen Museen, ein saisonaler geführter Spaziergang und die Geschichte eines ehemaligen Kohletagebaus als weitere Themen hinzu.

Kurzfakten zu Tsarevo

  • Die Geschichte des Guts in Tsarevo reicht bis ins letzte Viertel des 18. Jahrhunderts zurück.
  • Am anderen Ufer der Upa befindet sich eine verlassene Kapelle aus dem Jahr 1882.
  • Der Bau der ruinösen Odigitria-Kirche begann 1883 anstelle einer früheren Holzkirche.
  • In der Nähe der Kirche liegt eine verfallene Gruft der Fürsten Gagarin.

Was ist über das Gut in Tsarevo bekannt?

Zu den Besitzern des Guts gehörten der Generalfeldmarschall P. A. Rumjanzew-Sadunaiski (1725–1796) und seine Frau E. M. Golizyna (1742–1779). Ihr Sohn N. P. Rumjanzew (1754–1826) war Diplomat und Sammler von Büchern und Handschriften. Seine Sammlung bildete den Grundstock des späteren Rumjanzew-Museums und verbindet die Ortsgeschichte mit einer Kulturgeschichte des Sammelns.

Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte das Gut M. P. Skarjatina, geborene Golizyna, die 1826 geboren wurde. Ab Ende des 19. Jahrhunderts zählte O. D. Gagarina (1852–1915), geborene Seleznjowa, zu den Besitzern. Diese Stationen führen von der Besitzgeschichte des späten 18. Jahrhunderts bis in eine spätere Phase des 19. Jahrhunderts; zusammen mit Rumjanzews Sammlung ergibt sich ein zeitlicher Überblick über unterschiedliche Kapitel der Guts- und Kulturgeschichte.

Welche religiösen Bauwerke prägen die Ortsgeschichte?

Die Kapelle und die Odigitria-Kirche sind zwei verschiedene historische Bezugspunkte. Die verlassene Kapelle liegt am anderen Ufer der Upa und stammt aus dem Jahr 1882. Der Bau der Kirche begann ein Jahr später, 1883, anstelle einer früheren Holzkirche. Die Kirche ist ruinös; nahe bei ihr befindet sich die verfallene Gruft der Fürsten Gagarin.

Die Jahresfolge hilft, die beiden Baugeschichten auseinanderzuhalten: Auf die Kapelle von 1882 folgte der Baubeginn der Kirche im Jahr 1883. Gemeinsam mit der Gutsüberlieferung geben diese Angaben Tsarevos Geschichte mehrere konkrete zeitliche Bezugspunkte.

Welche weiteren Themen bietet die Oblast Tula?

Im übergeordneten Reiseziel Oblast Tula reicht das Themenspektrum von interaktiven Museumsausstellungen bis zu Literatur- und Landschaftsgeschichte. Im Museum „Tulaer Altertümer“ behandelt die Ausstellung „Erzählung von der Mamai-Schlacht“ die Schlacht auf dem Kulikowo Pole. In interaktiven Bereichen können Besucher ein Stück Kettenhemd flechten, eine Rüstung anprobieren und lernen, Chronikminiaturen zu lesen.

Eine weitere Ausstellung desselben Museums, „Geheimnisse der Tulaer Meister“, zeigt eine Töpferwerkstatt, eine Schmiedewerkstatt und Haushaltsgegenstände aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die beiden Ausstellungen setzen unterschiedliche Akzente: Die eine verbindet Schlachtgeschichte mit Mitmachangeboten, die andere Handwerk mit Gegenständen des täglichen Lebens aus mehreren Jahrhunderten.

Im Museumsreservat Jasnaja Poljana können Besucher von Mai bis Oktober mit einem Führer durch den zentralen Teil des Anwesens gehen. Der Spaziergang führt zu Tolstois bevorzugten Orten für tägliche Spaziergänge und behandelt die örtliche Flora und Fauna, die Geschichte der Tulaer Verteidigungslinien sowie Tolstois Anpflanzungen. Auch die persönliche Bibliothek Lew Tolstois ist ein eigenständiger Bezug zur Kulturgeschichte der Oblast Tula: Sie wurde in das UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommen.

Weitere regionale Orte bringen andere Schwerpunkte ein. Im Dorf Monastyrshchino im Bezirk Kimowsk befinden sich das Museum und das Denkmal für die Helden der Schlacht auf dem Kulikowo Pole. Auf dem Anwesen Polenowo entwarf der Künstler Wassili Polenow sämtliche Gebäude selbst. Die Romantsevskiye Mountains, auch Konduki genannt, sind ein ehemaliger Tagebau für Steinkohle. So können Sie für die weitere Themenwahl zwischen Ausstellungen, Literatur- und Baugeschichte sowie einem durch frühere Nutzung geprägten Landschaftsort unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Danilovskoye, Skuratovskiy, Maslovo, Pervomayskiy, Schtschokino, Kirejewsk, Lukino und Alexin.

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FAQ

Was wurde aus N. P. Rumjanzews Sammlung?

Die von ihm zusammengetragene Sammlung von Büchern und Handschriften bildete den Grundstock des späteren Rumjanzew-Museums.

Wann ist der geführte Spaziergang in Jasnaja Poljana vorgesehen?

Der Spaziergang durch den zentralen Teil des Anwesens ist für die Monate Mai bis Oktober vorgesehen.

Wie unterscheiden sich die Kapelle und die Odigitria-Kirche?

Die verlassene Kapelle stammt aus dem Jahr 1882 und liegt am anderen Ufer der Upa. Der Bau der ruinösen Odigitria-Kirche begann 1883 anstelle einer früheren Holzkirche.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Tula.