Sankt Petersburg entdecken: Wasser, Architektur und Kultur
Unterkünfte in Sankt Petersburg
Sankt Petersburg ist eine Stadtlandschaft, in der Architektur und Wasser zusammengehören. Kanäle, historische Bauwerke und Museen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Stadt – vom Spaziergang bis zur Kunstsammlung.
Foto: Alesia Belaya
Kurzfakten zu Sankt Petersburg
- Das historische Zentrum wird durch das Zusammenspiel von Architektur und Wasserlandschaften geprägt.
- Das Netz aus Kanälen, Straßen und Kais entwickelte sich schrittweise ab der Regierungszeit Peters des Großen (1682–1725).
- Der Newski-Prospekt wurde 1738 zur wichtigsten Ost-West-Achse der Stadt.
- Sankt Petersburgs Stadtlandschaft erhebt sich aus der Newa-Mündung, wo diese auf den Finnischen Meerbusen trifft.
Wie prägen Wasser und Stadtplanung die Stadt?
Die Newa-Mündung erklärt die landschaftliche Lage Sankt Petersburgs; im historischen Zentrum prägt das Wasser gemeinsam mit der Architektur den Charakter. Das Netz der Kanäle, Straßen und Kais entstand nicht auf einmal, sondern schrittweise ab der Regierungszeit Peters des Großen. So lässt sich die Stadt sowohl über ihre Wasserlandschaft als auch über ihre historische Stadtplanung betrachten.
Der Newski-Prospekt bildet dabei einen eigenen Bezugspunkt: Erst 1738 wurde er zur wichtigsten Ost-West-Achse der Stadt. Ein Spaziergang über den Prospekt führt an hohen Gebäuden vorbei, die den Geist der Stadt Peters des Großen verkörpern. Die Achse und das Kanalsystem beleuchten unterschiedliche Aspekte des urbanen Gefüges, ohne dass daraus eine bestimmte Spazierroute folgt.
Welche Bauwerke zeigen unterschiedliche Epochen?
Die Isaakskathedrale ist die größte orthodoxe Kirche Sankt Petersburgs. Als Bauwerk des Spätklassizismus weist sie neorenaissancehafte, byzantinische und eklektische Merkmale auf. Die Peter-und-Paul-Kathedrale steht für eine andere Stilrichtung: Sie ist ein Baudenkmal des petrinischen Barocks und gilt als älteste Kirche der Stadt. Der Vergleich führt von den vielfältigen Merkmalen der Isaakskathedrale zum Barock der Peter-und-Paul-Kathedrale.
Auch die Peter-und-Paul-Festung verbindet Stadtgeschichte und Baukunst. Peter I. gründete sie 1703; sie ist ein Denkmal der Festungsbaukunst des 18. bis 20. Jahrhunderts. Der Menschikow-Palast gilt als erstes steinernes Gebäude Sankt Petersburgs und ist im petrinischen Barockstil erbaut. Er wurde für Alexander Danilowitsch Menschikow errichtet, einen Vertrauten Peters I. und ersten Gouverneur Sankt Petersburgs.
Welche Museen und historischen Orte lohnen einen Blick?
Das Russische Museum umfasst mehr als 450.000 Exponate russischer Kunst vom 10. bis zum 21. Jahrhundert und gilt als größtes Museum russischer Kunst der Welt. Die Hauptretrospektive befindet sich im Michailowski-Palast und im Benois-Flügel. Damit bietet sich ein breiter zeitlicher Rahmen, während einzelne historische Gebäude weitere Themen erschließen.
Das Hermitage Theatre wurde zwischen 1783 und 1789 von Giacomo Quarenghi im Auftrag Katharinas II. erbaut. Es entstand an der Stelle des ehemaligen Winterpalasts Peters I. Auf der Wassiljewski-Insel bilden die 6. und 7. Linie eine teilweise für Fußgänger vorgesehene Straße – ein anderer städtischer Rahmen als der Spaziergang über den Newski-Prospekt.
Was ist bei einem Besuch der Peter-und-Paul-Festung zu beachten?
Das Gelände der Peter-und-Paul-Festung und ihr Strand sind für freie Besuche geöffnet. Ein Teil der unterirdischen Gänge kann besichtigt werden; der Eingang zu einer Potern befindet sich in der Zarenbastion. Bei einer Führung können Sie den Glockenturm der Peter-und-Paul-Kathedrale besteigen und aus 43 Metern Höhe den Panoramablick über Sankt Petersburg genießen. Prüfen Sie vor der Reise die Besuchsdetails und, für die Führung, ob sie zu Ihren Reisedaten angeboten wird.
Weitere Reiseziele entdecken: Peterhof, Pargolovo, Metallostroy, Molodyozhnoye und Kolpino.
FAQ
Welche Rolle spielte der Sommergarten in der Stadtgeschichte?
Peter I. ließ den Sommergarten 1704 anlegen; er sollte den bekannten westeuropäischen Parks seiner Zeit nachempfunden sein, und den ersten Plan entwarf Peter selbst. Wenige Jahre später wurde der Garten zum Zentrum des politischen und offiziellen Lebens sowie der Hofzeremonien und Feierlichkeiten.
Wie ist das Museum „Anna Achmatowa. Silbernes Zeitalter“ aufgebaut?
Das Museum umfasst neun Ausstellungssäle und einen Vortrags- und Konzertsaal. Zu den Saalnamen zählen „Zarskoje Selo“, „Slepnjowo“, „Der Streunerhund (Petersburg 1)“, „Die Reise N. Gumiljows“, „Petersburg 2“, „Requiem“, „Komarowo“, „Poem ohne Held“ und „Gedächtniszimmer“.
Welche historische Verbindung hat die Kunstkamera zu Peter I.?
Die Kunstkamera ist Nachfolgerin des ersten staatlichen öffentlichen Museums Russlands, das Peter I. 1714 gründete.
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